Is das eigentlich normal? Ich denke ständig… Also ich meine, wenn ich nichts zu tun hab, oder jogge oder Autofahre, also irgendwas wo ich nicht über etwas ganz bestimmtes nachdenken muß - dann denke ich die ganze Zeit über irgendwelche Dinge nach, springe von A nach B zu F zu XY und so weiter, ich kann nicht aufhören an irgendwas zu denken…
Das führt im negative dazu, dass ich mir manchmal einfach zuviele Gedanken mache, mir Dinge bis in die möglichste negative Auswirkung ausmale. Ím positiven führt es dazu dass ich logischer Weise viele Dinge bis ins detail zuvor durchdacht hab und sie dann leichter durchführen kann, bzw. Probleme vorher erkannt hab und so umgehen kann…
Is das normal, is das bei euch auch so? Manchmal würd ich eben lieber abschalten und mir vor allem über Dinge die ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eh nicht ändern kann einfach keine Gedanken machen…
Ja, das ist normal. Der Intellekt kennt da nix und Seele und Gefühle hinken hinterher.
Is das normal, is das bei euch auch so?
Nicht immer und nicht ganz so.
Manchmal würd ich eben
lieber abschalten und mir vor allem über Dinge die ich bis zu
einem bestimmten Zeitpunkt eh nicht ändern kann einfach keine
Gedanken machen…
Ja, Abschalten-Können ist da ziemlich wichtig.
Hast Du’s schon mal mit Meditation, Atem-/Konzentrationsübung oder Autogenem Training probiert? Das sollte den „Mind“ mit der Zeit beruhigen und dadurch vor allem klarer machen.
Mal abgesehen von Wetter und Jahreszeit, kann auch ein Spaziergung in der Natur, vor allem im Wald, sehr angenehm den Geist zur Ruhe bringen.
nach Deiner Beschreibung bist Du ein Perfektionist. Der nicht ruhen kann, bis alles optimal ist. Stimmts ?
Ein Perfektionist ist (ich kenne das aus eigener Erfahrung) auch sehr anfällig für Ängste. Die Angst nämlich, dass irgendetwas schiefgeht im Leben, was der Perfektionist nicht unter Kontrolle hat. Da kann man sich richtig reinsteigern.
Wenn es soweit ist, dass Du nicht mehr zur Ruhe kommst, nicht mehr schlafen kannst, sich die Gedanken im Kreise drehen, dann gehe zu einem Neurologen. Der wird Dir helfen.
Gruss Hans-Jürgen
***
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
nach Deiner Beschreibung bist Du ein Perfektionist. Der nicht
ruhen kann, bis alles optimal ist. Stimmts ?
Ein Perfektionist ist (ich kenne das aus eigener Erfahrung)
auch sehr anfällig für Ängste. Die Angst nämlich, dass
irgendetwas schiefgeht im Leben, was der Perfektionist nicht
unter Kontrolle hat. Da kann man sich richtig reinsteigern.
Wenn es soweit ist, dass Du nicht mehr zur Ruhe kommst, nicht
mehr schlafen kannst, sich die Gedanken im Kreise drehen, dann
gehe zu einem Neurologen. Der wird Dir helfen.
Gruss Hans-Jürgen
***
Hallo Hans-Jürgen!
Mir geht es eigentlich genauso wie Dirk, allerdings würde ich mich nicht unbedingt als Perfektionist sehen. Vor allem wenn mir langweilig ist bzw. vor dem Einschlafen liege ich stundenlang wach im Bett und denke über Gott und die Welt nach. Über politische Situationen in bestimmten Ländern, Bücher, Freunde, über mein Leben, über meine Zukunft, über meine Vergangenheit… so gut wie alles.
Ich bin auf der einen Seite ein Perfektionist (bei der Musik oder wenn es um die Genauigkeit der Erledigung meiner Aufgaben geht, bzw. auch nur teilweise - was ich nicht will möchte ich nicht machen und mache ich dadurch auch nur schlampig), auf der anderen Seite bin ich ein Chaot, der aber auch darin noch irgendwie den Perfektionismus sucht (ich habe zum Beispiel einen Stapel am Boden stehen, der über 60 cm hoch ist und ich weiß ganz genau wo was ist - wenn jemand da „aufräumt“ und das ordnet bin ich quasi aufgeschmissen).
Jedoch ist es, wie schon eingangs angedeutet, bei mir auch so dass ich nicht zur Ruhe komme und um 2.00 einschlafe obwohl ich mich schon um 23.00 ins Bett gelegt habe. Ängste verspüre ich aber auch nicht wirklich… komisch, komisch.
leider ist es bei mir das Gleiche. Ich sage leider, weil ich das manchmal als äußerst belastend empfinde. das war bei mir aber auch scho immer so, schon als Kind habe ich mir ständig über jeden und alles Gedanken gemacht. Diese Unfähigkeit, Dinge zu nehmen, wie sie sind, sie unentwegt interpretieren zu wollen, wobei es manchmal nichts zu interpretieren gibt, ständig den Sinn zu suchen, warum ein Mensch das tut oder sagt, der andere jenes. Ich denke, das kommt dir bekannt vor. Eine Lösung??? Habe ich auch nicht, aber ich werde diesen Artikelbaum mit großem Interesse weiterverfolgen.
Is das eigentlich normal? Ich denke ständig… Also ich meine,
wenn ich nichts zu tun hab, oder jogge oder Autofahre, also
irgendwas wo ich nicht über etwas ganz bestimmtes nachdenken
muß - dann denke ich die ganze Zeit über irgendwelche Dinge
nach, springe von A nach B zu F zu XY und so weiter, ich kann
nicht aufhören an irgendwas zu denken…
Das führt im negative dazu, dass ich mir manchmal einfach
zuviele Gedanken mache, mir Dinge bis in die möglichste
negative Auswirkung ausmale. Ím positiven führt es dazu dass
ich logischer Weise viele Dinge bis ins detail zuvor
durchdacht hab und sie dann leichter durchführen kann, bzw.
Probleme vorher erkannt hab und so umgehen kann…
Is das normal, is das bei euch auch so? Manchmal würd ich eben
lieber abschalten und mir vor allem über Dinge die ich bis zu
einem bestimmten Zeitpunkt eh nicht ändern kann einfach keine
Gedanken machen…
Hi „normal“ scheint das wohl nicht zu sein.
Geht mir aber ähnlich, das mit dem „denken“ nicht aufhören können. Schlimm fuer mich.
Ich sage immer: Wer nicht denkt, braucht auch nicht zu grübeln.
Eine Zeit lang hat es mich auch gestört, dass ich so viel nachdenke, doch ich bin froh, mir Gedanken zu machen, das macht eben meine stärkere Polarität des Emotionalen in mir aus. Die Gedanken müssen eben nur irgendwann mal zu einer Lösung, zu einem Ende kommen. D.h. nach und nach werden Dinge abgearbeitet und in eine Schublade gelegt, sozusagen. Wenn ich nicht so viel denken würde, wären mir so viele Dinge in meinem Leben nicht begegnet und ich hätte meinen Horizont nicht erweitert.
Natürlich ist es nicht gut, wenn man sich an Dingen gedankenmäßig festbeißt, aber dass man ständig im Hirn in Bewegung ist, finde ich ok. Schlimm ist es nur, wenn man nicht abschalten kann. Dann wird es brenzlich. Dann müssen Entspannungsübungen oder ein gutes Buch her, was einen von den fesselnden Gedanken distanziert. Hobbys sind auch recht hilfreich, finde ich. Vielleicht braucht das Gehirn Bewegung wie der Körper auch. Wäre doch eine nette Erklärung, oder?
Ständig in Gedanken (Horizonterweiternd) und mit besten Grüßen
Fabi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
kenne einen mir zutreffend erscheinenden „Spruch“ (leider nicht die Herkunft):
„Alles, was zu viel bedacht wird, wird bedenklich“.
In diesem Sinne,
Anja
Finde ich gut, was/wie Du es schreibst, besonders:
Natürlich ist es nicht gut, wenn man sich an Dingen
gedankenmäßig festbeißt, aber dass man ständig im Hirn in
Bewegung ist, finde ich ok. Schlimm ist es nur, wenn man nicht
abschalten kann. Dann wird es brenzlich. Dann müssen
Entspannungsübungen oder ein gutes Buch her, was einen von den
fesselnden Gedanken distanziert. Hobbys sind auch recht
hilfreich, finde ich.
Ablenkung durch Ausrichtung auf eine andere Betätigung (die die Aufmerksamkeit erfordert).
Vielleicht braucht das Gehirn Bewegung
wie der Körper auch. Wäre doch eine nette Erklärung, oder?
Ja, genau. Und:
Alles ist in ständiger Bewegung.
Auch dann, wenn wir es nicht merken.
Bei zu vielen Gedanken hilft es auch, etwas körperliches zu machen.
So habe ich heute (z.B.) ein paar Pflanzen umgetopft. Das hat alles sehr gut getan, sogar das Wühlen in der frischen Erde. *g*
Ständig in Gedanken (Horizonterweiternd) und mit besten Grüßen
Fabi
wer ist für deine gedanken zuständig? woher kommen deine gedanken? sie kommen VON
DIR - von niemandem sonst! wenn sie also von dir kommen, du für sie
verantwortlich bist, dann kannst du auch bestimmen, was du denkst. diese einsicht
ist ganz wichtig: du bist für deine gedanken verantwortlich (weil du sie denkst).
deshalb kannst du auch bestimmen, was du denkst. das geht sehr gut!
es gibt eine technik: gedankenstopp. bei immer wieder kreisenden gedanken oder
einer unendlich laufenden gedankenkette kannst du die anwenden. wenn du merkst,
dass deine gedanken anfangen ins unendliche zu laufen, stell dir innerlich ein
bild von einem stopp-schild vor, vielleicht mit viel lautem gehupe. oder: einen
typ in militäruniform auf dem exerzierplatz, der dich anschreit: „stopp!“.
ich persönlich mache das wie folgt: ich binde bücher in meiner freizeit. und wenn
mich ein gedanke allzu sehr quält, gehe ich schritt für schritt im kopf das
binden eines buches durch - mit allen handgriffen. sobald ich im kopf zu ende
gebunden habe, ist die gedankenkette durchbrochen. und wenn du sowas öfters
machst, kannst du die ketten sehr schnell mit wenig aufwand durchbrechen. das
braucht halt viel übung…
vielleicht kann hier einer noch ein bisschen mehr dazu schreiben, denn ich habe
das nur als „laien-technik“ für mich selbst ausgedacht. aber den gedankenstopp
gibt es im therapeutischen kontext wirklich.
und wenn mich ein gedanke allzu sehr quält, gehe ich schritt für schritt im kopf das
binden eines buches durch - mit allen handgriffen. sobald ich
im kopf zu ende
gebunden habe, ist die gedankenkette durchbrochen.
vielleicht kann hier einer noch ein bisschen mehr dazu
schreiben, denn ich habe
das nur als „laien-technik“ für mich selbst ausgedacht.
Das finde ich hochinteessant. Ich hatte das Problem quälenden Kopfkinos in Hoch-Stress-Zeiten meines Brot-Jobs, wo ich nachts aufwachte und Stunden nicht mehr einschlafen konnte, weil ich ständig gedanklich durchgegangen bin, was ich im Büro getan hatte, was ich noch nicht getan hatte, was ich tun müsste etc. etc. Da habe ich genau die von Dir beschriebene Technik entwickelt, nur, dass ich gedanklich keine Bücher gebunden habe, sondern mir vorstellte, ich würde für’s nächste Wochenende Gäste zum Essen einladen. Dann habe ich mehrere Gänge „geplant“, einen Einkaufszettel geschrieben, überlegt, wen ich denn einladen könnte etc. Das hat sehr oft geklappt (nicht immer )
LG,
Anja
Nur zur Ergänzung, wenn ich gedanklich festhänge und ich es negativ empfinde, habe ich ein Gefühl für diesen Gedankenkreislauf, eben dieses Gefühl das mich stört. Ich habe festgestellt das ich den Gedankenkreislau und das Gefühl auflösen kann, indem ich mich darauf konzentriere (das Gefühl, nicht die sich wiederholenden Gedanken). Dies führt dazu das es sich sozusagen wirklich ‚in Luft auflöst‘. Es gibt allerdings auch Phasen in denen mir der nötige emotionale Überblick fehlt, dies ist aber zum Glück eher die Ausnahme.
Ablenkung durch Ausrichtung auf eine andere Betätigung (die
die Aufmerksamkeit erfordert).
…
Bei zu vielen Gedanken hilft es auch, etwas körperliches zu
machen.
So habe ich heute (z.B.) ein paar Pflanzen umgetopft. Das hat
alles sehr gut getan, sogar das Wühlen in der frischen Erde.
Auch auf die Gefahr hin als Perversling dazustehen: (auto)erotische Aktivitäten können auch schnell zu einem/er Emotionssprung/Gedankenauflösung in die gewünschter Richtung führen…
Ach ja und nochmal generell, ‚nicht denken‘ könnte man eigentlich auch mit ‚tot sein‘ gleichsetzen, alles zwischen den beiden Polen würde ich als Leben bezeichnen, wobei ich den Pol ‚immer denken‘ inkludieren würde.
Ach ja und nochmal generell, ‚nicht denken‘ könnte man
eigentlich auch mit ‚tot sein‘ gleichsetzen, alles zwischen
den beiden Polen würde ich als Leben bezeichnen, wobei ich den
Pol ‚immer denken‘ inkludieren würde.
…sehe ich nicht so. Auch „ohne Gedanken“, „ohne Denken“ kannst Du leben. Es ist nur so, dass der Geist und der Körper eigentlich niemals Ruhe brauchen, nur die Seele muss hin und wieder mal schlafen - und „macht den Körper schlafen“. Aber das Thema führte hier zu weit.
Da gibt es eigentlich nicht viel dazu zu sagen, ausser…
ich binde bücher in meiner freizeit.
und wenn mich ein gedanke allzu sehr quält, gehe ich
schritt für schritt im kopf das binden eines buches
durch - mit allen handgriffen. sobald ich im kopf zu
ende gebunden habe, ist die gedankenkette durchbrochen.
Das ist wie ein Gebet, ein Mantra.
Danke für den wünschenwerten „Nebeneffekt“ zum Verstehen.
Ich finde Gefühle bestehen aus vielen Gedanken aber das widerspricht sich ja auch nicht. Gefühle sind Gedanken. Die Trennung Psyche und Ratio ist schliesslich auch nicht allen Kulturen eigen…
Grüße
Stefan