Hi andre,
Ich vermute, dass man bereits bei der Existenzgründung in
diesen Ausschussbranchen Probleme bekommen wird, an Geld zu
kommen.
Die üblichen Sachen wie Überbrückungsgeld oder vielleicht auch
ESF-Förderung sind problemlos zu bekommen. Außerdem sollten ja
neben dem unten angesprochenen Businessplan auch fundierte
Kenntnisse und ein wenig Eigenkapital vorliegen. Sonst hats eh
keinen Sinn.
denk doch mal an die vielen Postings in diesem Brett, die den tollen Inhalt haben: Ich mach eienn computershop auf! Mein Konzept: Ich bin billiger als andere. Ich ignoriere, daß in meiner Stadt von 10 eröffneten bereits wieder 8 geschlossen haben.
Macht das die Ausschlusslisten nicht verständlich?
In diesem Bereich müssten eigentlich Existenzgründungszentren
oder auch -berater (staatlich gefördert) entsprechendes Wissen
haben.
Stimmt, aber das letzte Wort hat der Geldgeber. Schon mal
bemerkt? Sechsstellige Summen gibt es leichter als Startgeld!
Stammtischgerücht. Denn: viele vergessen, daß man Sicherheiten hinterlegen muss, es sei denn die Sicherheit kommt aus den bereits stattfindenden Erträgen. Und ein gut Stück EK muss aucha vorhanden sein (Basel II)
Lösungen? Oder eher ein politisches Thema?
Eher ein kaufmännisches Thema. Die Banken sind in den letzten
Jahren etwas auf die Schnauze gefallen (sicherlich auch nicht
ganz unschuldig) und stehen jetzt „etwas bescheiden“ da.
Und damit würgen diese den letzten Keim der neuen Unternehmer
ab. Folge: Entweder geht in der Branche der Preis runter oder
die Kleinen kaputt. Danach neuorientierung des Marktes und das
Spiel geht von vorn los.
Ich sehe es andersrum: viele werden davor bewahrt sich in Schulden zu stürzen. die von dir genannten „Kleinen“ sind ja nicht klein von natur aus, sondern weil sie kein Konzept, das falsche, kein Eigenkapital und keine Sicherheiten haben. Wenn eine Bank im Konzept erkennen kann, dass mit dem Vorhaben Geld verdient wird und ein Rücklauf des Kredites „möglich“ ist, so wird auch ein Un ternehmen aus der Streichliste kreditiert.
gruss
P: hatte nie geglaubt, daß ich mal Banken verteidige.
Daher auch mein Gedanke mit dem Hinweis auf ein politisches
Thema. Wenn die Banken ein Problem haben, richtig
einzuschätzen um ihre Fehler von früher zu revidieren, kann
das nicht auf die Unternehmer abgewälzt werden.
Genau die falsche Ansatzrichtung: Wäre bei den Unternehmen mehr Substanz und könnten diese als Forderer und nicht als Bittsteller auftreten, hätten die Banken auch keine andere Chance.
Siehe Schneider: Der sagte ganz einfach: Ich hab da ein 10 Mio-Projekt. Wenn ihr das nicht finanziert, dann ziehe ich mit meinem volumen von 1 Mrd. woanders hin.
gruss