Hallo
meine Mutter (77J.) ist durch ein Wirbelaäulenleiden nicht mehr so beweglich und hat damit wenig Bewegung.
Jetzt hat sie- vor allem im Frühjahr und Herbst sehr starke schmerzhafte Blähungen,
die sogar aufs Herz drücken.
Die üblichen Schaumlöser, Wärme etc. bringen nichts.
Vor allem 1-2 Stunden nach dem Essen ist es extrem schlimm.
Hat jemand Erfahrungen damit?
Gruß Uschi
Hallo Uschi,
versuche es doch mal mit dem guten alten Fencheltee. Laß Deine Mutter nach dem Essen einfach eine Tasse trinken, wenn sie keine Probleme mit Diabetis hat, süße ihr den Tee etwas mit Honig. Sollte der allein nicht reichen, hier ein Rezept:
„Vier-Winde-Tee“
Zutaten: je 20g Kümmelfrüchte, Fenchelfrüchte, Pfefferminzblätter und Kamillenblüten.
Zubereitung: Einen Eßlöffel dieser Mischung mit ca. 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Alles Gute
Kräuterhexchen
Hallo Ursula,
ich nehme an, dass Deine Mutter ohnehin schon die Lebensmittel meidet, die bekannterweiser Blähungen verursachen, wie Zwiebeln, rohe Paprika, Hülsenfrüchte, frische Hefebackwaren - auch Vollkornoprodukte fördern die Gasbildung.
Trotzdem werden diese Produkte von manchen Leuten problemlos (mit geringer Gasbildung) vertragen und von anderen wieder nicht - auch es gibt beim Einzelnen die Phasen des Vertragens und des Nichtvertragens. Wieder andere haben sogar schon Blähungen, wenn sie diese Lebensmittel meiden.
Einmal kann das an einer ungünstigen Zusammensetzung der Darmflora liegen. Manche Bakterien sind ausgesprochene Gasbildner. Durch unausgewogene Ernährung (z. B. zu viel Zucker) werden die unerwünschten Darmkeime begünstigt.
Dagegen kann man u. a. durch Sauermilchprodukte die wünschenswerten Milchsäurebakterien !!! unterstützen.
Der letzte und eigentlich wichtigste Grund ist im Zusammenspiel mit einer nicht optimalen Darmflora der Flüssigkeitsmangel !!!
Viele Menschen, besonders ältere, nehmen viel zu wenig Flüssigkeit zu sich, weil das Durstgefühl im Alter teilweise verloren geht. Der durch Gärung entstehende Schaum bekommt durch den Wassermangel eine extreme Klebrigkeit und Stabilität, die abnimmt, wenn viel getrunken wird (Wasser, Kräutertees - am besten ruhig ohne Zucker), sodass auch die sog. Schaumlöser, wie „Enzym-Lefax“ nicht unwirksam bleiben.
Viele ältere Menschen sind leider nicht bereit, etwas zu trinken, wenn sie keinen Durst haben. Es sollten pro Tag, je nach Schwitzen, aber mindestens 1 1/2 bis 3 Liter sein. Nimm Dir etwas Zeit, um Deiner Mutter den Sinn des „über den Durst trinkens“ verständlich zu machen. Erst wenn der Urin ganz hell ist, dann macht sie es richtig - das kann sie dann sehr gut selber abschätzen.
Gute Besserung und viele Grüße,
Renate
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