Hallo,
ist das möglich? Was ist, wenn im Heimtierpass nur „Mix“ steht? Darf sie dann nach Deutschland eingeflogen werden?
Viele Grüße und danke,
Nina
Hallo,
ist das möglich? Was ist, wenn im Heimtierpass nur „Mix“ steht? Darf sie dann nach Deutschland eingeflogen werden?
Viele Grüße und danke,
Nina
Hallo Nina!
ist das möglich? Was ist, wenn im Heimtierpass nur „Mix“
steht? Darf sie dann nach Deutschland eingeflogen werden?
Weiß man sicher, dass sie eine Staff- oder Pitbullterrier-Mischlingshündin ist oder ist das mal wieder nur eine Vermutung? Könnte sie genauso gut ein Boxer-Irgendetwas-Mischling sein und man weiß es halt nicht? Wie nah ist ihr Phänotyp an dem eines Listenhundes?
Aber zur Frage: Ich weiß nicht, wie es mit den Regelungen für den „Import“ aussieht. Allerdings ist das nicht die einzige Frage, die du dir stellen solltest. Dein ViKa gibt nicht her, in welchem Bundesland du bist, aber z.B. hier in NRW muss jeder Hund über 40 cm SH oder 20 kg Gewicht haftpflichtversichert werden. (Ich persönliche finde das für jeden Hund, vollkommen unabhängig von der Größe sinnvoll, aber das ist ein anderes Thema.) Wenn due den Hund versicherst, will die Versicherung wissen, was für ein Mix sie denn ist. Schreibst du da „Staff-Mischling“ drauf, wird’s bei einigen (allen?) Versicherungen teurer als bei einer anderen Mischung.
Sollte es so sein, dass es sich bei der genannten Hündin um ein Tier handelt, dass du im Internet gefunden und in das du dich verliebt hast: Bitte denk noch einmal darüber nach, ob du einem (potentiellen) Listenhund wirklich einen Gefallen tust, wenn du ihn nach Deutschland bringst. Je nachdem, in welchem Bundesland du wohnst, wird er (und wirst du) sehr vielen Restriktionen unterliegen. Das Leben wird evtl. weniger hundelebenswert, teurer und
schwieriger.
Die Medienhysterie hat unsachliche und wissenschaftlich vollkommen unhaltbare Meinungen bzgl. der sog. „Kampfhunde“ so hochgeputscht, dass das Leben für den Halter eines solchen Hundes teilweise schon ziemlich Nerven kostet. Und dem Hund auch - denn auch unter anderen Hundehaltern gibt es einige, die ihren Hund schon zurückreißen, wenn sie einen Staff nur von weitem sehen. Wie artgerecht ein solcher Hund dann teilweise nach leben kann, ist von etwas Glück, Spucke und dem Einzelfall abhängig.
Ich denke nur, dass „Listenhunde“, die aus dem Ausland vermittelt werden, wahrscheinlich ein besseres Umfeld in einem anderen Land als Deutschland finden können.
Schönen Grüße
Christiane
Hallo Christiane,
Weiß man sicher, dass sie eine Staff- oder
Pitbullterrier-Mischlingshündin ist oder ist das mal wieder
nur eine Vermutung? Könnte sie genauso gut ein
Boxer-Irgendetwas-Mischling sein und man weiß es halt nicht?
Wie nah ist ihr Phänotyp an dem eines Listenhundes?
Gute Frage, ich kenn mich da nicht so mit aus. Sieht aber schon staffmäßig aus, so wie ich das beurteilen kann.
Sollte es so sein, dass es sich bei der genannten Hündin um
ein Tier handelt, dass du im Internet gefunden und in das du
dich verliebt hast: Bitte denk noch einmal darüber nach, ob du
einem (potentiellen) Listenhund wirklich einen Gefallen tust,
wenn du ihn nach Deutschland bringst. Je nachdem, in welchem
Bundesland du wohnst, wird er (und wirst du) sehr vielen
Restriktionen unterliegen. Das Leben wird evtl. weniger
hundelebenswert, teurer und
schwieriger.
Wer sagt, dass ICH einen (potentiellen) Listenhund aus Spanien haben möchte? Ganz sicher nicht. Ich habe das grundsätztlich gefragt. Deinen Gedankenanstoß dazu finde ich gut und werde das mal weitergeben.
Liebe Grüße,
Nina
Hallo,
die Gesetzeslage ist ja eindeutig, dazu muss ich wohl nichts mehr sagen. Ob ein Tier nun ein sogenannter Kampfhund oder eine Mischung mit diesen Rassen ist, kann man nur eindeutig sagen, wenn die Elterntiere (und ggfs. auch deren Elterntiere) bekannt sind, oder evtl durch einen Gentest. Ich habe hier in unserem Revier z.B. einen Wurf Mischlinge einer roten irischen Setterhündin, da sieht kein einziger Nachkomme auch nur entfernt so aus wie die Mutter.
Nun zur Praxis: je nachdem, an welchem Flughafen man landet, wird sehr streng oder auch mal überhaupt nichts kontrolliert. Es gibt in Deutschland Veterinäramtsmitarbeiter, die sehr streng gegen die Einfuhr von Tierschutzhunden aus dem Ausland vorgehen, weil sie grundsätzlich dagegen sind.
Je nachdem wie eindeutig die Rasse ist bekommt man dann Probleme oder auch nicht. Wenn man es dann dank „wohlwollender“ Rassebezeichnung in den Papieren und/oder mangelnder Kontrolle geschafft hat, stehen weitere Probleme an, wie vom Vorposter schon beschrieben.
Ich war schon einmal in der Situation (ungewollt allerdings, der Hund für den ich Flugpate war sah auf dem Foto wirklich nicht wie der Bullterriermix aus, der er vermutlich war), und ich habe das Tier problemlos einführen können. Der Ärger begann dann bei den neuen Besitzern, für die ich das Tier mitgebracht hatte. Die waren natürlich völlig unvorbereitet und vermuteten, man hätte ihnen einen Kampfhund untergeschoben - dabei waren die Tierschützer in Spanien einfach nur völlig naiv.
Allgemein möchte ich noch hinzufügen, dass ich persönlich auch gegen die Einfuhr von SoKas aus dem Ausland bin. Während man bei anderen Rassen noch so argumentieren kann, dass dabei deutschen Tierheiminsassen nichts entgeht, denn es gibt eben in deutschen Tierheimen teilweise kaum kleinere Hunde (sondern fast nur Schäferhunde oder SoKas), so kann ich es nicht gutheißen, noch mehr SoKas nach Deutschland zu holen. Wenn ausländische Tierschutzorgas (oder deutsche, im Ausland tätige) einem SoKa helfen wollen, können andere Wege genutzt werden, z.B. Vermittlung im eigenen Land oder in ein europäisches Nachbarland ohne Kampfhundeimportverbot.
Gruß,
Myriam