wenn ich eine hätte, würde ich jetzt auf den Malediven leben, mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, mich von 10 - 15 hübschen Mädchen verwöhnen lassen und in Ruhe einen Caipi genießen.
Arbeiten müsste ich nicht.
Wenn nicht die Schulden der einen das Vermögen der anderen wären, könnte man das sogar machen.
Dieser Federstrich reduziert zwar die Schulden, führt aber gleichzeitig praktisch alle Lebensversicherer in die Zahlungsunfähigkeit. Damit hat man das Problem also auf andere Schultern verlagert, aber keineswegs gelöst.
Und was machst du dann mit den ganzen Rentnern, die Teile oder Ihre ganze Altersversorgung kapitalgedeckt haben? Diese Kapitaldeckung besteht zu einem hohen Anteil aus Staatsanleihen.
Betriebsrentner (zum Beispiel die gerne genannten Krankenschwestern über die VBL)?
Rentner der berufständigen Versorgungswerke?
Ehemalige Selbständige, die mit einer privaten Lebens-/ Rentenversicherung vorgesorgt haben?
Da werden ein paar Millionen Rentner betroffen sein, nicht nur irgendwelche „Bonzen“, sondern ganz normale Leute aus der Mitte der Gesellschaft.
Sollen die alle plötzlich in kleinere Wohnungen umziehen, weil sie sich ihre Miete nicht mehr leisten können? Oder soll der Steuerzahler einspringen, was dann aber nicht mehr geht, weil der laufende Staatshaushalt das nicht hergibt und neue Schulden nicht aufgenommen werden können, da man ja gerade eben erst gezeigt hat, dass man die Schulden nicht zurückzahlen will?
Daneben würden wohl auch etliche Banken zusammenbrechen. Wir haben bei der Lehman-Pleite gesehen, ein großes Geldhaus, das wegrutscht, kann eine internationale Wirtschaftskrise auslösen.
Da die Staaten dann ihre Banken, ihre Altersversorgungseinrichtungen und ihre Banken massiv stützen müssten, wäre da wohl keine Entlastung im Haushalt. Insbesondere da dann kurz- bis mittelfristig keine neue Verschuldung mehr möglich wäre, weil die Bonität weg wäre.
Machst Du das privat auch so ? Was sagt deine Bank dazu ? Schulden tauchen überall wieder auf. Am Ende landet die Belastung beim Normalbürger als Geldentwertung und niedrigere Renten.
Udo Becker
Na also! Meien Idee war diskussionswuerdig. TV Sender arte befasst sich damit:
"Sollten die Staatsschulden im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise von der Europäischen Zentralbank gestrichen werden? Das fordern mehr als 100 Ökonomen in einem am Freitag, 5. Februar, veröffentlichten Schreiben, um den sozialen und ökologischen Wiederaufbau zu erleichtern. Für die EZB-Chefin Christine Lagarde ist eine derartige Streichung undenkbar, weil dies ihrer Meinung nach ein
„Verstoß gegen die europäischen Verträge wäre, die die monetäre Finanzierung von Staaten verbieten“."
Da lache ich nur. Als wenn nicht schon viele „Gesetze“ / Vertraege von der EZB ausser Kraft gesetzt worden waeren…
Arte berichtet darüber? Dann ist es ja so gut wie umgesetzt.
Andererseits: was gerne übersehen wird, ist, daß die Weigerung, seine Schulden zu bezahlen, sich nicht unbedingt positiv auf die Bereitschaft von Geldgebern auswirkt, dem fraglichen Schuldner neues Geld zu leihen. Das letzte, was europäische Staaten derzeit brauchen, ist ein Verlust an Vertrauenswürdigkeit. Daher wird ein Schuldenschnitt - also quasi eine staatliche Insolvenz - nicht kommen.