Hallo Experten,
Nach über 24 monatiger Arbeit, ist der Businessplan meiner Geschäftsidee fertig. 3 Jahres Plan und Aussichten für die nächsten Jahre. Kosten: 1,5 mio Euro. Umsatz im ersten Jahr (best case)liegt bei 700 TEU. Davon etwa 10% Gewinn nach Kosten. Wirklich gute Ressourcen in den nächsten 10 Jahren, Bundesweit zu expandieren. Dieses Konzept aus dem Bereich der Freizeit u. des Tourismus besteht derzeit noch nicht im deutschsprachigen Raum. Eine ähnliche Branche verzeichnet jedes Jahr einen Zuwachs von 3-5%.Mein Problem ist einfach: tolle Idee, kaum Geld. 50% Geld für die Gründung der GmbH ist vorhanden, das war es aber auch…
Finanzierungs. -Geld von Banken ist wohl nicht zu erwarten, da durch eine Hausfinanzierung noch eine hohe Schuldenlast besteht.
Ich selbst bin EH - Kaufmann, 39 Jahre alt.
Welche Möglichkeiten gibt es Kapital zu finden und wie kann ich anderseits das gebaute Haus schützen. Es handelt sich hier mehr um eine Dienstleistung für Freizeitsuchende und nicht um Produzierendes Gewerbe, Lediglich ein kleines Angebot von wenigen Gütern die weiter veräußert werden. Maximal 30TEU Einkauf p.a. Sind die Gefahren der Haftung des GF dadurch etwas minimiert? Gibt es da Absicherungen? Wie hoch ist das Risiko das mein Haus bei einer Pleite, mit unter den Hammer gerät? Bin ich als Geschäftsführer mit allem Privatvermögen haftbar? Ich muss halt einfach Argumente finden um auch meine Frau davon in der letzten Instanz zu überzeugen, denn das Konzept findet sie auch super. Wer hat Info oder Tipps wies weiter gehen kann?
… -Geld von Banken ist wohl nicht zu erwarten, da
durch eine Hausfinanzierung noch eine hohe Schuldenlast
besteht.
Hallo Matthias,
Geld von Banken solltest selbst dann nicht nehmen, wenn man es Dir auf dem silbernen Tablett hinterher trägt. Die Möglichkeit der persönlichen Haftungsbeschränkung z. B. in einer GmbH ist Dir gewiß geläufig. Eine Bank würde diese Beschränkung stets per selbstschuldnerischer Bürgschaft aushebeln. Darüber hinaus strauchelt so mancher GmbH-Geschäftsführer wegen Naivität, Gutmütigkeit oder mangelnder Härte. Dann nämlich, wenn etwa Sozialabgaben für Mitarbeiter wegen klammer Kasse nicht bezahlt werden, statt rechtzeitig Entlassungen auszusprechen oder Insolvenz anzumelden. In solchen Fällen haftet der GF persönlich und unbegrenzt. Auch die GmbH haftet natürlich und im Zweifel nicht nur in Höhe des Stammkapitals, sondern mit allem was da ist.
Aber das nur vorweg. Geld von der Bank kommt also nicht in Betracht und die übrigen persönlichen Haftungsrisiken lassen sich durch pflichtgemäßes Handeln als Geschäftsführer ausschließen. Für Dich kommt nur eine unternehmerische Beteiligung in Frage. Also nicht einfach nur ein Geldgeber, der wie eine Bank eine feste Verzinsung sehen will, sondern eine Beteiligung, die ein unternehmerisches Risiko eingeht und eine Rendite nur sieht, wenn Gewinn erwirtschaftet wurde, dafür aber in besseren Zeiten heftiger hinlangt. Die Möglichkeit solcher Beteiligungen kannst Du über den Verband der deutschen Kapitalbeteiligungsgesellschaften abklären http://www.bvk-ev.de oder Telefon 030/306 98 20. Dort gibts u. a. eine CD-ROM mit Suchfunktion, die mittels einzugebender Kriterien des Vorhabens eine Vorauswahl in Betracht kommender Beteiligungsgesellschaften ermöglicht. Kleine Warnung: Veranstalte keine Massenaktion mit Anschreiben aller möglichen und unmöglichen Gesellschaften. Du jagst Dich und die Angeschriebenen in ziemlich heftigen Aufwand. Ansonsten rate ich dringend dazu, den Kapitalbedarf Deines Vorhabens unter keinen Umständen zu knapp zu kalkulieren. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Es ist leichter, 10 Mio als 100 k zu bekommen. Der administrative Aufwand ist nämlich ungefähr gleich, lohnt sich aber für ein 100 k-Vorhaben nicht. Für Dein Vorhaben solltest Du 2 Beschreibungen haben. Eine Kurzfassung, aus der sich sofort ergibt, worum es geht und eine ausführliche Fassung.
Viel Erfolg!
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang.
Klar kenn ich die Bestimmungen von der GmbH. Ich wollt nochmal vom Experten Meinungen einholen. Danke dafür. Ebenso wollt ich halt "klein"anfangen, und weiter wachsen. Mit der Kalkulation magst recht haben. Problem wird nur sein das es Saisonbedingt ist und nur 8 Monate Betrieb möglich ist.Das Wetter halt. Über Venture Capital weiß ich zuwenig, dachte schon daran.Werde mich aber darüber eingehens schlau machen.
Gruss Matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hallo matthias,
bin kein experte, aber hab auch mal reingelesen.
wenn ich richtig gelesen habe: 30 TEUR Einkauf und 700 TEUR Umsatz im Jahr, und davon bleiben 10 % - währen ja immerhin 67 TEUR (versteuert, vor Steuern?)
Die Kosten betragen 1500 TEUR - wenn Du die finanzieren musst, nehmen wir nur mal nen Freundschaftszinssatz von 4 % an jährlich,
dann zahlst Du 60 TEUR an Zinsen.
Wie willst Du von den 7 TEUR verbleibendem Gewinn den Abtrag machen und auch noch davon leben?
Und das im Best case ???
Irgendwo stimmt entweder mit Deinem Businessplan oder mit Deinen Angaben hier was nicht.
Ich geh mal davon aus, dass bei Kosten von 1500 TEUR Du irgendetwas bauen/anschaffen musst. Muss das sein?
Kannst Du Dein tolles Konzept nicht irgendwie erstmal „nebenberuflich“ und „von zu hause aus“ testen?
Dein privates Haus müsste wenn schon nur auf den namen deiner Frau laufen, ihr Gütertrennung vereinbart haben und dann kein Geldgeber das als Sicherheit wollen. Das sieht schlecht aus …
Gruss
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hallo matthias,
bin kein experte, aber hab auch mal reingelesen.
wenn ich richtig gelesen habe: 30 TEUR Einkauf und 700 TEUR
Umsatz im Jahr, und davon bleiben 10 % - währen ja immerhin 67
TEUR (versteuert, vor Steuern?)
Die Kosten betragen 1500 TEUR - wenn Du die finanzieren musst,
nehmen wir nur mal nen Freundschaftszinssatz von 4 % an
jährlich,
dann zahlst Du 60 TEUR an Zinsen.
Wie willst Du von den 7 TEUR verbleibendem Gewinn den Abtrag
machen und auch noch davon leben?
Und das im Best case ???
Irgendwo stimmt entweder mit Deinem Businessplan oder mit
Deinen Angaben hier was nicht.
Ich geh mal davon aus, dass bei Kosten von 1500 TEUR Du
irgendetwas bauen/anschaffen musst. Muss das sein?
Kannst Du Dein tolles Konzept nicht irgendwie erstmal
„nebenberuflich“ und „von zu hause aus“ testen?
Dein privates Haus müsste wenn schon nur auf den namen deiner
Frau laufen, ihr Gütertrennung vereinbart haben und dann kein
Geldgeber das als Sicherheit wollen. Das sieht schlecht aus
…
Gruss
Hallo,
die 1500TEU beziehen sich auf ein Grundstück das natürlich Freizeitlich genutzt wird und Eintritt kostet. Ich wollte lediglich damit nur herausstellen das es kein Produzierendes Gewerbe ist bezüglich Haftung als GF einer GmbH gegenüber den Gläubigern. Da diese Summe halt nur einen Bruchteil ausmacht. Es handelt sich um einen kleinen Geschenkeladen der zusätzlich das Angebot abrundet. Bei der Investition ist schon mehr auf dem Gelände zu erwarten. Daher auch der Umsatz.
Gruss Matthias
Hallo,
die 1500TEU beziehen sich auf ein Grundstück das natürlich
Freizeitlich genutzt wird und Eintritt kostet. Ich wollte
hatte ich mir bei der grössenordnung schon gedacht, das da sicherlích grund und/oder bebauung mit im spiel ist …
Es handelt sich um einen kleinen Geschenkeladen der zusätzlich
das Angebot abrundet. Bei der Investition ist schon mehr auf
dem Gelände zu erwarten. Daher auch der Umsatz.
wie gesagt, hauptsache die kalkulation stimmt auch möglichst im worst case!