Starke und schwache Verben?

Hallo!
Wer kann mir mit einfachen Worten (für Klasse 6 / Gymnasium verständlich) den Unterschied bzw. das Erkennen von starken und schwachen Verben erklären?

Danke und Gruß

Jochen

Moin,

Wer kann mir mit einfachen Worten (für Klasse 6 / Gymnasium
verständlich) den Unterschied bzw. das Erkennen von starken
und schwachen Verben erklären?

bei schwachen Verben verändert sich der Wortstamm bei der Konjugation nicht:
weh en, weh te, ge weh t
hingegen bei starken Verben schon:
seh en, sah , ge seh en

Bei manchen Verben ist gar beides möglich:
back en, buk , ge back en
back en, back te, ge back en.
(ich weiß, die starke Form ist schon länger nicht mehr üblich :wink: )

Welche Verben worunter fallen, muß man einfach wissen, lasse mich hier aber gerne eines besseren belehren.

Gruß,
Ingo

Hallo,

bei schwachen Verben verändert sich der Wortstamm bei der
Konjugation nicht:

hingegen bei starken Verben schon:
seh en, sah ,

ergänzend zur Veranschaulichung:

http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grammatik/KonjSchwV…
http://www.udoklinger.de/Deutsch/Grammatik/KonjStV.htm

Gruß
Kreszenz

Noch einfacher: Die schwachen bekommen bei der Zeitbeugung ein T am ende, die starken nicht. Beispiel: ich hörte ihn/habe ihn gehört (schwach). Ich sah ihn/habe ihn gesehen (stark). Wieso das aber so ist - Nah, wollt ihr ein Universitätsstudium darüber antreten, dann könnt ihr das auch lernen. Wenn nicht, sagen wir nur, das ist eine uralte Sache, es ist nur so. Nicht meine Schuld, Schuld ist die Sprachgeschichte.

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Noch einfacher: Die schwachen bekommen bei der Zeitbeugung ein
T am ende, die starken nicht. Beispiel: ich hörte ihn/habe ihn
gehört (schwach). Ich sah ihn/habe ihn gesehen (stark). Wieso
das aber so ist - Nah, wollt ihr ein Universitätsstudium
darüber antreten, dann könnt ihr das auch lernen. Wenn nicht,
sagen wir nur, das ist eine uralte Sache, es ist nur so. Nicht
meine Schuld, Schuld ist die Sprachgeschichte.

Es ist nicht ganz so einfach, es gibt ein paar Ausnahmen dazu, die ich „halbstarke Verben“ nennen würde (es gibt aber sicherlich eine richtige Bezeichnung dafür).
Ein Beispiel ist das Wort „salzen“, bei dem sich der Vokal nie ändert, aber das trotzdem im Partizip Perfekt auf -en endet (gesalzen, versalzen).
Ein weiteres Beispiel aus der Gegenrichtung ist „können“, das ist eindeutig stark (können, konnte) aber endet im P.P. auf -t (gekonnt).
Und bei wieder anderen ist beides möglich, teilweise mit Bedeutungsänderung, z.B. winken (gewunken/gewinkt), schalten (geschalten/geschaltet), hängen (gehängt/gehangen).

Sei gegrußen,

  • André

Hallo Jochen,

starke Verben erkennt man am Vokalwechsel bei der Konjugation

singen - sang - gesungen
gehen - ging - gegangen
sprechen - sprach - gesprochen

Es sind die sprachgeschichtlich ältesten Verben, die in ähnlicher Form wohl schon von den alten Germanen verwendet wurden.

schwache Verben haben diesen Vokalwechsel nicht

bauen - baute - gebaut
parken - parkte - geparkt

Es sind dies neuere Verben und der Vokalwechsel findet nicht mehr statt. Vielleicht wegen einsetzender Sprachfaulheit.

Ein sehr gutes Beispiel für diese „Sprachfaulheit“ ist das bereits genannte „Backen“. Hier existiert eine kaum noch gebräuchliche Form „buk“ neben dem modernen „backte“.
Starke Verben können also im Laufe der Zeit schwächer werden.

Gruß
Lawrence