Seit Jahren befindet sich ein - nach wie vor - klanglich auf Höchstniveau arbeitender Vollverstärker aus dem Hause Yamaha in meinem Gerätepark. Bisweilen jedoch ist das Gerät nach dem Anschalten recht unwillig in der Ausgabe seines akustischen Potentials und beschickt nur einen Lautsprecher mit Musikinformationen. Erst nachdem ich ihm mit einigen raschen Bewegungen am Lautstärkeregler kurze hohe Pegel abgerungen habe, versorgt er beide Boxen mit seiner Leistung.
Nun mutmaße ich, dass irgendwo ein zu hoher - vielleicht thermisch bedingter - Widerstand, der erst durch hohe Leistungsabgabe überwundenwerden kann die Ursache ist - doch was sind schon Mutmaßungen in der Vielfalt nur den wirklichen Kennern bekannten möglichen Ursachen?
falls die Ursache nicht mit dem Austausch eines defekten Relais behoben ist, wird die Reparatur aufwändiger, denn es können alle im Signalweg liegenden Potis und Schalter für die Aussetzer verantwortlich sein.
Für die Reinigung haben sich „Ballistol“ oder „Tuner 600“ bewährt. Es bringt aber nichts, die Bauteile lediglich mit dem Spray vollzupumpen. Das sorgt zwar für eine sofortige Beseitigung der Symptome, auf Dauer ist das Putzen oder der Austausch jedoch sinnvoller.
Hallo Madomski.
Es könnte auch ein Kontaktfehler am Potianschluss sein.
Hast Du schon mal Klopftests am Poti gemacht?
Oder (eher unwarscheinlich) auch mal an dem Lautsprecher kräftig geklopft? Aber dann hätte sich der Fehler bestimmt schon beim letzten Abstauben geändert.
Gruß, Edi
das geschilderte Problem ist meistens die Folge von oxidierten Relaiskontakten am Lautsprecher-Schutzrelais.
Wenn du das Relais nicht tauschen kannst, es aber groß und sichtbar auf der Hauptplatine sitzt und einen Staubschutzdeckel aus meistens durchsichtigem Kunststoff hat, kannst du versuchen diesen Deckel abzumachen und die Relaiskontakte mit Kontakt 60 (nicht Kontakt 600, ist für Tuner) leicht einzusprühen und dann mit Löschpapier zwischen den Kontakten zu reiben.