Mein Enkelkind (6 Jahre ) bekommt ständig Antibiotika
vom Kinderarzt . Mal ist es wegen dem Ohr, dann wegen Scharlach (bereits zum 3. Mal), dann wegen eines infektiösen Hautausschlags, dieses Mal wegen einer Schürfwunde am Arm, verursacht durch einen Sturz beim Schulsport, die Wunde infizierte sich, es kam Fieber hinzu.
Mein Enkelkind(6Jahre) bekommt vom Kinderarzt ständig Antibiotika, mal wegen Scharlach, dann wegen den Ohren, dann nochmal wegen eines Ausschlags, der infektiös war, jetzt wegen einer Schürfwunde, die sich infizierte. Ist das wirklich nötig, wird das Kind nicht resistent gegen das Antibiotikum?
Hallo, das klingt alles nach Streptokokkeninfektionen. Da diese Infektionen als Folgeerkrankungen einen Autoimmunprozess auslösen können, wie Entzündung und Schäden am Herzen, Schäden an den Nieren bis zum Nierenversagen, rheumatisches Fieber mit Zerstörung von Gelenken, toxisches Kreislaufversagen und weiteres, wird man nicht warten bis es zu spät ist in der Hoffnung das der Körper es alleine schafft. Manchmal treten diese Folgeerkrankungen erst 10-15 Jahre später auf und die Heilungschancen sind schlecht.
Ich bin nicht der Freund von Antibiotika, aber es gibt Erkrankungen wie diese, da kommt man nicht ohne aus.
Die Frage die sich stellt ist: Warum ist das Immunsystem des Kindes so schwach, daß es offensichtlich innerhalb kurzer Zeit wieder erkrankt.
Was wird getan, daß sich die Darmflora nach den Antibiotikagaben wieder erholt.
MFG
Kerstin
Hallo,
man wird nicht resistent gegen Antibiotika; höchstens die Keime, aber das ist eher ein gesellschaftliches Problem.
Wenn ihr eine Blutvergiftung (gern auch mal tödlich im Verlauf) und sonstige durch die bakteriellen Keime hervorgerufene Spätkomplikationen riskieren wollt: Okay, ansonsten führt der Weg sonst häufig nicht an Antibiotika vorbei.
Du sagst nicht, über welchen Zeitraum verteilt das Kind erkrankt. Kinder werden nun mal krank, das ist klar, aber wenn es - wie du behauptest - „ständig“ passiert, sollte man mal überlegen, was mit dem Immunsystem des Kleinen nicht stimmt.
Grüße
Liete
Hallo Niete, Danke für Deine Antwort!
Die Gabe mit Antibiotikum wurde in kurzen Abständen verabreicht, entsprechend den Diagnosen, die gestellt wurden.
Das Kind wächst sozusagen im Dreck auf, die Wäsche wird nicht regelmäßig gewechselt, das Waschen(Duschen, Baden), findet auch nur "Ab u. zu " statt. Zu Essen gibt es Viel Süßes usw.
Soviel zum Thema Immunsystem.
Ich habe meine Einstellung zum Antibiotikum geändert u. bin froh, daß er es bekommen hat.
Gruß
Henry Xaver
Ich bin eine Liete, aber doch keine N iete! 
Hm… dann hat sich mein Anfangsverdacht („Sagrotan-Kind“, die in möglichst steriler Umgebung aufwachsen und so kein gut funktionierendes Immunsystem aufbauen können) in Luft aufgelöst.
Falls noch mal etwas ist, würde ich den Arzt einfach darauf ansprechen, ob er meint, dass das noch im Rahmen sei.
Denn auch wenn Antibiotika nützlich sind, sind sie dennoch mit Vorsicht zu genießen, da sie auch in den Normalflorabereich des gesunden Organismus’ eingreifen. Heißt: Wenn sie nötig sind, sollte man sie auch wie vorgeschrieben einnehmen, aber noch besser ist es, es erst gar nicht zur antibiotikapflichtigen Erkrankung kommen zu lassen. Am Leichtesten ist das durch Impfungen zu erreichen, dort, wo sie möglich sind.
Hallo Kerstin, das Kind hatte eine Schürfwunde am Arm, die sich infizierte,es kam Fieber hinzu, der Arzt wurde erst heute aufgesucht, das Fieber war bereits am Samstag. Von der Darmflora wurde bis jetzt noch nie gesprochen, wäre bestimmt wichtig, ich selber weiß, wovon ich rede.
Mit frdl. Grüßen
Henry Xaver
Hallo Liete, bitte entschuldige, daß ich Dich mit Niete angesprochen habe, ich bin ganz neu hier u. noch etwas ungeschickt.
Der Bruder meines Enkels ( es sind Zwillinge ) bekam heuteauch Fieber, er hat allerdings keine Wunde…
Gruß
Henry Xaver
Hi,
du hast da bestimmt was missverstanden. Du meinst doch nicht wirklich, dass es ok ist, ein Kind nicht richtig zu pflegen? Seltenes Waschen, seltener Wäschewechsel… das ist NICHT gesund. Genauso wie zu viel Sauberkeit macht auch zu viel Schmutz krank. Ich lese das zB so, dass eine Schürfwunde zu Fieber geführt hat. Da ist zu viel Schmutz unterwegs und vermutlich nicht geimpft worden - lebensgefährlich. Ich habe im UP von nichts gehört, bei dem man keine Antibiotika braucht.
die Franzi
Hallo,
und du hast mich missverstanden. Dass ein Kind nicht im hinterletzten Schmuddel aufwachsen sollte, habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt.
Es macht die goldene Mitte: Wenn man „klinisch rein“ aufwächst, hat man ein massiv erhöhtes Risiko, Allergien zu entwickeln und beim kleinsten Keim, der um die Ecke kommt, zu erkranken.
Wenn man im Matsch lebt, einmal pro Monat duscht, Wunden nicht vernünftig behandelt oder behandeln lässt, der Schimmel überall an den Wänden wuchert etc., hat man ständig eine hohe Anzahl (auch pathogener) Keime um sich herum. Das ist natürlich auch überhaupt nicht gut. Da stimme ich dir zu 100% zu.
Dass sich so eine Schürfwunde derart entzündet in Kombination mit den vielen sonstigen Erkrankungen hat mir allerdings auch sehr zu denken gegeben…
Grüße
Hallo,
ich fürchte, ich hab mich etwas umständlich ausgedrückt…
Natürlich halte ich es für falsch u. gefährlich, wenn das kind in so einer Umgebung aufwächst,ich für meinen Teil tue was ich kann, denn ich liebe mein Enkelkind über alles u. es ist furchtbar das mit ansehen zu müssen. die Mutter hatte auch schon ein Jahr lang eine Betreuerin vom Jugendamt, da war es tewas besser, aber nur da!
Das Kind befindet sich nach der Schule in einer Tagesstätte, da war der Vorfall mit der Schürfwunde, meiner Ansicht nach wurde auch da nicht richtig behandelt.
Grüße
Henry Xaver
Wechselt den Arzt oder macht ihm verständlich, dass Sie nicht für jede Kleinigkeit Antibiotika verschieben bekommen wollen.
Bei Entzündungen der Mandeln oder des Mittelohrs sind Antibiotika schon angebracht, aber nciht bei jeder Kleinigkeit.
Durch den enormen Antibiotikagebrauch können sich vermehrt Allergien und andere möglichen Folgeerscheinungen manifestieren.
Danke für die hilfreiche Antwort!
Mit frdl. Gruß
Henry Xaver
Mein Enkelkind (6 Jahre ) bekommt ständig Antibiotika
vom Kinderarzt. Mal ist es wegen dem Ohr, dann wegen
Scharlach (bereits zum 3. Mal), dann wegen eines infektiösen
Hautausschlags, dieses Mal wegen einer Schürfwunde am Arm,
verursacht durch einen Sturz beim Schulsport, die Wunde
infizierte sich, es kam Fieber hinzu.
Wenn Antibiotika nötig sind, dann sind sie unbedingt zu verschreiben und restlos einzunehmen (bei der Einnahme auftretende Unverträglichkeit natürlich mal ausgenommen, da setzt man ab und begibt sich schnell wieder zum Arzt).
Wenn sie nicht nötig sind, dann soll man gefälligst die Finger davon lassen.
Bei deiner Aufzählung sehe ich aber nichts, wo ich auf den ersten Blick sagen würde: Nene, da gibt man doch kein Antibiotikum.
Etwas merkwürdig finde ich die Häufung der Infektionen beim Kind.
In welchem Zeitraum fand das alles denn statt?
Die Zeiträume sind relativ kurz, kaum ist das eine weg, kommt schon das andere.