Starke Depression

hallo,

ich habe etwa 3 tage nach der geburt meines sohnes (er ist jetzt 8 wochen alt) das gefühl, ich wäre auf der flucht und bin seitdem nervlich völlig am ende. ich habe bereits während des klinikaufenthaltes diesen eindruck einer schwester anvertraut, doch sie hat als als wochenbettdepression abgetan. dadurch das mein sohn sich weder von mir noch von meinem mann beruhigen läßt kommt in mir der verdacht auf, ich habe in den ersten tagen „etwas falsch gemacht“ und keine beziehung zu ihm aufgebaut. in verschiedenen büchern habe ich gelesen, dass er mich anlächeln und meine nähe suchen müßte (das ist meiner meinung nach instintiktiv so, oder?), doch leider ist dies nicht der fall. was soll bzw. kann ich gegen meinen derzeitigen gemütszustand tun?

gruß
petra

Hallo Petra,
mit Sicherheit haben alle Erstgebärenden in den ersten Wochen (und Monaten… und Jahren…!) das Gefühl „etwas falsch gemacht zu haben“.
Dein Artikel hat mich aber an meine Gedanken in der ersten Zeit nach der Geburt erinnert, einen „Alien/Ausserirdischen“ zur Welt gebracht zu haben. Einerseits ist es Dein Fleisch und Blut, andererseits ist es separat von Dir, etwas Fremdes. Sicherlich ein Thema für die Tiefenpsychologie… Kopf hoch! Die erste Zeit ist enorm anstrengend, aber das wirst Du auch schaffen!
Gruss,
PECOS

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Hallo Petra,

vielleicht kann Dir die Selbsthilfeorganisation Schatten & Licht weiterhelfen? Es gibt u.a. eine Selbsthilfegruppe in Schweinfurt: http://www.schatten-und-licht.de

Alles Gute,
Diana

Hallo, Petra,
nach der Geburt muß sich der Körper doch erst einmal an die veränderten Bedingungen anpassen. das geht manchmal mit einer recht heftigen hormonaellen Umstellung einher.
Wenn Du einmal unter dem Stichwort „Baby Blues“, „postnatale Depression“, Wochenbett-Depression" googelst, wirst Du eine Reihe von Seiten finden, die sich mit diesem Problem beschäftigen.
z.B. hier http://www.depression.ch/spezformen/post_d.html (da stehen auch ein paar Ratschläge, wie man damit umgeht.
Zum Glück geht diese Hormonumstellung recht rasch vorbei.

Ich wünsche Dir viel Freude an Deinem Baby (Hast doch etwas mit Hand und Fuß zuwege gebracht :smile:

Gruß
Eckard

Hallo Petra!

Ich habe Dir unten auch schonmal geantwortet und hoffe meine Meinung
nervt nicht, sondern hilft Dir vielleicht sogar etwas…
Meine Tochter war in der ersten Woche auf der Intensivstation
gelegen,-alleine im Brutkasten…ich hatte eine schrecklich
schlechtes Gewissen und habe mir fest eingebildet, dass sie keine
Beziehung zu mir aufbauen kann. Inzwischen ist unsere Beziehung sehr
innig,-sie ist einfach gewachsen,-es hat gedauert bis ich mich in
diesen kleinen Menschen hineinversetzen konnte und umgekehrt genauso.
Ich kann Dir empfehlen ein Tragetuch zu kaufen (Didymos z.B., gibt es
im Internet), das trägt zu einer schönen Mama (oder Papa)-Kind
Beziehung bei und beruhigt vorallem auch (beide). Es gehört
allerdings etwas Übung dazu!-Das klappt aber schnell!
(Wickelkreuztrage finde ich am besten)

LG,
Birgit

Ach ja…
…lass Dir nicht einreden, dass Du „nur“ Wochenbettdepressionen
hast…das Leben nach der Geburt ist nicht einfach und es wird einem
auch ganz und gar nicht leicht gemacht! Vergiss alle schlauen
Ratschläge (ausser den hier natürlich :smile:) und lass es Dir gut
gehen…geh viel Spazieren,-Du machst automatisch alles richtig,-Du
bist doch die Mama!
http://www.rabeneltern.org kann ich dazu sehr empfehlen,-tolles
Forum!

Hallo petra,
wenn Du meinst, dass es nicht besser wird, sondern vielleicht schlimmer, weil Du Dich auch nicht mehr ausruhen kannst, dann sprich das mal mit der Hebamme ab, oder Deiner Ärztin.
Hilft Dir Dein Mann ein wenig, oder jemand anderes, dass Du auch mal Zeit zum Ausruhen hast? Sonst lass Dir mal helfen!

Red Dir nicht ein, dass Du perfekt sein musst, städnmig für das Kind dassein musst; lass den Papa mal ran.

Kinder entwicklen sich sehr unterschiedlich; vielleicht hilft der folgende Link weiter: http://www.babyzimmer.net/html/baby/entwicklung/entw…
Wenn etwas mal später kommt, dann nicht gleich in Panik geraten; man erkennt vielleicht auch nicht gleich das erste Lächeln. Es gibt da Schwankungsbreiten im Verhalten der Kinder; der Durchschnitt der Kinder kann ein Verhalten o.ä. zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber es ist der Durchschnitt; manche können es früher, manche später.

Mach Deinem Kind keinen Stress mit Erwartungshaltungen
(auch der Verwandschaft!); lass ihn auch mal brüllen, wenn Du weisst, dass er satt ist und eine saubere Windel hat, und Du gerade mal ein bisschen Ruhe brauchst. Das geht sonst an die Substanz; Du musst jetzt schon lernen, Grenzen zu setzen, sonst wird es später immer schwieriger.

Jaja, alles leicht gesagt, aber gut gemeint. :wink:)

Vielleiocht kannst du Baldriantee trinken? (Ich weiss nicht, was der für eien Auswirkung auf die Milchproduktion hat, also in der Apotheke mal fragen.)

Gruss,
K_k