Starke schmerzen nach HWS-OP

mein ehemann hatte vor 2 wochen eine hws-op
es wurden die wirbel 2,3 und 4 entfernt und durch ein implantat ersetzt
seit 5 tagen ist er in der reha und hat sehr starke schmerzen
besonders stark sind die schmerzen nachdem er armbewegungen an einem gerät gemacht hat (ähnlich wie fahrrad fahren nur mit den armen)
er kann nachts vor schmerzen nicht schlafen.
hat einer erfahrungen wie man ihm helfen kann da er völlig mutlos geworden ist

Hallo kuestennebel,
Ich bin kein Arzt aber medizinisch interessierte und habe daher die entsprechende Literatur.
Folgendes habe ich gelesen:smiley:ie Beschwerden die ihr Mann hat deuten auf ein"Engpaß-Syndrom" hin.
das ist ein Zustand bei dem Druck verschiedener Ursachen auf den Brachialplexus(Plexus brachialis,Nervenwurzeln vom Hals in die Armen und Schultern,Kribbeln in die Fingern und Griffschwäche sowie Beeinträchtigungen auch anderer Handbewegungen verursacht.
Schwere Symptomen werden in der Regel durch eine „Halsrippe“ eine Extrarippe oberhalb der ersten und mit dieser durch ein auf den Brachialplexus drückendes Faserband verbunden,verursacht.
Das Engpaß-Syndrom kann auch durch Druck auf den Brachialplexus infolge hängender Schulternoder durch einen vergrößerten Rippenhebermuskel am Hals entstehen.
Behandlung:haltungskräftigende Gymnastik,nichtsteroidale Entzündungshemmer und Muskelrelaxantien.
In besonders Schwere Fälle ist eine operative entfernung der ersten Rippe nötig um geheilt zu werden.
Ich wünsche von Herzen gute Besserung.
mit freundlichen Gruß piggy53

Hallo,

hat sehr starke schmerzen
besonders stark sind die schmerzen nachdem er armbewegungen an
einem gerät gemacht hat (ähnlich wie fahrrad fahren nur mit
den armen)

Ein großes Problem bei der Krankengymnastik in der Reha ist, abschätzen zu können, wie viel man machen kann, ohne Schmerzen zu verursachen. Wahrscheinlich bekommt Ihr Mann derzeit noch Schmerzmittel, damit er die Übungen überhaupt machen kann. Damit ist aber auch das normale Schmerzempfinden stark gedämpft und man neigt dazu, bei den Übungen zu weit zu gehen und sie zu lange zu machen.

Normalerweise sagt man: Übung durchführen bis zu dem Punkt kurz bevor Schmerzen einsetzen können. Unter Schmerzmitteleinfluß muß daher noch früher aufgehört werden - er muß die Übungen also möglichst ganz locker machen, darf sich dabei nicht verspannen und früher damit aufhören. Kurz nach der OP ist noch alles sehr empfindlich und reagiert daher viel früher auf Nervenreizungen… Und das sind dann die höllischen Schmerzen, wobei die übermäßige Reizung letztlich die Heilung verzögert.

Also auf keinen Fall den „starken Mann“ spielen, sich nicht vom Physiotherapeuten antreiben lassen, sondern nur kurzzeitig, ganz sanft und lau üben… (ich kenne dieses Problem von einer früheren LWS-Bandscheiben-OP). Wenn er etwa 1-2 Stunden nach den Übungen keine Schmerzen hat, dann hat er das richtige Maß gefunden. Anschließend kann die Zeit in kleinen Schritten verlängert werden, aber nicht der Druck bzw. Kraftaufwand - führt zu Verspannung!

Gruß und gute Besserung für Deinen Mann,
p+p

danke für die nachricht
werde versuchen das er etwas weniger macht
ich muss dazu sagen das er kurz vor der op gestürzt war und dadurch einige wochen querschnittgelähmt war
seinen beinen geht es jetzt etwas besser aber die hände wollen noch nicht
daher meint er alles bis an die grenzen tun zu müssen damit er wieder beweglich wird