Standortwahl Immobilie

Hallo,

wir sind gerade dabei, uns nach einer geeigneten Immobilie umzuschauen. Nach einigem Suchen haben wir das für uns passende Objekt gefunden. Allerdings ist die Bus-/Bahnverbindung nicht gut, sodass wir ein zweites Auto benötigen würden. (Alles weitere wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten etc. sind da). Weiter ist das Haus je 15 km von unseren jeweiligen Elterhäusern entfernt. Unsere Eltern sind der Meinung, dass dies zu große Entfernungen sind, wenn denn einmal Kinder kommen. Zur Unterstützung ihrerseits wäre es ratsam, in die örtliche Nähe eines Elternpaares zu ziehen.

Welche Eltern können hier ihre Erfahrungen weitergeben? Wir werden wohl, auch wenn Kinder da sind, beide berufstätig sein. Ist es fast schon ein MUSS, in die Nähe der Eltern zu ziehen und verkehrsbedingt gut angebunden zu sein?

Danke für alle Rückmeldungen.

Kristina

Hallo,

Ist es fast schon ein MUSS, in die Nähe der Eltern zu ziehen
und verkehrsbedingt gut angebunden zu sein?

Ein Muss ist es nciht, nur ein „nice to have“.

  1. 15km sind - Auto vorausgesetzt - nicht viel.
  2. Versteht ihr euch mit beiden Elternpaaren so gut, dass ihr sie wirklich vor der Haustüre (bzw. dauernd im Haus) haben wollt.
  3. Ist es ein Haus fürs Leben? Dann auch überlegen, was geschieht, wenn die Kinder nicht mehr in die Grundschule gehen und anfangen, ein eigenes Leben zu leben.

Gruß
Elke

Es ist toll, wenn man Eltern hat, die sich ab und an mal ums Kind kümmern - auf der anderen Seite haben wir 50 km als Mindestabstand vorgesehen, damit sie nicht permanent auf der Matte stehen und auch gar nicht auf die Idee kommen man könnte permanent für irgend welchen Kram vorbei kommen und sei es jedes WE zum Mittagessen. In Summe wohnen die einen Eltern aktuel 350 km und 200 km weit weg - sehr angenehm. Das mit der Kinderversorgung managen wir anders - man kann auch alleine „groß“ sein und ich konnte noch nie die Familien verstehen, die es als selbstverständlich ansehen, dass die Kinder von den Eltern betreut werden. Selbst wenn die Eltern diese Aufgabe freiwillig übernehmen - es gibt in den meisten Fällen riesen Diskussionen um die Erziehung und in wie weit sich die Eltern in alles einmischen. …

Korrektur
Hi,

nur zur Klarstellung:

Ist es fast schon ein MUSS, in die Nähe der Eltern zu ziehen
und verkehrsbedingt gut angebunden zu sein?

Ein Muss ist es nciht, nur ein „nice to have“.

Das „nice to have“ bezog sich auf die verkehrsmäßig gute Anbindung. Eltern in der Nähe zu haben oder auch nicht kommt sehr auf die individuelle Konstellation an. Persönlich bin ich da sehr skeptisch. Zwar hätte ich meine Mutter gern näher gehabt, aber näher als 12000km ist noch nicht vor der Haustür.

Gruß
Elke

Ich denke es ist eine sehr individuelle Frage.
Für mich ist es wichtig verkehrsmäßig gut angebunden zu sein, weil ich weder Auto noch Führerschein habe.
Eltern und Schwiegereltern in der Nähe zu haben (näher als 30min. Wegstrecke) wäre zwar nett, ist aber für mich nicht zwingend. Beide Großväter und eine Oma wohnen sternförmig circa 15 bis 30 km von enfernt und nur die Oma hat ein Auto (Berlin ermöglicht auch das!)
Schwiemu könnte innerhalb von 15 min bei uns sein und ich schätze sie so ein, dass, wenn wir sie anrufen würden, weil wir Unterstützung bräuchten (Kind kommt im Dezember), würde sie antworten *Ich sitze schon im Auto*!

Aber:

ich würde nur Nähe und Unterstützung zulassen, wenn der Andere es auch möchte, und sich nicht gezwungen fühlt. Soll heißen, Oma hütet das Kind, weil sie glaubt, es würde sonst kein Anderer tun und nicht, weil sie es gerne möchte.

Aber wie gesagt, es ist sehr individuell. Im Bekanntenkreis gibt es ein Elternpaar wo die Großeltern einmal gar nicht in der BRD wohnen und die anderen 300 Km entfernt.
Dieses Elternpaar arrangiert sich halt mit der Situation.

Nicolle

Hi,

Hallo,
Welche Eltern können hier ihre Erfahrungen weitergeben? Wir
werden wohl, auch wenn Kinder da sind, beide berufstätig sein.
Ist es fast schon ein MUSS, in die Nähe der Eltern zu ziehen
und verkehrsbedingt gut angebunden zu sein?

Seid ihr euch sicher, dass ihr beide berufstätig bleiben könnt?
Was ist, wenn Kind dauerhaft krank und Pflege braucht? Oder
einer von euch gesundheitsbedingt aufhören muss, mit Arbeiten?

Danke für alle Rückmeldungen.

bitte

Kristina

D

Hallo,

auch Hallo,

die Entfernung zu Schwiegereltern in Autofahrstunden: eine bzw. über drei Stunden.

Das ist für alle so etwas von Schade, wenn ich könnte, würde ich das sofort ändern.

Gruss

Andreas

Hi,
eine gute Verkehrsanbindung finde ich sehr wichtig.
Sonst fährst du deine Kinder bis sie selber den Führerschein machen in der Gegend herum - Freunde, Sportverein usw…
Nicht jede Strecke kann gelaufen bzw mit dem Fahrrad gefahren werden.
Ausserdem würde es mir auf die Nerven gehen wenn ich für jedes Packerl Mehl mit dem Auto losfahren müsste.

viele Grüße
Susanne

Ergänzung

eine gute Verkehrsanbindung finde ich sehr wichtig.
Sonst fährst du deine Kinder bis sie selber den Führerschein
machen …

… und ein eigenes Fahrzeug haben …

in der Gegend herum - Freunde, Sportverein usw…

Hallo,

Welche Eltern können hier ihre Erfahrungen weitergeben? Wir
werden wohl, auch wenn Kinder da sind, beide berufstätig sein.
Ist es fast schon ein MUSS, in die Nähe der Eltern zu ziehen
und verkehrsbedingt gut angebunden zu sein?

Wenn man plant, berufstätig zu sein und Kinder zu haben, so stellt sich tatsächlich die Frage nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
Ob das unbedingt die Großeltern sein müssen, ist eine individuelle Entscheidung. Es kann auch eine Tagesmutter, eine Kinderkrippe/Kindergarten oder Kinderfrau sein.

Ich selbst habe meine Schwiegereltern z.B. zur im Notfall mal um Kinderbetreuung gebeten und meine Eltern wohnen 200 km entfernt.

Beatrix

Hallo,

Die Frage der Entfernung zu den Eltern würde ich nicht überbewerten. Es gibt genug Familien die ganz ohne Großeltern klar kommen und das klappt auch. Unsere letzte verbliebene Oma wohnt 55 Km weg, und dank guter Autobahnverbindung schafft man das im Falle des Falles auch mal in einer halben Stunde, darf aber natürlich nicht vergessen, dass der Weg doppelt gefahren werden muss, wenn man die Kinder selbst abliefert. Und nicht alle Großeltern haben noch ewig ein eigenes Auto. D.h. die eigene Lieferung könnte dann zum Regelfall werden.

Zu große Nähe fände ich auch eher problematisch, denn wie sagt man so schön: „Die Dosis macht das Gift“ und auch ein noch so gutes Verhältnis kann unter zu viel Nähe leiden.

Wichtig wäre mir bei freier Wahlmöglichkeit (die Frage stellte sich bei uns angesichts zu versorgender Schwiegermutter erst gar nicht) allerdings schon, dass die Anbindung des Wohnortes an die interessanten Dinge (Arbeitsplatz, weiterführende Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit, Eltern) anständig abgesichert wäre. Wir haben hier das Glück, innerhalb von fünf Minuten drei Autobahnen in alle Himmelsrichtungen erreichen zu können, S-Bahn Anschluss zum nächsten ICE-Bahnhof im Ort und ausreichende Busverbindungen sowie einen Flughafen fast hinter dem Haus zu haben (und trotzdem in nahezu perfekter Ruhe zu wohnen). Auch Kindergarten/Grundschule sollten möglichst ohne Auto und so erreichbar sein, dass man Kinder auch alleine auf den Weg schicken kann (haben wir glücklicherweise auch). Und ein kleiner Laden, in dem man mal eben schnell wenigstens die vergessene Tüte Milch bekommt, ohne gleich wieder zum großen Supermarkt diverse Kilometer fahren zu müssen, ist auch nicht verkehrt.

Gruß vom Wiz

Hallo Kristina,

wir benötigen auch ein zweites Auto, und das kommt sehr teuer! Überlegt euch, ob das finanziell drin ist. Ich hadere aus Kostengründen immer wieder damit.

15 km Entfernung zu den Eltern ist doch vor der Haustür! Da können doch wohl beide unterstützen??
Meine Eltern und Schwiegereltern leb(t)en je eine Autostunde weg und haben uns nach Kräften unterstützt. Natürlich geht das dann nicht täglich, aber bei 15 km ginge es doch sogar täglich, wo ist das Problem? Lebt ihr in der Stadt, dass ihr solche Mini-Entfernungen als weit empfindet? Für einen Dörfler jedenfalls sind 15 km „um die Ecke“.
Außerdem gibt es auch noch Kinderkrippen, Aupairs, Tagesmütter usw. Ist in Deutschland zwar leider schwieriger als anderswo, aber wenn man will, kann man auch.

Und es ist so schwierig, eine passende Immobilie zu finden, da kann man sich bei der Suche doch nicht auf einen 3 km-Umkreis beschränken!

ABER auch…:
Vielleicht befürchten die Großeltern auch, dass ihr zu abhängig von ihnen werdet:
Doppelte Berufstätigkeit macht zwei Autos nötig… zwei Autos machen doppeltes Einkommen nötig… auf ein Einkommen kann nicht verzichtet werden, daher müssen die Großeltern zwangsläufig einspringen… wenn sie das schon müssen, wollen sie es möglichst „gleich nebenan“ haben, um nicht zusätzlich mit einer halben Stunde Autofahrt täglich belastet zu sein…

…nur so zum Überlegen. Es ist sehr angenehm, wenn die Großeltern helfen, aber man sollte es nicht selbstverständlich nehmen, denn sie haben auch ein eigenes Leben.

Viele Grüße,

Julia

Hallo

die 15km sind doch ein gutes Mittelmaß nicht zu weit und nicht zu nah.
Ich muß sagen gerade als das erste Kind da war, war ich die ersten 2-3 Wochen schon etwas genervt als die Großmütter ständig present waren, nicht weil ich sie nicht mag aber ich wollte erst mal Zeit mit meinem Kind für mich und uns.

Wir wohnen etwa 20 min einfach von der nächst größeren Stadt weg sicher nicht sehr weit doch auf die dauer und ich muß sagen heute würde ich das nie wieder tun.Nicht weil es nicht schön wäre einerseits auch für die Kinder. Nur die Kinder werden größer und da kommen die kleinen und großen nachteile, da die busverbindung sehr begrenzt ist.
Ich bin ständig am fahren ob Verein Freunde oder Kino, auch Sachen für die Schule sind eine ständige fahrerei.Nicht vergessen die weiterführenden Schulen die bei uns mit umständlichem umsteigen von einem Bus zum anderen erst zu erreichen sind.
Wenn ich mir ausrechnen würde wieviel das Auto in all den Jahren gekostet hat, wäre ein Haus in einer Wohngegend mit besserer Verkehrsanbindung Finanziell sicher auch nicht teuerer gewesen.
Und was das schlimmste ist wenn das Auto kaputt.
So schön wie es ist ausserhalb etwas ruhiger zu Wohnen so muß man sich wircklich auch die nachteile vor Augen halten.

Lage, Lage und nochmals Lage
Hallo,

ohne viele Worte: 1. Die Lage, 2. Die Lage, 3. Die Lage.

LG
Mikhael

Hallo,

ohne viele Worte: 1. Die Lage, 2. Die Lage, 3. Die Lage.

Auch ohne viel Inhalt.
Natürlich ist dieser Spruch, was Immobilienerwerb betrifft, bekannt.
Aber welche Lage für den Einzelnen richtig und wichtig ist, wird damit total ausgeblendet. In den anderen Antworten wurde das doch schon längst klar:
Dem einen ist es wichtig, dass Oma und Opa immer gleich da sein können, den anderen wichtig, dass sie eben nicht täglich unangemeldet auf der Matte stehen.
Der braucht die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, dem anderen ist das nicht so wichtig, weil er eh’ Auto fährt und gar nicht weiß, ob er noch da wohnen wird, wenn die Kinder größer sind.
usw.
Zumal „die Lage“ durchaus auch bezahlt werden muss. Hier z.B. können 10km und Busse stündlich bis nach Mitternacht das Haus locker so 100000 Euro teurer machen wie in anderer Lage.
Es gibt immer ein Abwägen zwischen wünschenswert, machbar und bezahlbar.

Gruß
Elke