Nachdem ich hier in einem älterem Posting gelesen habe, dass es gesetzlich möglich ist, eien standesamtl. Trauung auch außerhalb des Standesamtes an jedem gewünschtem Tag durchzuführen.
Leider muss ich mitteilen, dass es z.B. in Glonn (nähe München) Standesbeamte gibt, welche ganz stur an Ihre Amtszeiten und amtlichen Örtlichkeiten festhalten.
Wäre es in so einem starren Fall eine Möglichkeit, einen x-beliebigen Standesbeamten zu kontaktieren und Ihn zu bitten auf Gut Sonnenhausen die Trauung durchzuführen ?
Oder anders gefragt … ist man bei der gewählten Örtlichkeit auch an das dortig zuständige Standesamt gebunden ?
Der Standesbeamte aus Glonn hält laut Gesetzestext an seiner Aussge fest, dass es nur in Amtsräumen möglich ist.
Welches Gesetz ist das auf das er sich da bezieht ?
Wie funktionieren dann die ganzen „Event-Hochzeiten“ ?:
Ich kann dir nicht sagen, welches Gesetz das ist, ich weiß aber, dass hier (und das wird wohl regulär so sein) jeder Trau-Raum, der außerhalb des Standesamtes liegt, vorab auch so von der Stadtverwaltung, bzw. vom Standesamt offiziell als solcher ernannt wird.
Also: das Trauzimmer auf dem Schloß müsste dann ein offizielles Trauzimmer sein, so wie ich das kenne. (es muss als Außenstelle des Standesamtes „gewidmet“ sein)
Bei den Event-Hochzeiten ist es oft so, dass vor der Trauung irgendwo in einer Location, die halt nicht offizielles Trauzimmer ist, standesamtlich geheiratet wird, nur mit Trauzeugen.
Danach erfolgt die Trauung (statt in einer Kirche…) am Wunschort zum Beispiel mit einem freien Redner oder Theologen. Da gibt es viele, die sich darauf spezialisiert haben.
also wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ist eine standesamtl. Trauung auch in einem Gutshof möglich, wenn dieser vorher vom Standesamt als solcher anerkannt wurde.
Wäre zwar mal interessant zu wissen, welche besonderen Anforderungen da gestellt werden und warum dieser ganze Käse sein muss.
Das stinkt mal wieder verdächtig nach einer typisch deutschen Bürokratie die keiner braucht !!
Hab ich das richtig verstanden …
Bei Event-Hochzeiten wird das standesamtl. Ja-Wort auch z.B. auf dem Gutshof gesprochen.
Dann muss der Standesbeamte doch auch dort hin kommen.
Dass es dann im Anschluss noch einen Redner und alles mögliche am selben Ort gibt ist klar.
Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass Eventhochzeiten verarsche sind.
Es findet die vor dem Gesetzgeber gültige Trauung im Standesamt statt.
Und dann findet noch eine Trauung für de Presse/Öffentlichkeit/Familie statt (zB kirchliche Hochzeit oder Hochzeit auf einem Schloss) hier braucht man nur genug Geld um alle dazu zu bringen was sie tun sollen.
Diese ganzen „Event-Hochzeiten“ zeichnen sich dadurch aus, daß sie „Event“ sind, also Show und nix anderes.
Die Eheleute werden zuvor die standesamtliche Trauung im kleinen Kreis beim Standesamt vollzogen haben und zur Show wird dann ein „freier Theologe“ eingeladen, der sowas ähnliches wie eine Eheschliessungszeremonie abhält, die auch nur Show ist.
Priester trauen auch nur in Kirchen, warum sollten Standesbeamte nicht auch nur in Amtsräumen dies tun?
Eine Eheschliessung hat so weit reichende rechtliche und materielle Folgen, daß es meines Erachtens richtig ist, nicht in jedem Schweinestall eine Trauung durchzuführen.
Den zukünftigen Eheleuten sollte der Sinn und die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens auch durch den Ort der Trauung nahe gebracht werden.
Eine Eheschliessung ist kein „Event“, die Hochzeitsfeier schon.
Hallo,
ich denke, dass es dabei immer auf die Stadt ankommt.
Als wir letztes Jahr heiraten wollten, sollte es an einem ungewöhnlichen Ort stattfinden. Unsere Heimatstadt bot da nicht so viele Möglichkeiten - die Nachbarstadt schon.
So war es möglich, dass wir in einer historischen Strassenbahn durch die Gegend gefahren sind und an einem vorher abgesprochenem Treffpunkt kam dann der Standesbeamte hinzu. Es folgte die Trauung (ganz offiziell - an der Straßenbahn stand dann das Schild STANDESAMT), der Standesbeamte ist wieder gegangen und wir sind weitergefahren.
War echt klasse.
eine Eheschliessung hat so weit reichende rechtliche und
materielle Folgen, daß es meines Erachtens richtig ist, nicht
in jedem Schweinestall eine Trauung durchzuführen.
über die weitreichenden rechtlichen und materiellen Folgen klärt dich dann aber erst der Scheidungsanwalt auf und verlangt für diese Aufklärung ein vielfaches der Kosten für die standesamtliche Trauung.
Für derzeit 33 € bekomme ich einen guten Toaster und dazu Garantie, evtl. sogar ein Umtauschrecht, Bedienungsanleitung und Warnhinweise.