Starthilfe per Fremdboard

Moinstens allerseits!

Heute habe ich mal wieder ein merkwürdiges Phänomen, für das ich gerne eine Erklärung fände.

Es geht um einen Win98SE-Rechner, bei dem sich Board und Netzteil auf recht seltsame Weise verstehen.

Das Board: QDI KinetiZ 7E-A Athlon™ 2100+/266MHz VIA KT133A 3x512MB SD-RAM AGP(x4) 5xPCI ISA AMR ATX
Der Prozi: AMD Athlon™ 2100XP+/266MHz Palomino Sockel 462 A
Das Netzteil ist ein unbekanntes ATX-Netzteil

Wenn der Strom ausgefallen war,
wenn der Netzstecker am Netzteil gezogen war, oder
wenn der Netzstecker (Schuko) aus der Steckdose gezogen war,

läßt sich der Rechner nicht mehr starten.

Andererseits, wenn obige Bedingungen nicht eingetreten sind, aber der Netz-Hauptschalter ausgeschaltet wurde, ist das unproblematisch. Der Rechner startet trotzdem.

Mit einem anderen Board (im Testfalle mit einem unbestückten PIII-Board) läßt sich trotz der kritischen Bedingungen starten

und danach dann auch wieder mit dem Original-Board!
Es darf nur die Netzspannung nicht vorher ausfallen …

Es kann doch nicht sein, daß man immer erst einen Fremdstart durchführen muß!

Nun werden die einen sagen „wechsle das Board“ und die anderen „wechsle das Netzteil“. Klar. Ich wüßte es aber gern genau:

Woran liegt das? Nur diese Board-Netzteil-Kombination reagiert so.

Board und Netzteil haben beide schon getrennt in mehreren anderen Rechnern problemlos gearbeitet und die Batterie habe ich auch bereits getauscht.

Viele neugierige Grüße,
Kristian

Moinstens allerseits!

Heute habe ich mal wieder ein merkwürdiges Phänomen, für das
ich gerne eine Erklärung fände.

Hallo Kristian,

spontan fällt mir dazu nur ein: kauf dir ein Notstromaggregat.

Du scheinst dich ja mit Boards usw. gut auszukennen, also nehme ich an, du hast die im BIOS vorgesehenen Möglichkeiten für „Restart after Powerloss“ oder so ähnlich durchprobiert. Ich hatte schon mal ein Board aus der ATX-Anfangszeit, bei dem nur ein Teil der Optionen auch tatsächlich funktioniert hat - eindeutig ein Konstruktionsfehler des Boards oder im BIOS. Im Endeffekt war es nicht möglich, den Rechner über eine Steckdosenleiste einzuschalten, man musste immer noch den ATX-Power-Knopf drücken. Dass es am Netzteil liegt, halte ich für unwahrscheinlich.

Gruss Reinhard

Moin Reinhard,

spontan fällt mir dazu nur ein: kauf dir ein Notstromaggregat.

*bg* Auch nicht schlecht. DA hätte ich ja mal dran denken können!

Du scheinst dich ja mit Boards usw. gut auszukennen, also
nehme ich an, du hast die im BIOS vorgesehenen Möglichkeiten
für „Restart after Powerloss“ oder so ähnlich durchprobiert.

Das habe ich nicht, weil das nicht relevant ist. Die Restart-Option läuft im default, weil da keine besondere Reaktion gewünscht ist.

Im Endeffekt war es nicht möglich, den Rechner über eine
Steckdosenleiste einzuschalten, man musste immer noch den
ATX-Power-Knopf drücken.

DAS würde ich auch nicht anders erwarten. Wie gesagt: Powerloss auf default.
Aber daß sich der Rechner ohne Fremdstart nicht am ATX-Power-Knopf starten läßt, das sollte so nicht sein. Er läßt sich ja gar nicht starten, wenn die Netzspannung mal unterbrochen war.

Dass es am Netzteil liegt, halte ich
für unwahrscheinlich.

Da bin ich mir nicht so sicher. Ich frage mich, welchen Unterschied macht es für das Board, wenn statt des Abstöpselns des Netzsteckers, der Netzteil-Hauptschalter betätigt wird (denn DAS ist unkritisch)?

Ich habe schon manches Netzteil von innen gesehen (allerdings dieses nicht, da muß ich derzeit ferndiagnostizieren), beim Lüfterwechsel oder so. Zwischen der Kaltgerätebuchse und dem eigentlichen Trafo sitzt der zweipolige Hauptschalter und ggf. eine Feinsicherung, wenn primär abgesichert wurde. Sonst nichts!
Das ist doch unlogisch.

Wie kann das Board das unterscheiden?
Und warum interessiert es andere Boards nicht?

Gruß,
Kristian

Da bin ich mir nicht so sicher. Ich frage mich, welchen
Unterschied macht es für das Board, wenn statt des Abstöpselns
des Netzsteckers, der Netzteil-Hauptschalter betätigt wird
(denn DAS ist unkritisch)?

Hallo Kristian,

das mit dem Netzteil-Hauptschalter habe ich übersehen, weil es einige Zeilen weiter erst erwähnt wurde. Allerdings macht das die Sache nicht logischer: auch für das Netzteil dürfte es keinen Unterschied machen, wenn es sich wirklich um einen Hauptschalter am 220V-Eingang handelt. Wenn etwas wie ein Hauptschalter aussieht, aber keiner ist, fühle ich mich schon irgendwie betrogen, das dürfte eigentlich auch sicherheitstechnisch nicht i.O. sein.

Für das Board kann ja nur relevant sein, ob die Standby-Versorgung anliegt.

Gruss Reinhard

Moin Reinhard,

Für das Board kann ja nur relevant sein, ob die
Standby-Versorgung anliegt.

So habe ich das bislang auch gesehen.

Wegen Deines Hinweises auf die Powerloss-Option, habe ich mal ins BIOS geschaut.

Eine solche Option hat das BIOS gar nicht. Aber ein Flash mag ich nun auch nicht anregen.
Btw, es hat eine PowerUp-by-Mouse- oder by-Keyboard-Option, die noch nie funktioniert haben. Aber das ist mir mit allen Athlon-Boards so gegangen. Das geht irgendwie zuverlässig nur bei Pentium-Boards. Wobei, die Hilfsprozis Duron und Celeron habe ich nie verwendet. Aber das dürfte hier auch nicht relevant sein.

Gruß,
Kristian

Moinstens allerseits!

Hi

hat die BIOS-Batterie des Boards noch Saft? einige ältere Boards booten nicht gerne ohne die Batterie…

Gruss Manuel

Moin Manuel,

beide, ja!

Gruß,
Kristian

Hallo Kristian,

Wenn der Strom ausgefallen war,
wenn der Netzstecker am Netzteil gezogen war, oder
wenn der Netzstecker (Schuko) aus der Steckdose gezogen war,

läßt sich der Rechner nicht mehr starten.

Andererseits, wenn obige Bedingungen nicht eingetreten sind,
aber der Netz-Hauptschalter ausgeschaltet wurde, ist das
unproblematisch. Der Rechner startet trotzdem.

Mit einem anderen Board (im Testfalle mit einem unbestückten
PIII-Board) läßt sich trotz der kritischen Bedingungen starten

und danach dann auch wieder mit dem Original-Board!
Es darf nur die Netzspannung nicht vorher ausfallen …

Hast du schon versucht das Netzteil vom Mainboard abzustecken, dann die 230V am Netzteil anschliessen, einschalten, ausschalten, dann das Netzteil wieder am Mainboard anstecken und jetzt hochfahren ??

Zum Unterschied:
Möglicherweise sind da noch Entstörglieder (C oder RC) über den Kontakten des Schalters. Dadurch würde ein ganz kleiner Strom

Moin Peter!

Hast du schon versucht das Netzteil vom Mainboard abzustecken,
dann die 230V am Netzteil anschliessen, einschalten,
ausschalten, dann das Netzteil wieder am Mainboard anstecken
und jetzt hochfahren ??

Diese Vorgehensweise werde ich mal für den nächsten Ausfall notieren. Derzeit ist meine Frau froh, daß es läuft und ich bin auch nur Ferntechniker.
Wenn ich das nächste mal da bin, teste ich das mal.

Möglicherweise sind da noch Entstörglieder (C oder RC) über
den Kontakten des Schalters. Dadurch würde ein ganz kleiner
Strom

Hallo Kristian,

Wenn dem so ist, müßte ich das doch eigentlich mit einem
fetten Kondensator puffern können, oder?

Also bei der Wechselspannung wird das wohl etwas kompliziert :wink:)

Wenigstens für ein
paar Minuten, damit man mal Umstecken kann.
Vielleicht gibt es so einen Pufferkondensator auf dem Board

Tja, das ist wieder mal so eine Ferndiagnose …
Ich weiss nicht ob das unter diesen Bedingungen überhaupt einmal funktioniert hat. Also entweder ist es ein Konstruktionsfehler oder irgendein Bauteil ist da weggedriftet …

MfG Peter(TOO)