Starke Prellung im Fuß, Besserung nicht in Sicht

Hallo liebe WerWeisWas´ler Gemeinde,

mein Sohn erlitt am 23.Februar einen Arbeitsunfall. Die Diagnose lautet: schwere Prellung des linken Fuß. Bis heute hatte er drei Arztbesuche mit nur neuem Verbandwechsel. Der Fuß wurde am 23. Februar geröngt,es ist nichts gebrochen und auch eine Bänderdehnung wird ausgeschlossen.
Der Fuß ist heute, am 05. März noch genauso geschwollen wie am ersten Tag. Das Auftreten selbst hat sich minimal verbessert.

Was kann man außer Kühlen des Fußes und Dehnbewegungen am Selbigen noch machen?

Besteht evtl. die Möglichkeit (gesetzlich versichert) während der laufenden Arbeitsunfähigkeit einen zweiten Arzt zu konsultieren?

Für Antworten schon jetzt recht herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

worker

Hallo,

Besteht evtl. die Möglichkeit (gesetzlich versichert) während
der laufenden Arbeitsunfähigkeit einen zweiten Arzt zu
konsultieren?

So viel ich weiß, kannst du nach wie vor zu so vielen Ärzten gehen, wie es dir beliebt - nur sind dann halt jedesmal EUR 10,- fällig. Aber immer noch besser, als die Arztkosten ganz selber tragen zu müssen.

Nachdem das mit dem Fuß ja doch schon eine Weile her ist, würde ich die EUR 10,- wohl investieren, wenn sich keine Besserung zeigt und ihr euch Sorgen macht.

Schöne Grüße

Petra

Achtung - BG-Fall!
Hallo,

Besteht evtl. die Möglichkeit (gesetzlich versichert) während
der laufenden Arbeitsunfähigkeit einen zweiten Arzt zu
konsultieren?

Ja, prinzipiell schon - Aber :
Bei einem Arbeitsunfall wird man von einem Durchgangsarzt, also einem Arzt, der mit der Berufsgenossenschaft / BG abrechnet, behandelt. (Demzufolge auch keine 10 Euro Praxisgebühr!) Man darf jedoch einen Durchgangsarzt nicht einfach so eigenmächtig wechseln, sondern nur nach Rücksprache mit der BG. Die können sich da recht zickig (ob zu Recht oder nicht, sei hier bewusst von mir nicht kommentiert) anstellen, wenn man keinen konkreten Grund hat.

Zur Diagnose nur soviel (ich bin kein Mediziner!): Prellungen können richtig böse sein und wenn es dumm kommt genauso lange oder gar länger Ärger machen, als ein Bruch!

LG Petra

Gefährliche Empfehlung
Hallo Petra,

Nachdem das mit dem Fuß ja doch schon eine Weile her ist,
würde ich die EUR 10,- wohl investieren, wenn sich keine
Besserung zeigt und ihr euch Sorgen macht.

das ist eine gefährliche Empfehlung. Das hier ist ein Arbeitsunfall, der - wenn es richtig gelaufen ist - von einem BG-Arzt behandelt wird. Abgesehen davon, dass dann keine 10 Euro fällig werden, darf man den, wie schon beschrieben, nicht einfach so - ohne Einwilligung der Berufsgenossenschaft - wechseln.

Es ist auch nicht ratsam, einfach „seinen Hausarzt“ (oder wen auch immer) - „mal mitbehandeln“ zu lassen. Abgesehen davon, dass der das nicht machen wird, wenn er weiß, worum es geht, ist es auch nicht empfehlenswert, dem das zu verschweigen. Man schneidet sich ins eigene Fleisch. Sollte aus der Geschichte irgendetwas langwieriges werden, hat man nämlich dann richtig Probleme. Möglicherweise werden Folgebehandlungen bis hin zu Rentenansprüche (OK, ist jetzt bei einer Prellung recht unwahrscheinlich :wink:) nicht anerkannt.

Also… nix mit freizügigem Arztwechsel.

LG auch Petra

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