Ständig Flüssigkeit aus dem Ohr

Hallo!
Nein, es kommt wohl kaum vom Duschen…
immer wieder fühlt es sich an, als würde Wasser aus meinen Ohren laufen, und die sind dann auch nass. Was kann das sein? Es ist auch 2 Tage nach dem letzten Duschen; oder auch nachdem die Ohren mehrere Stunden trocken waren kommt es plötzlich wieder… Hab mal was von abfließender Gehirnflüssigkeit gehört, was ich aber nicht so reht glauben kann… weiß einer was das sein könnte?

Merci, Andi

Hallo!

Hast du das oft oder ist es ein öfters auftretendes Problem?

Falls das jetzt das erste Mal ist - ich hatte auch mal sowas und das passierte so:

Ich hatte eine Nasenspülung gemacht und danach gleich kräftig die Nase geputzt. Am nächsten Tag lief mir auch ständig was aus dem Ohr. Das war dann, weil ich mir sozusagen Wasser da rein gedrückt hatte (hat mir der Arzt so erklärt).

Was auch sein kann: Vielleicht ist dein Trommelfell gerissen?! Das muss nicht unbedingt immer so sauweh tun… Eine Freundin von mir hat regelmäßig Probleme mit ihren Ohren und als ihr Trommelfell gerissen ist, lief auch Flüssigkeit raus. Sie hat nix gespürt dabei.

Mal den Arzt nachschauen lassen…

Gute Besserung
Kathrina

Hey Andi,

ich hab das auch, bei mir ist es sehr flüssiger Ohrenschmalz, der ausläuft. Du kannst es überprüfen an der Farbe (mit Tempo abwischen, gelb bis bräunlich) und/oder am Geschmack (bitter).

Gruß von Suse

Hallo, das kann eine Chronische Mittelohrentzündung sein oder auch eine Infektion des äusseren Ohres (sprich im Gehörgang).
Wenn es noch nicht allzulange so ost, dann ab zum Ohrenarzt, damit er dagegen noch was tun kann. Ansonsten trotzdem ab zum Ohrenarzt, damit er das ganze abklären kann und dich ggf. im Umgang mit diesen dann chronischen Zustand einweisen. kann.
Denn wenn es ein sogen. laufendes Ohr ist, dass nicht mit einer Mittelohrentzündung zu tun hat, sondern das ist, an was ich grad denke, dann wär das dennoch eine Höchstinfektiöse Sache, die du dein Leben mit dir rumtragen könntest und v.a. auch andere damit anstecken kannst, wenn du nicht aufpasst (zB. durch Kopfhörer-Stöpsel tauschen, Schwimmbad)
Damit ist dann echt nicht zu spassen.
Kann allerdings auch eine akute Sache sein (wieder Mittelohr-Entzündung), oder etwas völlig anderes (Pilzinfektion).
Alles Aber Dinge, die durch abwarten nicht besser werden.
Gruß Susanne

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ähem
Suse?

und/oder am Geschmack (bitter).

?!???

wurgs
Ray

Hm… also nicht böse sein, aber bevor ich es probiere, würd ich lieber zum Ohrenarzt gehen… was bei einem so empfindlichen Organ übrigens immer angebracht ist.

Wenn du was mit den Augen hast, geht man ja auch eher zum Arzt, als selbst rumzudoktorn.

LG
Lilly

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Nun mal keine falsche Scheu. Ein gesünderes Körperbewußtsein würde uns allen gut tun! Was ist an den eigenen Körpersäften auszusetzen?

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Daran, dass es sich hierbei ausnahmsweise mal um Eiter handeln könnte und der ist höchst infektiös, damit verschleppst du die Infektion vom Ohr in den Mund bis Speiseröhre, wenn du glück hast wird sie dann vom Magensaft abgetötet, aber wenn du pech hast, gehts weiter durch den Darm.
Gegen einen Schluck Eigen-Urin, der verlässt ziemlich steril den Körper, aber auch dass nur sofern man gesund ist. Dasselbe güldet für Blut. Dann gibts ja noch Kot, und da möchte ich mir das nicht vorstellen…Popel essen ist einfach unanständig, für sowas gibts Taschentücher…usw.

Krankhafte Substanzen, insbesondere solche dort, wo sie nicht hingehören, können immer mit Keimen belastet sein. Ein bisschen Wissen über den Körper kann also auch nicht schaden, damit man nicht erst alles probieren muss…
Gruß Susanne

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Hallo Susanne,

naja ganz so abwegig scheint das nicht zu sein, den Geruch/Geschmack eigener Körpersäfte zu überprüfen:
/t/am-finger-riechen/3724038

Wurde nicht damals auch von Ärzten um den Urin zu überprüfen eine Geruchs- und Geschmacksprobe durchgeführt? Hat der Diabetes Mellitus nicht sogar von dieser Prüftechnik her seinen Namen?

Ich denke früher hat es durchaus Sinn gemacht und wurde bestimmt so auch mangels diagnostischer Möglichkeiten praktiziert, Veränderungen durch Geruchs-/Geschmacksproben festzustellen -wenn machbar- dazu muß man halt auch wissen, wie etwas üblicherweise schmeckt/riecht.

Bei Tränenflüssigkeit hätte wahrscheinlich keiner etwas gegen eine Geschmacksprobe einzusetzen, obwohl man auch am Auge bakterielle Infektionen haben könnte
Das könnte man jetzt noch mit anderen Körperflüssigkeiten durchspielen…
Früher fanden es ja auch Frauen schick, wenn Mann gemüffelt hat wie eine ganze Herde Moschusochsen…

Die Fragen, die mich jetzt viel mehr interessieren, was wird akzeptiert und was wird als generell ekelig empfunden und vor allem warum ist das so? Ekel an sich ist ja häufig anerzogen, so auch dieser?
Spielen Geschmack und Geruchssinn heute eine andere Rolle? Wenn ja, warum ist das so?

LG
Maja

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Hallo Susanne,

naja ganz so abwegig scheint das nicht zu sein, den
Geruch/Geschmack eigener Körpersäfte zu überprüfen:
/t/am-finger-riechen/3724038

Wurde nicht damals auch von Ärzten um den Urin zu überprüfen
eine Geruchs- und Geschmacksprobe durchgeführt? Hat der
Diabetes Mellitus nicht sogar von dieser Prüftechnik her
seinen Namen?

Wie gesagt, Urin ist ziemlich steril, und ja das hat man früher auch so getestet, bevor es Urinteststreifen gab, also durchaus noch so vor 50 Jahren, Den namen hat Diabetes schon weitaus länger als man auch die Urinschau durchführte, also den urin nach Farbe,Ablagerungen etc anschaute und dabei auch Geruch und Geschmack beurteilte.

Hier geht es aber um Eiter, den riecht man allenfalls, meist reicht jedoch die Optik. Riechen ist ein durchaus legitimes noch heute vorgenommenes diagnostisches Mittel. Man riecht beim Diabetes auch den Honigduft und man riecht bei Diabetikern auch einen Azetonmundgeruch, bei anderen Krankheiten gibt es ähnliche Duftspuren.
Aber Geschmacksprüfungen sind, abgesehen von der Chemie, wo es noch ein paar tollkühne Geschmackstester gibt, zumindest in der Medizin obsolet.
Denn du darfst nicht vergessen, damals gab es auch noch keine Bakterien

Ich denke früher hat es durchaus Sinn gemacht und wurde
bestimmt so auch mangels diagnostischer Möglichkeiten
praktiziert, Veränderungen durch Geruchs-/Geschmacksproben
festzustellen -wenn machbar- dazu muß man halt auch wissen,
wie etwas üblicherweise schmeckt/riecht.

Drum hat man es damals auch gemacht, aber eigentlich nur beim Urin, und der ist und war schon immer ziemlich unbedenklich (und eine total trübe Brühe hat man auch nicht unbedingt per Geschmack getestet, da reichte meist schon die Optik, GEschmacksprüfungen waren immer letztes Mittel.)

Bei Tränenflüssigkeit hätte wahrscheinlich keiner etwas gegen
eine Geschmacksprobe einzusetzen, obwohl man auch am Auge
bakterielle Infektionen haben könnte

Hat man aber nicht gemacht, ausser die eigenen tränen laufen einem in den Mund, also allenfalls per Zufall.

Das könnte man jetzt noch mit anderen Körperflüssigkeiten
durchspielen…
Früher fanden es ja auch Frauen schick, wenn Mann gemüffelt
hat wie eine ganze Herde Moschusochsen…

Ob sie es wirklich schick fanden, mag ich bezweifeln, allerdings sind im Schweiß die Pheromone, die eben sexy machen sollen, drum kann etwas „abgestandener“ Mann schon interessant wirken, allerdings auf der eher körperlichen Ebene, wer viel stinkt ist potent. Wer nach Rosen duftet ist verweichlicht, oder so.
Ausserdem gab es jene Zeit ind er zB. Napoleon seiner Holden schrieb „Wasch dich nicht in nur einer Woche bin ich bei dir“ was allerdings eher mit der Mode der Zeit zu tun hatte und damit das Wasser als schädlich für die Haut und gesundheitsgefährdend angesehen wurde (nach der Zeit, in der man sich durch Sexorgien oder auch nur einfach nur geteilten Badewannen in der Badestube so allerlei wegholte, Pest, Lepra, später auch Syphillis…)
Den Gestank mochte man aber auch da nicht, sondern hat ihn ausgiebig mit Parfüm übertüncht.

Die Fragen, die mich jetzt viel mehr interessieren, was wird
akzeptiert und was wird als generell ekelig empfunden und vor
allem warum ist das so? Ekel an sich ist ja häufig anerzogen,
so auch dieser?

Nun, wenn du auf einem Bauerhof mit traditioneller Viehwirtschaft (also nicht diesen automatischen Durchwurfanlagen) großgeworden bist, wirst du zu Gülle ein anderes Verhältnis haben als ein Großstadtkind, dass oft nichtmal rechtzeitig vom Klo runter ist, bevor Mami die Sch*** schon durch Tastendruck entsorgt hat.
Wenn du in einem indischen Slum großwirst, wirst du auch nichts dagegen haben, wenn du mit getrocknetem Dung einer heiligen Kuh heizt, während es in einem westeuropäischen Mehrfamilienhaus evtl sozialverträglichere Methoden gibt.
In der Jung-Steinzeit und selbst noch im Mittelalter (dazwischen bin ich nicht so firm in Hausformen) haben die durchaus auch mist in die Lehmmischungen eingearbeitet, ob das moderne Öko-Lehmbaumeister heute auch noch machen, weiß ich ehrlich gesagt nicht, stinken tuts jedenfalls nicht, also ginge es.
Auch medizinisch wurden Exkremente genutzt, wobei es sich auch hier wieder um Rezepte für arme Bevölkerungsschichten handelt, ein König oder edler Kaufmann wird nichts von der Deckapotheke des Herrn Paullini (Ende 17.-18.Jh)http://www.volkskunde-rheinland-pfalz.de/dreckapothe… und seiner Vorgänger gehabt haben (Schon Galen empfahl solche Rezepte bei armen Patienten, für reiche gab es eben anderes, was denselben Zweck auf angenehmere Weise erfüllte).

Spielen Geschmack und Geruchssinn heute eine andere Rolle?
Wenn ja, warum ist das so?

Wie schon gesagt, die spielen immer eine andere Rolle, je nachdem in welcher Gesellschaft man sich bewegt. Gestank ist ein dehnbarer Begriff.
Genauso wie man sich einer Gelegenheit entsprechend kleiden sollte, sollte man auch seine Erwartungen an Geschmack und Geruch anpassen. Wenn ich auf den Bauernhof gehe und dort vom Chef begrüßt werde, erwarte ich nicht, dass er ganz frisch riecht, er darf sogar ziemlich stinken und vor Dreck triefen. Wenn ich in eine Bank gehe, hätte ich dann doch gerne einen Angestellten mit „gepflegtem Äusseren“ vor mir, der darf zwar schwitzen(Sommer 30°im Schatten…), sollte aber nicht allzusehr müffeln, statt Schweiß wenigstens nach nem angenehme unaufdringlichen Aftershave/Deo.
In einer Parfümerieabteilung dagegen muss ich es mir gefallen lassen extrem zugedieselte Damen als Verkäuferinnen zu bekommen, aber auch da gibt es solche und solche. Jene die schon sich selbst mit nem halben Liter übergossen haben und solche die nur schon den ganzen Tag irgendwelche Wasserchen auf Papierstreifen versprüht haben und sich selbst nicht davor retten konnten. Es gibt Parfümerien, da fall ich schon vor der Tür in ohnmacht und solche, wo man es doch für eine halbe Stunde auch drinnen aushält, ohne die Luft anhalten zu müssen.

Doch das was aus dem eigenen Körper als Abfallprodukt kommt, ist eigentlich immer eher Abfall, es sei denn man kann es irgendwie verwerten (Dicht-/Heizmasse oder eben Diagnostik, wobei moderne methoden das ganze ziemlich hygienisch machen oder notfalls auch zur Nahrung-zB. Verschütteten- und Medikation, was aber bestimmte Medizinsysteme vorraussetzt, die heutigen schulmedizinischen Standards nicht mehr entsprechen)

Gruß Susanne

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Hallo Susanne,

ich finde, du siehst das viel zu eng. Eine kleine Probe eigener Köpersäfte zur Selbstdiagnose ist eine ganz natürliche Sache und bringt einen nicht um, im Gegenteil!

Außerdem: Was der eine als ekelig empfindet, ist für den nächsten ganz normal…

Gruß Suse

hast du ganz gelesen? war lang ich weiß…
Hallo

ich finde, du siehst das viel zu eng. Eine kleine Probe
eigener Köpersäfte zur Selbstdiagnose ist eine ganz natürliche
Sache und bringt einen nicht um, im Gegenteil!

Außerdem: Was der eine als ekelig empfindet, ist für den
nächsten ganz normal…

Was hab ich denn anderes geschrieben, ich habe nur deutlich gemacht, dass man wirklich nur den Urin als Diagnostikum auch probiert hat, und dass Kot/Urin als traditionelle Heilmittel eben auf Ärmere Schichten begrenzt waren und nicht so verbreitet, wie von Urintherapeuten gern behautet.(und ein Blick in meine Vika hat dir sicher schon verraten, dass ich davon was versteh)

Und meine Beispiele für individuelles Mass an Ekel, das eben der Situation und den Gebräuchen in unterschiedlichen Zeiten und bei unterschiedlichen Bereichen auch des heutigen Lebens angepasst wird, reichen doch wohl auch. Das geschieht ganz automatisch…

Wenn der Bauer vom Misten aus dem Stall kommt begrüß ich ihn trotzdem mit Handschlag, denn das lässt sich abwaschen, ich komm allerdings auch schon nicht mit Stöckelschuhen. Wenn mir in einem anderen Bereich (ok, in einer Bank wird er wohl keine Chance haben) jemand mit einem angeschieterten Kittel begegnet, empfinde ich das als eklig, da ich dann vermuten darf, dass derjenige von Hygiene nichts versteht und zum sichtbaren auch noch eine Menge unsichtbarem „Dreck“ (sprich Bazillenschleuder) hinzukommt.
Ein vielleicht passenderer Vergleich, wenn einem Kleinkind die Naseläuft und es genüsslich den herunterlaufenden Saft mit der Zunge auffängt, weils halt beim Spielen stört, dann halte ich es für normal (bzw. Sache der Eltern, darauf zu achten, dass vielleicht ab und an mal die Laufrinne trockengelegt wird). Wenn es ein Erwachsener macht, ist es eklig, der sollte inzwischen im Umgang mit Taschentüchern und Bazillen geschult sein, wenn nicht ist es eben unhygienisch und damit letztendlich eklig. Dem tät ich nicht die Hand geben.

So eng gesehen kommt mir das gar nicht vor, wer will soll halt Eiter fressen, aber ich muss ihm nicht dabei zusehen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich dabei auch an richtig großflächige oder tiefe Vereiterungen denken muss, die ich schon gesehen hab im Leben, sowas zu säubern ist eben echt kein Vergnügen und dabei reichte es mir schon, wenn da mal etwas vom Tupfer rutschte. Ins Gesicht katapultiert ist sowas dann echt unangenehm, in den Mund hätte ich die stinkende Jauche nicht noch nehmen wollen (wie gesagt, ist bei Eiter eigentlich auch unnötig, denn was man riechen kann, muss man nicht mehr probieren)
Gruß Susanne

Hallo Andreas!

Einen Ohrenarztbesuch wäre da wohl angebracht.
Hast Du einmal Mittelohrentzündung gehabt?
Führe doch mal Druckausgleich durch. (Mund und Nase zu halten und mit der Nase pusten. Motfalls noch Nasentrf. nehmen gegen Abschwellung, da ja Nase und Ohr zus. hängen.

Liebe Grüße
Rosa

Nein, es kommt wohl kaum vom Duschen…
immer wieder fühlt es sich an, als würde Wasser aus meinen
Ohren laufen, und die sind dann auch nass. Was kann das sein?
Es ist auch 2 Tage nach dem letzten Duschen; oder auch nachdem
die Ohren mehrere Stunden trocken waren kommt es plötzlich
wieder… Hab mal was von abfließender Gehirnflüssigkeit
gehört, was ich aber nicht so reht glauben kann… weiß einer
was das sein könnte?

Merci, Andi

Hallo Susanne,

vielen Dank für Deine interessanten Ausführungen, besonders auch für den Link! (ich lese schon die ganze Zeit daran)

Das ist ein überaus fesselndes Berufsgebiet das Du Dir da ausgesucht hast, da danke ich Dir, dass Du mich an einer Ecke davon teilhaben lässt :smile:

Gruß
Maja

PS. Vermutlich hätte ich den Ohrenschmodder auch allenfalls einer Geruchsprobe unterzogen, aber gänzlich ausschliessen oder vergällen wollte ich derlei Praktiken halt nicht von vornherein, deshalb habe ich nachgebohrt.