Stahlwürfel pulverisieren

Liebe/-r Experte/-in,
bitte haltet mich wegen dieser Frage nicht für verrückt, aber ich soll einen Science-Fiction Roman technisch lektorieren und benötige folgende Antwort:
Der Roman spielt zwar in der Zukunft, jedoch beginnt er in der heutigen Zeit, wo ein:

* solider Stahlwürfel mit 27x27x27 Meter,
* welcher frei stehend,
* auf einem Felsen verankert,
* in 10 Sekunden
* Pulverisiert
wird.

Mit welche Kraft, bez. mit welchen Mitteln könnte dies bewerkstelligt werden?
Oder,… ist dies überhaupt möglich?

Vielen Dank für Eure Bemühungen.

Krass. haelt der felsen diesen wuerfel aus? Wozu/wogegen ist der verankert? Was genau heisst pulverisiert? Soll das mit realen heutigen mitteln geschehen? Wie sind die begleiterscheinungen? Oder machen das aliens/zeitreisende mit einem molecular bonding forces disruptor?

Und schliesslich: wie heisst das buch?

Viele gruesse
peter

Hallo,

Keine Ahnung. Vielleicht ein Kometeneinschlag,dann sind aber noch ein paar andere Dinge pulverisiert.

Hth

Hallo Heldi,

wenn mit „pulverisieren“ das mechanische Zerkleinern des Würfels in Eisen-/Stahlpulver gemeint ist, so sehe ich absolut keine Möglichkeit, wie dies bewerkstelligt werden sollte bei einer Gesamtmasse von ca. 155 500 t (27x27x27m³ x 7,9 t/m³). Dies entpricht etwa dem Gewicht eines Luxusliners wie der Queen Mary II (151.400 t).

Man könnte sich jedoch zunächst mal rein abstrakt vorstellen, dass der Würfel unter Energiezufuhr verflüssigt wird.

Die dafür benötigte Energie beträgt ca. 105.000 GJ (1 GJ= 1.000.000 kJ), wird diese Energiemenge innerhalb von 10 sek aufgebracht, entspricht dies einer thermischen Leistung von 10.500 GW. Zum Vergleich: ein Kernkraftwerk neuerer Bauart hat eine thermische Leistung von knapp 4 GW, oder anders ausgedrückt man benötigt dafür die thermische Leistung, wie sie von 2625 Kernkraftwerken erzeugt wird. M. E. liegt das weit jenseits aller derzeit vorstellbaren Möglichkeiten.

Ich hoffe das Dir das vielleicht weiter hilft.

Grüßle
Albrecht

Wenn mit „pulverisieren“ gemeint ist, dass ein Pulver, also ein feinkörniger Feststoff entsteht, dann sicher nicht, denn bei dem Versuch, so viel Stahl in nur 10 Sekunden zu zerstören, wird auf jeden Fall sehr viel Wärmeenergie frei. Mein Vater, der Physiker ist, hat folgendes hinzuzufügen:
Ich weiß es nicht. Es könnte sein, dass es derzeit eine Kernsprengladung gibt, die so einen Stahlwürfel zerstören könnte, ich zweifele aber. Eine Kernsprengladung würde den Würfel auch nicht „pulverisieren“, sondern verdampfen. Einen Hochleistungslaser, der das Werk in 10 Sekunden vollbringen könnte, gibt es nicht.

Hallo Albrecht!
Vielen Danke für Deine Bemühungen!!!

Hallo Eeiauo,
danke für Eure Bemühungen!!!

Liebe Experten!
Der Autor hat mir erlaubt, einige zusätzliche Details hinzuzufügen.
Der Stahlwürfel wird nicht Pulverisiert, sonder
ER SOLL
Pulverisiert werden.
Dazu wäre es erlaubt, ihn zu Verformen.
D.h., ihn z.B. zu Zerschneiden oder Umzuschmelzen usw. Das gesamte Raumvolumen muss jedoch in Verbindung und erhalten bleiben und die 10 Sekunden müssen auch eingehalten werden.

Vielen Dank für Eure Bemühungen.

Liebe Experten!
Der Autor hat mir erlaubt, einige zusätzliche Details hinzuzufügen.
Der Stahlwürfel wird nicht Pulverisiert, sonder
ER SOLL
Pulverisiert werden.
Dazu wäre es erlaubt, ihn zu Verformen.
D.h., ihn z.B. zu Zerschneiden oder Umzuschmelzen usw. Das gesamte Raumvolumen muss jedoch in Verbindung und erhalten bleiben und die 10 Sekunden müssen auch eingehalten werden.

Vielen Dank für Eure Bemühungen…

Lieber Albrecht!
Der Autor hat mir erlaubt, einige zusätzliche Details hinzuzufügen.
Der Stahlwürfel wird nicht Pulverisiert, sonder
ER SOLL
Pulverisiert werden.
Dazu wäre es erlaubt, ihn zu Verformen.
D.h., ihn z.B. zu Zerschneiden oder Umzuschmelzen usw. Das gesamte Raumvolumen muss jedoch in Verbindung und erhalten bleiben und die 10 Sekunden müssen auch eingehalten werden.

Vielen Dank für Eure Bemühungen.

Liebe Experten!
Der Autor hat mir erlaubt, einige zusätzliche Details hinzuzufügen.
Der Stahlwürfel wird nicht Pulverisiert, sonder
ER SOLL
Pulverisiert werden.
Dazu wäre es erlaubt, ihn zu Verformen.
D.h., ihn z.B. zu Zerschneiden oder Umzuschmelzen usw. Das gesamte Raumvolumen muss jedoch in Verbindung und erhalten bleiben und die 10 Sekunden müssen auch eingehalten werden.

Vielen Dank für Eure Bemühungen…

Hallo Peter,
danke für deine Antwort!
Habe Deine Antwort in meinen gmail account bekommen und nicht bemerkt, dass es ein no reply Mail war. Also dürftest Du meine Antwort nicht bekommen haben.
Habe unten noch einen Zusatz hinzugefügt. Aber zu deinen Fragen:
Ja, der Felsen ist riesig und hält den Würfel locker welcher mit unzähligen Stahlträgern im Fels verankert ist.
Pulverisieren: Nach 10 Sekunden soll nur eine „Staubwolke“ übrig bleiben.
Heutige Mittel: Ja, der Roman beginnt in der „Heute“ Zeit mit heutigen Mittel.
Alien/Zeitreis: Nein, keine Aliens oder Zeitreisende mit einem MDFD! :wink:) , nur Menschen.
Name: „Wake up“, nur… das Buch ist noch nicht verlegt. Wenn der Anfang schon nicht möglich sein sollte, … vielleicht wird es auch nie … :wink:
Danke für Deine Bemühungen!
Viele Grüße
Markus

also ich bin ja werder materialforscher noch experimentalphysiker, aber ich weurde mal behaupten, dass es mit heutigen mitteln nicht moeglich ist, stahl zu pulverisieren, zumindest in kurzer zeit.

welche funktion hat denn dieser punkt in der handlungsentwicklung? vielleicht kann man ihn entweder durch etwas „normaleres“ ersetzen oder etwas in die zukunft verlegen…

Hallo;

aufgrund der Ausmasse, der Oberfläche und dem Material würde eine enorme Kraft nötig sein, der ich nur der Ausbreitung eines Gases (oder einer Flüssigkeit) im inneren des Würfels zutrauen würde. Welche Substanz das ist und wie viel davon, sowie auch, ob es überhaupt klappt… da bin ich leider überfragt.

mfG

Hallo pgr,
vielen Danke für Deine Antwort!
Das sehe ich leider auch so… :frowning: ,
jedoch ist die Handlung darauf aufgebaut und in die Zukunft verlegen geht nicht, denn die Haupthandlung spielt „dort“.
Man könnte jedoch, vielleicht, die 10 Sekunden auf ca. geschätzte 30… verlängern.

wie „die haupthandlung spielt dort“? die zukunft ist doch gross. pulverisiere den wuerfel in 50 jahren und lass die haupthandlung in 200 jahren stattfinden. wie genau interagiert denn der punkt mit dem wuerfel mit der restlichen handlung?
das mit dem pulverisieren geht sehr sicher nicht, nichtmal mit einem winzigen wuerfel. dazu muss man nanotechnik haben oder bindungskraefte manipulieren koennen. wobei die nanotechnik nicht sooo fern von der aktuellen realitaet ist. vielleicht hat ja der, der den wuerfel zerstoeren soll, da in seinem geheimen labor einen revolutionaeren durchbruch gehabt…

Hallo,
ich soll dem Autor seinen Roman nur technisch lektorieren und nicht neu schreiben. Der Würfel wird in der Gegenwart pulverisiert, die Haupthandlung, spielt jedoch in der Zukunft, das meinte ich mit „dort“.

Na wenn er realistisch sein will, muss er sich eben etwas anpassen.
Nochmal dazu, ob der felsen das aushaelt, ich weiss nicht, ob das genuegend gewuerdigt wurde. 1 kubikmeter stahl wiegt ca 8 tonnen. schon das auflegen eines solchen wuerfels geht nicht an jedem gestein spurlos vorueber. Deiner wiegt das 20000 fache, dazu muss der felsen nicht nur 27 mal so gross sein, sondern vor allem 27 mal so hart. wer weiss, ob wir da nicht schon bei diamant sind.

Ich will nicht sagen, dass es nicht geht, da bin ich nicht geologe genug, aber es ist zu bedenken. masse waechst kubisch mit dem durchmesser, auflageflaeche quadratisch, und druck als deren quotient linear.

Gruss, peter

hallo,

mit pulverisiert ist wohl gemeint in einzelteile, bei welchen keines größer als ?mm ist … oder 20µm?

im grunde haben wir die mechanische variante des zerreibens … nit mal ansatzweise eine idee, wie das zu bewerkstelligen sei.

oder den ganzen würfel verdampfen. hier kann man die sublimierungsenergie berechnen. diese dann in relation mit der zeit ergibt unsere benötigte energie und die bekommt man am besten von …

gute frage, würde in der richtung auf kernfusion tippen. kern spaltung wird nit das nötige zustande bringen …

viel glück,
abakus

Der Roman spielt zwar in der Zukunft, jedoch beginnt er in der
heutigen Zeit, wo ein:

* solider Stahlwürfel mit 27x27x27 Meter,
* welcher frei stehend,
* auf einem Felsen verankert,
* in 10 Sekunden
* Pulverisiert
wird.

Mit welche Kraft, bez. mit welchen Mitteln könnte dies
bewerkstelligt werden?
Oder,… ist dies überhaupt möglich?

Ich bin kein Bombenexperte, daher kann ich nur schaetzen, aber mit einer hinreichend gross dimensionierten Bombe ist das sicher moeglich (ok, vielleicht nicht wirklich „pulverisiert“, aber zusammengeschmolzen/zerrissen). Allerdings bezweifle ich stark, dass irgendeine (Atom-)bombe, die derzeit existiert, allein die notwendige Sprengkraft haette. 27m ist deutlich dicker, als Waende in einem Bunker…

Viele Gruesse,
Volker