Star Treck: Der Aufstand

Moin Experten,

in dem o. g. Film lernt Picard von der hübschen Einwohnerin, wie man die Zeit verlangsamt. Man sieht, dass Objekte (Pusteblumen-Samen?) plötzlich ganz langsam fliegen, während die beiden sich „normal schnell“ bewegen. Später, in der Höhle, in der sie verschüttet sind, ist sie verletzt, und Picard läßt die Zeit langsamer laufen, damit sie durchhält, bis Retter da sind.
Da sehe ich ein Problem. Ist es nicht so, dass er sie einer Gefahr aussetzt? Ich meine, er läßt die Zeit der anderen Lebewesen langsamer laufen, während ihrer beider Zeit normal weiterläuft. Die Retter brauchen also länger, zu ihnen durchzukommen, denn sie bewegen sich ja viel langsamer.
Vorher, beim Kuss, sehe ich das ja noch ein, aber in der Höhle, wo es auf jede Minute ankommt, hat er doch wohl einen Bock geschossen, oder?

Auf Eure Antworten wartet gespannt

Reinhard

Widerstand ist zwecklos…
…denn Du irrst Dich!

in dem o. g. Film lernt Picard von der hübschen Einwohnerin,
wie man die Zeit verlangsamt.

[…]

Später, in der Höhle, in der sie verschüttet sind, ist sie verletzt,
und Picard läßt die Zeit langsamer laufen, damit sie durchhält,
bis Retter da sind.

[…]

Da sehe ich ein Problem. Ist es nicht so, dass er sie einer
Gefahr aussetzt?

Nein, das tut er nicht. Denn das, was Du beschreibst, kommt im Film nicht vor.

Gruß!
Tino

Hi!

Nein, das tut er nicht. Denn das, was Du beschreibst, kommt im
Film nicht vor.

Öhm, wie jetzt? Natürlich kommt das im Film vor! Allerdings muß ich zugeben, daß mir das beim ersten-Mal-schauen auch nicht aufgefallen ist, daß da die Zeit langsamer verläuft. Ich mein, um zu erkennen, daß der Staub in der eingestürzten Höhle plötzlich viel langsamer fällt, dazu muß man schon Argusaugen haben :wink:

@Reinhard

Da sehe ich ein Problem. Ist es nicht so, dass er sie einer Gefahr
aussetzt? Ich meine, er läßt die Zeit der anderen Lebewesen langsamer
laufen, während ihrer beider Zeit normal weiterläuft. Die Retter
brauchen also länger, zu ihnen durchzukommen, denn sie bewegen sich
ja viel langsamer.

Nee, nee, ist doch umgekehrt:
er läßt die Zeit langsamer laufen, aber dies betrifft nur ihn und die Frau (grad den Namen vergessen). Die anderen Leute bzw. Retter erleben die Zeit normal. Daher sind sie dann viel schneller da.

Klarer jetzt? :wink:

Gruß,
Sharon

Hi Sharon,

Nee, nee, ist doch umgekehrt:
er läßt die Zeit langsamer laufen, aber dies betrifft nur ihn
und die Frau (grad den Namen vergessen). Die anderen Leute
bzw. Retter erleben die Zeit normal. Daher sind sie dann viel
schneller da.

Leider überzeugt mich das irgendwie nicht. Der Staub fällt langsamer - aber für wen? Sieht Picard den Staub genau so langsam fallen, wie der Zuschauer? Die beiden bewegen sich (für uns Filmkonsumenten) in „normaler“ Geschwindigkeit, den Staub dagegen sehen wir langsamer fallen. Ebenso würden wir doch die Retter langsamer kommen sehen.

Würde aber die Zeit für die beiden verlangsamt, würde doch der Staub für sie schneller fallen, die Retter schneller kommen müssen. Betrachten wir den Staub. Beschleunigten wir ihn auf „normale“ Geschwindigkeit, sähen wir Picard und die Hübsche sich doch schneller bewegen, als wir, und ihr Blut würde schneller fließen, auch schneller ausfließen.

Irgendwie komm ich noch nicht klar…

Ciao

Reinhard
derganzratlosist

Hi Reinhard

Ich verstehe, was dein Problem ist, allerdings weiß ich nicht genau wie ich es erklären soll…

Picard sagt ja in der Szene: „Hilf mir die Kraft zu finden, dich in diesem Augenblick festzuhalten“ (hab mir grad die Szene nochmal angesehen *g*). Er hält sie also in einem Augenblick fest. Während für die anderen bzw. die Retter die Zeit normal verläuft. Und wenn er damit aufhört, ist er praktisch wieder „in der Gegenwart“ und die Retter sind plötzlich da.(*)

Bis hierhin ist zumindest für mich alles logisch und klar - für dich hoffentlich auch :wink:
Das Problem ist nun der langsam fallende Staub. Klar müßte logischerweise der Staub schneller fallen, wie du selbst sagst. Aber das würde beim Zuschauer einen falschen Eindruck vermitteln - eben jenen, daß Picard und Anish alleine viel schneller sich durch die Zeit „bewegen“.
Genau das tun sie aber nicht. Sie „reisen“ nicht durch die Zeit, sondern „halten den Augenblick fest“. Dadurch verändert aber auch sich ihre eigene Wahrnehmung!
Du bist als Zuschauer nicht ein Außenstehender, sondern siehst in dem Moment die Umgebung und auch den Staub so, wie Picard und Anish es sehen! Du siehst diesen Stillstand also aus deren Sicht! Daher siehst du auch, daß der Staub langsamer fällt oder in einer früheren Szene, wie der Kolibri viel langsamer mit den Flügeln schlägt.

(*)Oder, anders formuliert:
Du kannst es dir so vorstellen: Auf einer Zeitlinie folgen Augenblick B auf Augenblick A, dann kommt C, dann D, E, F…usw.
Nennen wir Punkt G die Gegenwart, wenn die Retter eintreffen.
Also: A --> B --> C --> D --> E --> F --> G

Picard und Anish machen dann folgendes:
Sie dehnen Augenblick A endlos aus, bewegen sich aber dennoch durch die Zeit und „überspringen“ dabei die Augenblicke B bis F.
Bis sie bei Augenblick G (=Gegenwart) ankommen.
Also: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA --> G
*ggg*

Wenn du diesem Beispiel folgen kannst, wird dir klar, was damit gemeint ist, den Augenblick festzuhalten. :wink:
Dann wird dir auch klar, warum für Picard und Anish die Zeit scheinbar stehenbleibt, der Staub langsam runterrieselt und ihre Blutung auch nicht weitergeht, bis die Retter eben da sind.

Jetzt klarer? Wenn nicht, dann frag nochmal :wink:

Gruß,
Sharon

3 „Gefällt mir“

Hi Sharon,

WOW!
SO leuchtet mir das ein. Mönsch, jetzt kann ich den Film wenigstens genießen, ohne über dieses vertrackte Phänomen nachdenken zu müssen.

Danke!

Ciao
Reinhard

PS: …und ein Sternchen gibts auch!

Danke :wink: (kein wichtiger Text)
Hi!

freut mich, daß mein Erklärungsversuch doch nachvollziehbar war :wink:

Ich bin zwar ungeschlagener Meister (*gg*) darin, selbst die merkwürdigsten Dinge aus Film und Fernsehen erklären zu können - aber dies eher für mich selbst. Wenn ichs anderen erklären muß, verheddere ich mich meist hoffnungslos *seufz* :wink:

Gruß,
Sharon