Startzustand eines ICs setzen

Hallo Leute,
ich habe folgendes Problem:
Ich habe ein retriggerbares Monoflop, daß mir den Impuls eines Tasters zehn Sekunden halten soll. Dafür habe ich den Eingang A des untenstehenden ICs mit einem 100K Widerstand gegen Masse geschalten und den Taster, der ebenfalls den Eingang A ansteuert an High Level gesetzt. Zusätzlich möchte ich jedoch, daß beim Einschalten das Monoflop ebenfalls einmal den Ausgang für zehn Sekunden auf eins setzt.
Ich brauche also einen kurzen Anfangsimpuls beim Einschalten am Eingang A, der dann für die Dauer des eingeschalteten Zustands nie wieder auftritt, denke ich. Ich hab das jetzt schon mal mit einem 1µF Kondensator, den ich an den High Pegel geschlossen habe versucht, das brachte aber leider nicht den gewünschten Erfolg. Kennt Ihr eine Möglichkeit? Noch lieber wäre mir, diesen einmaligen Impuls am Anfang über den Eingang B, der standardmäßig auf High Level steht zu erzwingen. Dieser braucht allerdings eine absteigende Flanke.

Das Monoflop ist folgenden Typs: HEF4538BP
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150…

Vielen Dank für Eure Hilfe und falls noch Fragen sein sollten, fragt einfach

Grüße

Sebastian

Hallo Sebastian,

ich habe folgendes Problem:
Ich habe ein retriggerbares Monoflop, daß mir den Impuls eines
Tasters zehn Sekunden halten soll. Dafür habe ich den Eingang
A des untenstehenden ICs mit einem 100K Widerstand gegen Masse
geschalten und den Taster, der ebenfalls den Eingang A
ansteuert an High Level gesetzt. Zusätzlich möchte ich jedoch,
daß beim Einschalten das Monoflop ebenfalls einmal den Ausgang
für zehn Sekunden auf eins setzt.
Ich brauche also einen kurzen Anfangsimpuls beim Einschalten
am Eingang A, der dann für die Dauer des eingeschalteten
Zustands nie wieder auftritt, denke ich. Ich hab das jetzt
schon mal mit einem 1µF Kondensator, den ich an den High Pegel
geschlossen habe versucht, das brachte aber leider nicht den
gewünschten Erfolg. Kennt Ihr eine Möglichkeit? Noch lieber
wäre mir, diesen einmaligen Impuls am Anfang über den Eingang
B, der standardmäßig auf High Level steht zu erzwingen. Dieser
braucht allerdings eine absteigende Flanke.

Das Monoflop ist folgenden Typs: HEF4538BP
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150…

Der 4538 ist hier auch die falsche Wahl. Eine aktive Flanke beim Einschalten zu erzeugen, ist etwas umständlich. Wesentlich einfacher geht das mit einem NE555. Da schließt Du einfach die beiden Triggereingänge zusammen, ein Kondensator nach Masse und ein Widerstand nach +Ub. Das RC-Glied erzeugt Dir beim Einschalten einmalig einen Ausgangsimpuls. Wenn Du den Kondensator über den Taster entlädst, kannst Du weitere Impulse auslösen.

Jörg

ja Du hast Recht, dennoch
vielen Dank vorerst für Deine Antwort und:
Ein Timer, der nicht auf Flanken reagiert wäre wohl besser gewesen. Bevor ich jetzt die ganze Schaltung auf den NE555 umbaue:
Gibt es nicht doch irgendeine Möglichkeit, das auch mit dem 4538 zu realisieren?
Vieleb Dank erneut

Sebastian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sebastian,

Ein Timer, der nicht auf Flanken reagiert wäre wohl besser
gewesen. Bevor ich jetzt die ganze Schaltung auf den NE555
umbaue:
Gibt es nicht doch irgendeine Möglichkeit, das auch mit dem
4538 zu realisieren?

Du könntest das zweite Monoflop dazu verwenden. Das kann ich hier jetzt schlecht aufzeichnen. Den Schmitt-Trigger-Eingang (A) des zweiten beschaltest Du so mit einem RC-Glied, dass es einige ms nach dem Einschalten einmalig eine positive Flanke erhält. Dann erzeugt es einmalig einen kurzen Impuls im µs- oder ms-Bereich und triggert damit das Haupt-Monoflop. Da die Monoflops zwei Eingänge haben, kannst Du einen als Reset-Eingang und den anderen für den Taster verwenden. Du mußt nur darauf achten, dass die Eingänge im Ruhezustand den richtigen Pegel haben (A=0, B=1), da sie sonst eine Triggerung auf dem anderen Eingang blockieren.

Jörg

Vieleb Dank erneut

Sebastian

Hallo Sebastian,

ich habe folgendes Problem:
Ich habe ein retriggerbares Monoflop, daß mir den Impuls eines
Tasters zehn Sekunden halten soll. Dafür habe ich den Eingang
A des untenstehenden ICs mit einem 100K Widerstand gegen Masse
geschalten und den Taster, der ebenfalls den Eingang A
ansteuert an High Level gesetzt. Zusätzlich möchte ich jedoch,
daß beim Einschalten das Monoflop ebenfalls einmal den Ausgang
für zehn Sekunden auf eins setzt.
Ich brauche also einen kurzen Anfangsimpuls beim Einschalten
am Eingang A, der dann für die Dauer des eingeschalteten
Zustands nie wieder auftritt, denke ich. Ich hab das jetzt
schon mal mit einem 1µF Kondensator, den ich an den High Pegel
geschlossen habe versucht, das brachte aber leider nicht den
gewünschten Erfolg. Kennt Ihr eine Möglichkeit? Noch lieber
wäre mir, diesen einmaligen Impuls am Anfang über den Eingang
B, der standardmäßig auf High Level steht zu erzwingen. Dieser
braucht allerdings eine absteigende Flanke.

Das Monoflop ist folgenden Typs: HEF4538BP
http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150…

Der 4538 ist hier auch die falsche Wahl. Eine aktive Flanke
beim Einschalten zu erzeugen, ist etwas umständlich.
Wesentlich einfacher geht das mit einem NE555. Da schließt Du
einfach die beiden Triggereingänge zusammen, ein Kondensator
nach Masse und ein Widerstand nach +Ub. Das RC-Glied erzeugt
Dir beim Einschalten einmalig einen Ausgangsimpuls. Wenn Du
den Kondensator über den Taster entlädst, kannst Du weitere
Impulse auslösen.

Jörg

Widerstände bei CMOS bemessen?
Hallo, danke für die Antwort:
…da kann ich doch das RC- Glied gleich an den B- Eingang des ersten Monoflop hängen und spare mir den zweiten, oder? Soll heißen: Ich versteh leider nicht so richtig, was Du meinst. Zudem hab ich den zweiten Monoflop leider auch schon für andere Sachen in Gebrauch :frowning:

Ich hab das Ganze jetzt übrigens mal aufgebaut. Leider funktioniert das Setzen des Monoflops immer erst beim Zweiten einschalten, die restl. Funktionen laufen (zumindest hier) einwandfrei. Deswegen poste ich einfach mal meine Schaltung rein.

Eine Übersicht über die Logik und die Anlage, wie ich sie real aufgebaut hab (die beiden Bilder sind in der Mitte zu finden)
http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

Zur geforderten Funktion:
 Timer-1:soll das Signal von S1 für 10sek halten(Ausschaltverzögerung, retriggerbar)
 Timer-2: verzögert die Funktionsweise von 4538-1 um 10 Sek nach dem Einschalten und Nichtbetätigen von S1–> die Alarmanlage soll erst nach 10Sek Inaktivität von S1 scharf sein. Dies wird über das Ansteuern des Resets des zweiten Monoflops realisiert.

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an
LED GRÜN: zeigt die Aktivität der Anlage an
LED GELB: zeigt den Aktivierungsmodus an

 Was mich vor allem interessiert sind, ob ich die Widerstands- und Kondensatorwerte ordentlich gewählt hab (kenn mich da überhaupt nicht aus und habs so irgendwie „frei Schnauze“ gemacht) und wenn nicht, wie (und vielleicht sogar warum) ich besser andere Werte nehme.
 Wo sonst sollte ich lieber noch Widerstände gegen Masse, gegen High legen, oder was habt ihr sonst noch für Ideen, um die Schaltung sicherer zu machen?
 Zum Erschütterungssensor:
Ich hab weiter unten auch schon mal danach gefragt und es wurde geantwortet, daß es solche Sensoren zu kaufen gibt. Mit Klöppeln, etc. Kennt irgend jemand Bezugsquellen dazu?

Bin für wirklich jede Idee dankbar.
Grüße aus Dresden

Sebastian

Hallo,

…da kann ich doch das RC- Glied gleich an den B- Eingang des
ersten Monoflop hängen und spare mir den zweiten, oder? Soll
heißen: Ich versteh leider nicht so richtig, was Du meinst.
Zudem hab ich den zweiten Monoflop leider auch schon für
andere Sachen in Gebrauch :frowning:

Das ist schlecht. Eingang B ist ungeeignet, da kein Schmitt-Trigger-Eingang.

Ich hab das Ganze jetzt übrigens mal aufgebaut. Leider
funktioniert das Setzen des Monoflops immer erst beim Zweiten
einschalten, die restl. Funktionen laufen (zumindest hier)
einwandfrei. Deswegen poste ich einfach mal meine Schaltung
rein.

Eine Übersicht über die Logik und die Anlage, wie ich sie real
aufgebaut hab (die beiden Bilder sind in der Mitte zu finden)
http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

Zur geforderten Funktion:
 Timer-1:soll das Signal von S1 für 10sek
halten(Ausschaltverzögerung, retriggerbar)
 Timer-2: verzögert die Funktionsweise von 4538-1 um
10 Sek nach dem Einschalten und Nichtbetätigen von S1–>
die Alarmanlage soll erst nach 10Sek Inaktivität von S1 scharf
sein. Dies wird über das Ansteuern des Resets des zweiten
Monoflops realisiert.

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an
LED GRÜN: zeigt die Aktivität der Anlage an
LED GELB: zeigt den Aktivierungsmodus an

 Was mich vor allem interessiert sind, ob ich die
Widerstands- und Kondensatorwerte ordentlich gewählt hab (kenn
mich da überhaupt nicht aus und habs so irgendwie „frei
Schnauze“ gemacht) und wenn nicht, wie (und vielleicht sogar
warum) ich besser andere Werte nehme.

Naja, die Kondensatoren sind z.T. unötig groß. Da Du bei so großen Zeitkonstanten eher Tantalelkos nehmen solltest, ist das auch ein Preisfaktor. Dann lieber die Widerstände etwas hochohmmiger wählen. Bis 1 MOhm ist im Normalfall unproblematisch.

 Wo sonst sollte ich lieber noch Widerstände gegen
Masse, gegen High legen, oder was habt ihr sonst noch für
Ideen, um die Schaltung sicherer zu machen?

Du wirst nicht darum herum kommen, die Schaltung nochmal vernünftig zu designen, z.B. unter Verwendung eines NE555. Der Aufwand, an einer ungeeigneten Schaltung herumzuflicken steht in keinem Verhältnis zu dem einer Neukonstruktion. Außerdem gilt: Je einfacher und überschaubarer die Schaltung, desto sicherer die Funktion.

 Zum Erschütterungssensor:
Ich hab weiter unten auch schon mal danach gefragt und es
wurde geantwortet, daß es solche Sensoren zu kaufen gibt. Mit
Klöppeln, etc. Kennt irgend jemand Bezugsquellen dazu?

Die einfachsten werden als Glasbruchmelder verkauft und die gibt es überall dort, wo es auch Zubehör für Alarmanlagen gibt. Für KFZ-Alarmanlagen gibt es sowas aber auch.

Jörg

Danke für die Antwort,
der NE555 ist doch im Gegensatz zu meinem Modell nicht flankengesteuert, oder? Genau das wollte ich doch aber bei meiner Alarmanlage einbauen. Ist übrigens für nen Motorrad und 6V, deswegen der Aufwand, denn so was gibts nicht zu kaufen.

Deswegen hab ich mich auch für diesen IC entschieden, denn wenn es mal eine Störung gibt (dauerhaftes Anliegen von S1) fiept mir nicht die Alarmanlage die Nacht durch, sondern hört wieder auf. Dauerhaftes Anliegen kann z.Bsp sein, wenn das Motorrad umkippt, oder schief steht, etc. Die Flankensteuerung gibt das Signal wirklich nur weiter, wenn ein Wechsel stattfindet. Das heißt, es ist auch nicht schlimm, wenn der Taster im Aktivierten Zustand anliegt. Das ist ein sehr großer Vorteil, da ich so das Motorrad nicht jedes Mal ausloten muß, um den Erschütterungssensor zu öffnen und somit die Alarmanlage zu aktivieren.
Kann ich den Eingang A des ersten ICs mit einem kurzen impuls beim Einschalten, sozusagen parallel zu S1 beschalten?

Hallo,

…da kann ich doch das RC- Glied gleich an den B- Eingang des
ersten Monoflop hängen und spare mir den zweiten, oder? Soll
heißen: Ich versteh leider nicht so richtig, was Du meinst.
Zudem hab ich den zweiten Monoflop leider auch schon für
andere Sachen in Gebrauch :frowning:

Das ist schlecht. Eingang B ist ungeeignet, da kein
Schmitt-Trigger-Eingang.

Ich hab das Ganze jetzt übrigens mal aufgebaut. Leider
funktioniert das Setzen des Monoflops immer erst beim Zweiten
einschalten, die restl. Funktionen laufen (zumindest hier)
einwandfrei. Deswegen poste ich einfach mal meine Schaltung
rein.

Eine Übersicht über die Logik und die Anlage, wie ich sie real
aufgebaut hab (die beiden Bilder sind in der Mitte zu finden)
http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

Zur geforderten Funktion:
 Timer-1:soll das Signal von S1 für 10sek
halten(Ausschaltverzögerung, retriggerbar)
 Timer-2: verzögert die Funktionsweise von 4538-1 um
10 Sek nach dem Einschalten und Nichtbetätigen von S1–>
die Alarmanlage soll erst nach 10Sek Inaktivität von S1 scharf
sein. Dies wird über das Ansteuern des Resets des zweiten
Monoflops realisiert.

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an
LED GRÜN: zeigt die Aktivität der Anlage an
LED GELB: zeigt den Aktivierungsmodus an

 Was mich vor allem interessiert sind, ob ich die
Widerstands- und Kondensatorwerte ordentlich gewählt hab (kenn
mich da überhaupt nicht aus und habs so irgendwie „frei
Schnauze“ gemacht) und wenn nicht, wie (und vielleicht sogar
warum) ich besser andere Werte nehme.

Naja, die Kondensatoren sind z.T. unötig groß. Da Du bei so
großen Zeitkonstanten eher Tantalelkos nehmen solltest, ist
das auch ein Preisfaktor. Dann lieber die Widerstände etwas
hochohmmiger wählen. Bis 1 MOhm ist im Normalfall
unproblematisch.

ja, da dachte ich mir, lieber den Strom bißl höher (kleine Widerstände, da so die Anlage nicht so anfällig ist. Stimmt das? Im Datenblatt stand, je höher der Widerstand, desto anfälliger gegen Felder, etc.

 Wo sonst sollte ich lieber noch Widerstände gegen
Masse, gegen High legen, oder was habt ihr sonst noch für
Ideen, um die Schaltung sicherer zu machen?

Du wirst nicht darum herum kommen, die Schaltung nochmal
vernünftig zu designen, z.B. unter Verwendung eines NE555. Der
Aufwand, an einer ungeeigneten Schaltung herumzuflicken steht
in keinem Verhältnis zu dem einer Neukonstruktion. Außerdem
gilt: Je einfacher und überschaubarer die Schaltung, desto
sicherer die Funktion.

 Zum Erschütterungssensor:
Ich hab weiter unten auch schon mal danach gefragt und es
wurde geantwortet, daß es solche Sensoren zu kaufen gibt. Mit
Klöppeln, etc. Kennt irgend jemand Bezugsquellen dazu?

Die einfachsten werden als Glasbruchmelder verkauft und die
gibt es überall dort, wo es auch Zubehör für Alarmanlagen
gibt. Für KFZ-Alarmanlagen gibt es sowas aber auch.

Jörg

Hallo Sebastian,

http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an

  1. Die LED wird mit einem Vorwiderstand von 101.2k wohl nicht leuchten.
  2. Durch den Spannungsabfall an der LED verschlechterst du den „1“ Pegel bzw. du erreichst den gar nicht mehr.

Also: R1 und D1 paralell zu R4 schalten und Pin 4 direkt mit S1 verbinden.

LED GRÜN: zeigt die Aktivität der Anlage an
LED GELB: zeigt den Aktivierungsmodus an

D3 bringt nichts !!
D3 Müsste mit der Kathode an Pin 5 und Anode an Masse um die Eingangs-Schutzschaltung von IC1 nicht zu überlasten. Zudem sollte eine SChottky-Diode verwendet werden.
R3 solltest du auf 50k bis 100k erhöhen und C5 entsprechend verkleinern. Für C5 solltest du einen Tantal oder Folienkondensator verwenden. Nass-Elcos haben einerseits Probleme mit Temperatruren unter 0°C und zudem zu hohe Leckströme wenn es heiss ist.

Ein weiteres Problem ist, dass sich C5 irgendwie entladen können muss.
Durch D2/C2 und D4/C4 wird aber die Spannung Vdd noch recht lange aufrecht erhalten …
Abhilfe würde ein Widerstand von Vdd nach Masse schaffen, aber das erhöht dann den STromverbrauch der Schaltung !

R7/D6 ist auch etwas ungeschickt. Der Ausgangspegel von CMOS-Ausgängen ist abhängig vom Strom. Der Strom durch die LED verschlechtert also den Pegel für IC2/Pin1.
Also schliesse R7/D6 besser alleine am Q\ Ausgang an (LED umdrehen und statt an Masse an Vdd anschliessen).

Paralell zu R5 müsste auch noch ein Diode angeschlossen werden. Mit dieser Diode (wie auch D2 und D4) wird verhindert, dass die Spannung am entsprechenden Eingang grösser ist als Vdd (zustand beim ausschalten). Wenn die Eingansspannung ca. 0.7V grösser als Vdd ist, schaltet die SChutzschaltung durch und die ganze SChaltung wird durch diesen Eingang mit Strom versorgt !!!

Fall R-LAST ein Relais ist, sollte da noch eine Freilaufdiode drüber, andernfalls zerstörst du mit der Zeit T1.

Aber wie andere Teilnehmer schon schrieben, kann man aus deinem, sorry, Murks keine gute Schaltung mehr machen.

MfG Peter(TOO)

Unterschied zwischen NE555 und HEF4538
Hallo,
eine Sache verwirrt mich jetzt aber doch:
Was soll denn an meiner Schaltung Murks sein? Ich meine mal abgesehen von den Problemen, die mir Peter erklärt hat, die ich ja aber schnell ändern kann?
Und nur ein IC ist bei meiner Spezifikation wohl nicht mehr drin, also wo soll’s denn noch einfacher gehen?
Und: Was kann denn der NE555 so gut, was der HEF4538 nicht kann? Bzw. Was spricht gegen den Einsatz des HEF4538?
Den Startzustand kann ich doch zum Bsp auch über das letzte NOR setzen, welches ich mit nem RC Glied beschalten kann und welches mir eine Abwärtsflanke liefert, oder?
Vielen Dank

Sebastian

Hallo Sebastian,

http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an

  1. Die LED wird mit einem Vorwiderstand von 101.2k wohl nicht
    leuchten.

sind auch 1,2K und da leuchtet sie

  1. Durch den Spannungsabfall an der LED verschlechterst du den
    „1“ Pegel bzw. du erreichst den gar nicht mehr.

Also: R1 und D1 paralell zu R4 schalten und Pin 4 direkt mit
S1 verbinden.

Wenn ich das mache, kann ich doch R4 gleich weglassen, oder? Ich hab doch zwei Widerstände parallel dann, und die Masse mit knapp 1,2K an den Pin gelegt.

LED GRÜN: zeigt die Aktivität der Anlage an
LED GELB: zeigt den Aktivierungsmodus an

D3 bringt nichts !!
D3 Müsste mit der Kathode an Pin 5 und Anode an Masse um die
Eingangs-Schutzschaltung von IC1 nicht zu überlasten. Zudem
sollte eine SChottky-Diode verwendet werden.
R3 solltest du auf 50k bis 100k erhöhen und C5 entsprechend
verkleinern. Für C5 solltest du einen Tantal oder
Folienkondensator verwenden. Nass-Elcos haben einerseits
Probleme mit Temperatruren unter 0°C und zudem zu hohe
Leckströme wenn es heiss ist.

…mach ich

Ein weiteres Problem ist, dass sich C5 irgendwie entladen
können muss.
Durch D2/C2 und D4/C4 wird aber die Spannung Vdd noch recht
lange aufrecht erhalten …
Abhilfe würde ein Widerstand von Vdd nach Masse schaffen, aber
das erhöht dann den STromverbrauch der Schaltung !

R7/D6 ist auch etwas ungeschickt. Der Ausgangspegel von
CMOS-Ausgängen ist abhängig vom Strom. Der Strom durch die LED
verschlechtert also den Pegel für IC2/Pin1.
Also schliesse R7/D6 besser alleine am Q\ Ausgang an (LED
umdrehen und statt an Masse an Vdd anschliessen).

geändert

Paralell zu R5 müsste auch noch ein Diode angeschlossen
werden. Mit dieser Diode (wie auch D2 und D4) wird verhindert,
dass die Spannung am entsprechenden Eingang grösser ist als
Vdd (zustand beim ausschalten). Wenn die Eingansspannung ca.
0.7V grösser als Vdd ist, schaltet die SChutzschaltung durch
und die ganze SChaltung wird durch diesen Eingang mit Strom
versorgt !!!

…den hab ich vergessen einzuzeichnen, sorry

Fall R-LAST ein Relais ist, sollte da noch eine Freilaufdiode
drüber, andernfalls zerstörst du mit der Zeit T1.

…ist es nicht. Soll ich trotzdem lieber eine Freilaufdiode einsetzen?

Aber wie andere Teilnehmer schon schrieben, kann man aus
deinem, sorry, Murks keine gute Schaltung mehr machen.

…siehe im Thema weiter oben

MfG Peter(TOO)

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank zurück

Sebastian

Hallo Sebastian,

Danke für die Antwort,
der NE555 ist doch im Gegensatz zu meinem Modell nicht
flankengesteuert, oder?

Richtig

Genau das wollte ich doch aber bei
meiner Alarmanlage einbauen. Ist übrigens für nen Motorrad und
6V, deswegen der Aufwand, denn so was gibts nicht zu kaufen.

Deswegen hab ich mich auch für diesen IC entschieden, denn
wenn es mal eine Störung gibt (dauerhaftes Anliegen von S1)
fiept mir nicht die Alarmanlage die Nacht durch, sondern hört
wieder auf. Dauerhaftes Anliegen kann z.Bsp sein, wenn das
Motorrad umkippt, oder schief steht, etc. Die Flankensteuerung
gibt das Signal wirklich nur weiter, wenn ein Wechsel
stattfindet. Das heißt, es ist auch nicht schlimm, wenn der
Taster im Aktivierten Zustand anliegt. Das ist ein sehr großer
Vorteil, da ich so das Motorrad nicht jedes Mal ausloten muß,
um den Erschütterungssensor zu öffnen und somit die
Alarmanlage zu aktivieren.

Für den Alarmgeber ist eine Flankentriggerung natürlich von Vorteil, aber für die zuverlässige Erzeugung eines Triggerimpulses beim Einschalten ist die Flankentriggerung ungeeignet und um Letzteres ging die Diskussion ja auch ursprünglich. Wenn Du ICs mit mehreren Monoflops benutzen willst und eins mit nicht flankengetriggerten Eingang brauchst, solltest Du auch so ein Teil nehmen. Es ist immer einfach, mit einem RC-Hochpass einem Eingang nachträglich eine Flankentriggerung zu verpassen. Umgekehrt geht’s nicht.

Kann ich den Eingang A des ersten ICs mit einem kurzen impuls
beim Einschalten, sozusagen parallel zu S1 beschalten?

Du mußt diese Reihenfolge einhalten:

  1. Betriebsspannung muß minimalen Wert erreichen (3V bei CMOS)
  2. A- und B-Eingänge müssen ihren Ruhepegel A=0, B=1 einnehmen.
  3. A muß von 0 auf 1 wechseln (aktive Flanke)
  4. A muß wieder auf 0 zurück, damit B-Eingang nicht blockiert.

Welchen Aufwand willst Du treiben, um diese Sequenz zu erzeugen ? Du mußt an A einen kurzen positiven Impuls erzeugen, der aber erst zeitverzögert nach dem Einschalten kommen darf, wenn das IC einen definierten Betriebszustand erreicht hat.

Jörg

Hallo Sebastian,

http://community.webshots.com/album/549818702tYVqqK

S1: Erschütterungssensor
LED ROT: zeigt das Durchschalten von S1 an

  1. Die LED wird mit einem Vorwiderstand von 101.2k wohl nicht
    leuchten.

sind auch 1,2K und da leuchtet sie

Dann stimmt dein Schama nicht !!

Also:
Pin4 und Pin 12 von IC1A und Pin 2 von IV2 sind Eingänge und da fliesst kein relevanter Strom !
Wenn also S1 schliesst kann der Strom nur durch R1, D1 und R4 fliessen.
Da R1 und R4 in Serie geschaltet sind ergibt sich ein Widerstand von 101.2k.
Soweit deine Zeichnung unter dem obigen Link.

  1. Durch den Spannungsabfall an der LED verschlechterst du den
    „1“ Pegel bzw. du erreichst den gar nicht mehr.

Also: R1 und D1 paralell zu R4 schalten und Pin 4 direkt mit
S1 verbinden.

Wenn ich das mache, kann ich doch R4 gleich weglassen, oder?
Ich hab doch zwei Widerstände parallel dann, und die Masse mit
knapp 1,2K an den Pin gelegt.

Nein, kannst du nicht.
D1 ist eine Diode und diese rote LED leitet erst ab 1.4V bis 1.7V.
Durch Leckströme dümpelt dann dein „0“ um diesen Wert.

…den hab ich vergessen einzuzeichnen, sorry

Wenn das Schema nicht mit der Realität übereinstimmt, kann man die Fehler nicht finden :frowning:(

Fall R-LAST ein Relais ist, sollte da noch eine Freilaufdiode
drüber, andernfalls zerstörst du mit der Zeit T1.

…ist es nicht. Soll ich trotzdem lieber eine Freilaufdiode
einsetzen?

Wenn garantiert ist, dass da keine induktive Last angeschlossen wird, kannst du sie Weglassen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Sebastian,

eine Sache verwirrt mich jetzt aber doch:
Was soll denn an meiner Schaltung Murks sein? Ich meine mal
abgesehen von den Problemen, die mir Peter erklärt hat, die
ich ja aber schnell ändern kann?

Die erzeugung von „Flanken“ mit RC-Gliedern ist immer eine heikle Geschichte.
Wie du ja selber siehst, ist da im 4538 jede Menge drin, damit das funktioniert.
Und nun willst du das selbe, aber ohne einen 4538 zu verwenden machen …

  1. Bei digitalen Eingängen gibt es eine minimale Flankensteilheit, welche nicht unterschritten werden darf, damit das IC richtig schaltet.
    CMOS-Gatter haben um die halbe Versorgungsspannung rum einen Bereich in welchem sie als linearer Verstärker arbeiten. Das bedeutet, dass der Ausgangspegel weder „0“ noch „1“ ist und zudem ossziliert der Ausgang in diesem Bereich noch gerne.

Um beliebig langsame Spannungsänderungen in Ligik-Pegel umzuwandeln, muss man Komparatoren oder Schmitt-trigger verwenden.

  1. Damit du vernünftige Anfangsbedingungen hast, müssen die Kondensatoren entladen sein.
    In deiner Schaltung kann sich z.B. C3 nur über die Versorgungsspannung und R5 entladen. Da deine Schaltung recht wenig Strom verbraucht, kann der Entladestrom von C3 nicht höher sein, als der Stromverbrauch der ganzen Schaltung.
    Bei einer Stromaufnahme von 100µA und den 100µF von C3 ergibt das ein Tau von 5s. Du musst also, um definierte Einschaltbedingungen zu haben, die Spannungsversorgung für mindestens 10 bis 30s unterbrechen.

Und nur ein IC ist bei meiner Spezifikation wohl nicht mehr
drin, also wo soll’s denn noch einfacher gehen?

Also den NE555 gibt es auch als 2-Fach (NE556) und 4-Fach (NE558, allerdings sind nicht alle Anschlüsse hier einzeln herausgeführt) Ausführung.
Möglicherweise sind auch deine Vorgaben nicht erfüllbar !!

Und: Was kann denn der NE555 so gut, was der HEF4538 nicht
kann? Bzw. Was spricht gegen den Einsatz des HEF4538?

Der NE555 hat verschiedene Anschlüsse einzeln herausgeführt, welche beim 4538 intern fest verbunden sind. Zudem hat der 555 an seinen Eingängen Komparatoren.
Weiterhin ist die Innenschaltung des 555 sehr gut dokumentiert, was weitere „Tricks“ mit diesem IC zulässt, bzw. das Verhalten berechnen lässt.
Weiterhin kannst du dir den T1 sparen, da der 555 bis zu 200mA am Ausgang „liefern“ kann.

Den Startzustand kann ich doch zum Bsp auch über das letzte
NOR setzen, welches ich mit nem RC Glied beschalten kann und
welches mir eine Abwärtsflanke liefert, oder?

S.o.

MfG Peter(TOO)

Viele, Vielen Dank für Eure Hilfe.
Hallo Leute,
Eure Hilfen haben mir wirklich sehr geholfen und ich möchte mich an der Stelle bedanken. Ich habe nach Modifikiation durch Peters Hilfe jetzt eine Schaltung „gebastelt“, die ich jetzt einfach mal als funktionierend bezeichne (Hab dabei auch alle Dioden gegen Schottky Dioden und alle Elkos gegen Tantal Elkos getauscht und auch die Widerstände angepaßt.) Den Startzustand des ersten Timerbausteins habe ich über ein NOR Glied realisiert, daß beim Starten eine 1 ausgibt und dann auf 0 flankt und am Eingang B des Timers angeschlossen ist. Zumindest hier am Tisch startet der Timer damit immer richtig. Wollen wir hoffen, daß er dies in realen Bedingungen (-10 ° bis 50°C; in Zündspulennähe) auch tut, aber das muß ich sehen. Falls nicht, melde ich mich dann noch mal, oder versuche es wirklich mit dem NE555. Jedenfalls danke nochmal. Freundliche Grüße aus Dresden,

Sebastian