Standesamt: Angaben zu Trauzeugen(Beruf)

Hi an alle!

Meine Frage bezieht sich auf eine Standesamtliche Trauung.
Wenn man Trauzeugen dabei haben möchte (ich weiss, es ist kein Muss mehr) muss man eine Formular mit den wichtigsten Daten ausfüllen.

Angaben zu Name, Nachname, Adresse, Staatsangehörigkeit und Geburtsdatum kann ich nachvollziehen,
allerdings sehe ich (als Laie) überhaupt keinen Grund dafür, wieso man die Berufe der Trauzeugen angeben muss.
Wir haben sie nicht angegeben, und wurden telefonisch (nicht gerade freundlich, deswegen ärgere ich mich auch) nochmal danach gefragt.

Oder leide ich an Verfolgungswahn?

Gibt es für diese Angabe einen einleuchtenden Grund?

Gruß
K.

Hallo karioka,

sehr gute Frage. Ich musste das Ding vor einer Woche ausfüllen und habe mich das selbe gefragt.

Vielleicht stammt das noch von früher, wo der Beruf eine weit größere Bedeutung hatte. Ich habe keine Ahnung.

Gruß

Phoebe

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Hallo Karioka,

ich stimme Dir voll und ganz zu.
Ich habe auch Probleme damit, die Datensammelei zu unterstützen und gebe nur die Informationen von mir raus, die für die Sache wirklich gebraucht werden - und das ist bei Trauzeugen nun ganz bestimmt nicht der Beruf. Das ist reine Privatsache.

Es ist allerdings auch Tatsache, daß Dinge erst dann geändert werden, wenn sich eine Notwendigkeit ergibt. Daher finde ich es gut (auch wenn es Energie kostet) *mittelalterliche* Formulare zu hinterfragen und die Angabe von überflüssigen Daten zu verweigern.

Viele Grüße
Gordie

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Meine Erfahrung
Hi Karioka,

ich war letztes Jahr Trauzeugin und wußte eigentlich nicht, dass das Brautpaar diese Imformationen geben musste. Ich finde es grundsätzlich nicht schlimm. Bei der standesamtlichen Trauung wurden dann die Brautleute mit Namen und Beruf genannt, z.B. Herr Max Mustermann, Diplom Ingenieur.
Auch bei uns Trauzeugen wurde der Beruf genannt.

Ich kann dir Sinn und Zweck nicht erklären, sehe aber keine Datenschutzprobleme oder ähnliches. Der Beruf ist doch nicht geheim.

Gruß Martina

Nach welchem Beruf wird gefragt?
Hallo,

Ich kann dir Sinn und Zweck nicht erklären, sehe aber keine
Datenschutzprobleme oder ähnliches. Der Beruf ist doch nicht
geheim.

Das kommt drauf an…

Wird nach dem erlernten oder nach dem ausgeübten Beruf gefragt?

Oder was, wenn der Trauzeuge keine Beruf erlernt hat und momentan keinen Beruf ausübt (arbeitslos ist)? Vielleicht ist ihm das dann peinlich…

Grüße von
Tinchen

Hallo Tinchen,

Beruf = erlernter Beruf durch Studium, Ausbildung etc.

Job = Tätigkeit, die man momentan ausübt.

Das ist normaler Weise die richtige Definition, ob es das Standesamt genauso sieht, weiß ich nicht.

Gruß

Phoebe

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Danke!
Danke für die Antworten.
Unsere Trauzeugen heben „ordendliche“ Berufe, deswegen wird es zu keinen Peinlichkeiten kommen, trotzdem…
Man kann es halt nicht ändern.

Lächerlich finde ich nun auch noch, dass die Behörden bei unserem Trauzeugen nun den Beruf „Beamter“ akzeptiert haben.
LOL
Vielleicht hätte ich „freischaffender Künstler“ oder sowas angeben sollen. :wink:

Gruß
K.

ich stimme Dir voll und ganz zu.
Ich habe auch Probleme damit, die Datensammelei zu
unterstützen und gebe nur die Informationen von mir raus, die
für die Sache wirklich gebraucht werden - und das ist bei
Trauzeugen nun ganz bestimmt nicht der Beruf. Das ist reine
Privatsache.
Es ist allerdings auch Tatsache, daß Dinge erst dann geändert
werden, wenn sich eine Notwendigkeit ergibt. Daher finde ich
es gut (auch wenn es Energie kostet) *mittelalterliche*
Formulare zu hinterfragen und die Angabe von überflüssigen
Daten zu verweigern.

Das geht dabei weder um Datensammelei, noch um mittelalterliche Formulare, sondern ganz einfach um die Tatsache, dass das Personenstandsgesetz verlangt, dass bei der Teilnahme von Trauzeugen bei der Eheschließungshandlung, die dann ja auch mit im Heiratseintrag eingetragen werden, der Vor- und Familienname, die Anschrift, das Alter und eben der Beruf von ihnen einzutragen sind. Und wenn das Gesetz es so verlangt, dann muss der Standesbeamte die Daten halt auch erfassen. Das ist bestimmt kein böser Wille. Und wenn jemand keinen Beruf hat, wird eben ohne Beruf eingetragen. Wenn man das nicht möchte, denkt man sich einfach einen aus. Denn nachprüfen wird das der Standesbeamte nicht. Höchstens wenn man ein Diplom oder Doktortitel eingetragen haben möchte.
Der Heiratseintrag ist auch der einzige Ort, wo die Trauzeugen erfasst werden. Der Zettel, auf dem die Angaben einzureichen sind, geht nicht zu den Sammelakten, sondern wird vernichtet.
Aber ihr könnt euch beruhigen, die Angaben über Beruf und z.B. Wohnort der Eltern werden mit der Personenstandsnovelle 2007 nicht mehr erhoben. Im elektronischen Personenstandsbuch wird so etwas nicht mehr gebraucht. Dann hat auch Deutschland das personenstandsrechtliche Mittelalter überwunden. :smiley:
Gruß HeinzEric

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