Ständig Kopfschmerzen

Hi,

Ich habe seit etwa 5 jahren regelmäßig, fast täglich Kopfschmerzen.Vor4 Jahren wurde ich wg einer Chronischen Sinusitis operiert und für etwa 1-2 Jahren hatte ich meine Ruhe.Doch danach fingen die Schmerzen wieder an. Ich war wieder beim Arzt, der hat aber diesesmal nichts gefunden.Jedesmal wenn ich mich bücke, Treppen steige, Es zu heiß draußen ist verspüre ich ein hämmern auf meinem Schädel.Auch zwischendurch beim gehen, habe ich das gefühl, in meinem Kopf wäre etwas locker, es hört sich an, als ob es knackt. ja, ich weiß das hört sich blöd an, aber es ist extrem unangenehm.
Hat jmd sowas auch schon mal gehabt oder eine Ahnung woher das kommen kann?

So etwas ähnliches hatte ich auch.

Ich habe so einiges über mich ergehen lassen: CT, Psychologen, Augenarzt etc.
Niemand wusste so recht woher die Kopfschmerzen kommen könnten und dachten, dass ich evtl. „vortäusche“ sprich „Scheinschmerzen“ habe.

In meiner Familie ist es so, dass meine Großmutter häufig „Migräneanfälle“ hatte bis sie sich bei einem chinesischen Arzt hat akupunktieren lassen. Danach hatte sie nur noch selten bis gar keine Migräneanfälle mehr. Da dachte ich mir, „ein Versuch ist es mal Wert“.

Auch ich habe einen solchen chinesichen Arzt besucht und mich akupunktieren lassen, und „oh Wunder“ nicht mehr diese regelmäßigen Kopfschmerzen aus heiterem Himmel bekommen.

Ich kann dir nur so etwas empfehlen, aber vorher solltest du mal in die „Röhre“ und mal gucken ob es nicht an etwas anderem liegt (eingeklemmter Nerv oder so).

Hoffe das hilft dir :smile:

Grüße
Anguus

Ich kann dir nur so etwas empfehlen, aber vorher solltest du
mal in die „Röhre“ und mal gucken ob es nicht an etwas anderem
liegt (eingeklemmter Nerv oder so).

Hoffe das hilft dir :smile:

Grüße
Anguus

Guten Tag,

um mal ein bisschen Ordnung in die Sache zu bringen:

„Kopfschmerzen“ kann man in 3 Gruppen einteilen (insgesamt gibt es 251 Einzeldiagnosen (IHS, 2004)):

92% aller Kopfschmerzursachen sind eigenständige Krankheitsbilder. Hier ist die Anamnese entscheidend. Bildgebende Verfahren (die o.g. „Röhrenuntersuchung“ u.a.), Labor etc. helfen nicht weiter und sind reine Zeitverschwendung.
Ihr Arzt sollte Sie nach dem Charakter der Schmerzen befragen, wonach sich 3 Haupttypen des Kopfschmerzes kristallisieren, denen unterschiedliche Behandlungskonzepte zugrunde liegen: Migräne-Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz.

Kopfschmerzen: einseitig, beidseitig, lokalisiert? Stechend, ziehend, drückend? Frequenz? Dauer? Zeitabhängigkeit?

7% aller Kopfschmerzen sind „sekundäre“ Kopfschmerzen, d.h. sie sind Symptom einer zugrundeliegenden Krankheit (z.B. raumfordernde intrakraniale Prozeße). Hier sind Bildgebende Verfahren indiziert.

1% aller Kopfschmerzen haben eine kraniale Ursache, z.B. Trigeminusneuralgie, HSV-Infektion, Frakturen etc…

Herzliche Grüße
sunconure

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Hallo,

um mal ein bisschen Ordnung in die Sache zu bringen:

„Kopfschmerzen“ kann man in 3 Gruppen einteilen (insgesamt
gibt es 251 Einzeldiagnosen (IHS, 2004)):

92% aller Kopfschmerzursachen sind eigenständige
Krankheitsbilder. Hier ist die Anamnese entscheidend.
Bildgebende Verfahren (die o.g. „Röhrenuntersuchung“ u.a.),
Labor etc. helfen nicht weiter und sind reine
Zeitverschwendung.
Ihr Arzt sollte Sie nach dem Charakter der Schmerzen befragen,
wonach sich 3 Haupttypen des Kopfschmerzes kristallisieren,
denen unterschiedliche Behandlungskonzepte zugrunde liegen:
Migräne-Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz und
Cluster-Kopfschmerz.

Ok. Und dann? Was weiter? Mal ganz im Ernst, kennst Du persönlich auch nur einen einzigen Menschen, dem danach bei Kopfschmerzen von der Schulmedizin mit etwas anderem als Schmerzmitteln oder im Falle von Migräne auch noch mit vorbeugenden Mitteln, wie der Einnahme von Mitteln gegen Epilepsie, Antidepressiva oder Blutdrucksenkenden Mitteln „geholfen“ wurde?

Warum also nicht einmal etwas anderes ausprobieren, da U.a. in aller Regel nicht nur die Symptome unterdrückt, sondern die Ursache beseitigt, bzw. die Entstehungsvoraussetzungen für eine Krankheit beeinflußt?

Beste Grüße

Avera

Warum also nicht einmal etwas anderes ausprobieren, da U.a. in
aller Regel nicht nur die Symptome unterdrückt, sondern die
Ursache beseitigt, bzw. die Entstehungsvoraussetzungen für
eine Krankheit beeinflußt?

Beste Grüße

Avera

Ursachen können auf unterschiedliche Weise beseitigt werden, sofern man eine adäquate Diagnose hat. Ich denke nicht, dass es entsprechende medikamentöse Therapieregimes und sogar Therapieleitfäden geben würde, nur um die Medikamente auf die Patienten zu „loszuballern“ :wink:, um sich nach langem Leidensweg schlussendlich alternativmedizinischen Verfahren zuzuwenden.
Aber um Ihre Frage zu beantworten: ich kann Ihnen natürlich keine Referenzen nennen, aber natürlich kenne ich genau solche Patienten. Sie sollten aber nicht denken, dass ich ein „Tablettenjunkie“ bin. Jede Therapie verdient den Rang, die nach ebm den größten Vorteil für den Patienten bringt.

Herzliche Grüße
sunconure

hallo,

meine Kopfschmerzen sind ständig an der gleicher Stelle, nämlich direkt auf dem Schädel, es sind teilweise stechende und hämmernde schmerzen, die während der Kopfschmerzenzeit nur einige Sekunden auftreten, wo ich dann sa Gefühl habe, ich kipp gleich um.Zwischen diesen „Attacken“ wandert der Schmerz immer wieder auf die rechte Seite und zurück.Tabletten helfen nicht, daher verzichte ich darauf und versuche viel zu trinken und es zu ignorieren.Wenn ich einmal Kopfschmerzen bekomme, hält es den ganzen Tag an. Das macht einen wahnsinnig, denn man kann sich auf nichts richtig konzentrieren und hat zu nix mehr lust.Ich wurde oft geröngt, brachte aber keine ergebnisse.Ct wurde auch gemacht vor einiger Zeit, Befund war unauffällig.Gibt es irgendeine möglichkeit, ohne Tabletten die Schmerzen zu lindern?

Vielen dank im voraus für eure Hilfe!

Guten Abend,
was ist mit chronischen Spannungszuständen der Muskulatur am Kopf-Hals-Bereich? Stichwort Physiotherapie.

Herzliche Grüße
sunconure

hallo sunconure,

spannungen oder ähnliches eher weniger.Nur stechende, hämmernde schmerzen direkt auf dem Schädel.Nichts weiter-keine Übelkeit, kein Schwindel oder auch kein Augenzucken.Ich weiß nicht mehr weiter.Es ist zum wahnsinnig werden!
Hoffe, dass mir hier ein paar hilfreiche Tipps gegeben werden…

Danke+liebe Grüße

Hallo Goldblüte,

über Tinitus hast Du ja sicher schon mit Deinem Arzt gesprochen.

Auch wenn mir das, was Du beschreibst eigentlich zu wenig ist, möchte ich doch Dich aufmerksam machen, dass Du vielleicht andere Symptome hast und diese gar nicht mit Deinen Kopfschmerzen in Verbindung bringst.

Du schreibst zwar, dass Du außer Deinen Kopfschmerzen nichts Auffälliges hast, aber dennoch zähle ich mal ein paar Dinge (von ca. 130 denkbaren Symptomen) auf, die ich mir so denken könnte: Nachtschweiß, gestörtes Temperaturempfinden (frieren obwohl es warm ist oder umgekehrt), Lichtempfindlichkeit (Blendung bei nächtlichen Autofahrten), Geräuschempfindlichkeit (mal wird die Lautstärke als zu laut, dann als zu leise empfunden, obwohl sie immer ganz normal ist), Ungeschicklichkeiten (z.B. Kaffeetassse umwerfen), Vergesslichkeit (Schnürsenkel zu binden, Schlüssel liegen lassen etc.), wechselnde kurzzeitige Schmerzen z.B. in den Gelenken oder Rücken, Hautauffälligkeiten (Brennen Handflächen oder Fußsohlen, pergamentartig dünn etc.), Durchschlafstörungen, Übermäßige Müdigkeit und schneller Erschöpfungszustand etc. etc. etc. Halt alles, was Deine gesunden Mitmenschen nicht haben.

Je häufiger Du sagen musst: „Ja, das habe ich auch“, desto mehr könnte es sich lohnen, wenn Du nochmal antwortest. Dagegen wenn Du immer sagen kannst „Nö, das habe ich mit Sicherheit nicht und noch nie gehabt in den letzten Jahren“, dann vergiss meinen Beitrag.

Schnelle Besserung wünscht

Alexander

spannungen oder ähnliches eher weniger.Nur stechende,
hämmernde schmerzen direkt auf dem Schädel.Nichts weiter-keine
Übelkeit, kein Schwindel oder auch kein Augenzucken.Ich weiß
nicht mehr weiter.Es ist zum wahnsinnig werden!
Hoffe, dass mir hier ein paar hilfreiche Tipps gegeben
werden…

Hallo,

nun, ich musste mehr als ein mal „ja, das habe ich auch“ antworten.
Jetzt bin ich mal gespannt, was du dazu sagst…!

Hallo Goldblüte,

ich habe hier im wer-weiss-was schon häufiger über die Krankheitsgruppe „Borreliose“ geschrieben. Es ist eine sehr variable Krankheit, die sich bei jedem Betroffenen ein wenig anders äußert. Insgesamt wären ca. 130 Symptome möglich, die aber nie ein Mensch alle hat. Andererseits sind nur ein oder zwei Symptome in aller Regel zu wenig um diese sehr schwer nachweisbare Krankheit in Erwägung zu ziehen.

Was ist Borreliose?

Es handelt sich um eine zumeist bakterielle Erkrankung oder besser Krankheitsgruppe mit ca. 10 unterschiedlichen Einzelerkrankungen, deren Erreger in aller Regel durch einen Zeckenstich übertragen werden. Gegen die Borreliose und ihre Co-Erreger-Erkrankungen kann man nicht impfen und die Bluttests sind sehr unzuverlässig. Im Frühstadium (unmittelbar nach dem Zeckenstich) kann man gut mit Antibiotika behandeln und sofern dieses ausreichend lange und in ausreichender Dosierung gegeben wird in aller Regel Spätfolgen vermeiden und die Entzündung komplett ausheilen (Betonung: in aller Regel!). Liegt aber der Stich erst mal 4 Wochen oder gar länger zurück, so ist jede Therapie äußerst zäh und langwierig. Je länger die Erkrankung schon vorhanden ist, um so schlechter werden die Heilungsaussichten. Die Symptome kommen oft schleichend, so langsam, dass selbst der Betroffene sie am Anfang kaum registriert - geschweige denn damit zum Arzt geht. Unbehandelt führt die Borreliose und deren Co-Erreger-Erkrankungen häufig zur Berufsunfähigkeit.

Die Symptome, die ich aufgezählt hatte, sind typische Symptome, aber wie gesagt bei weitem nicht alle denkbaren.

Wenn Du glaubst, diese Krankheitsgruppe könnte auf Dich zutreffen, - ich betone ausdrücklich, dass ich nicht sage, dass Du diese Krankheit hast! - dann kannst Du Dir hier im Archiv von wer-weiss-was die verschiedenen Beiträge von mir und anderen zu diesem Thema durchlesen. Weitergehende Informationen erhältst Du im Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes. Dort sitzen die wahren Experten. Dort sind nicht nur Betroffene sondern auch Ärzte anzutreffen. Dort wird regelmäßig Fachliteratur zum Thema verlinkt, neueste Artikel entweder in Englisch oder mit einer gewissen Zeitverzögerung oft auch in Deutsch zur Verfügung gestellt etc.

Leider muss ich noch auf eine Sache hinweisen: Deutschlandweit gibt es leider nur etwa ein Dutzend Ärzte, die sich mit dieser Krankheitsgruppe wirklich auskennen. Somit kannst Du Dich nicht auf die Mediziner verlassen, sondern musst Dir selbst das notwendige Wissen aneignen (z.B. über das Borreliose-Forum).

Weitere Infos gibt es wie gesagt hier:

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Ich wünsche Dir sehr, dass Du nicht an dieser heimtückischen Krankheit leiden mögest.

Einen schönen Sonntag wünscht

Alexander

Hallo,

nun, ich musste mehr als ein mal „ja, das habe ich auch“
antworten.
Jetzt bin ich mal gespannt, was du dazu sagst…!