Static IP Address Vor/Nachteile?

Ich denke normal ist, dass man eine IP Adresse fuer einen gewissen Zeitraum zugeteilt bekommt und die sich dann regelmaessig erneuert, richtig?

Mein ISP hat mir mitgeteilt, dass ich ab kommenden Montag eine statische IP Adresse haben werde. …Keine Ahnung was da der Vorteil ist. Es hoerte sich aber so an als sei das ein dolles Ding dass er diesen Service kostenlos anbieten kann.

Rein technisch gesehen, wo ist der Unterschied und welche Vor/-Nachteile gibt es eigentlich?

Danke fuer Auskunft!

Roland

Ich denke normal ist, dass man eine IP Adresse fuer einen
gewissen Zeitraum zugeteilt bekommt und die sich dann
regelmaessig erneuert, richtig?

Nein.

[…]

Rein technisch gesehen, wo ist der Unterschied und welche
Vor/-Nachteile gibt es eigentlich?

Der Vorteil ist, dass Du stets unter der gleichen Adresse erreichbar bist. Du könntest Dir jetzt noch eine Domain dazu reservieren und dann Serverdienste anbieten. Wenn Du stets nur „passiv“ am Internet teilnimmst, dann ist das für Dich natürlich uninteressant.

Nachteile gibt es eigentlich keine. Manche Leute argumentieren, dass man dann eher bösen Hackern ausgesetzt sei, weil man mit stets der selben Adresse online sei. Praktisch ist das aber unbedeutend, weil man per DSL ohnehin sehr lange Zeiten „am Stück“ online ist und die Gefahr vielmehr darin besteht, dass man als User sich eine Stück Schadsoftware „freiwillig“ auf den Rechner packt.

Gruß

Fritze

Hallo Roland,

Rein technisch gesehen, wo ist der Unterschied und welche
Vor/-Nachteile gibt es eigentlich?

Dynamische IPs haben (hatten) vor allem Vorteile für den Provider Vorteile gebracht.

Bis IPv4 sind weltweit nur knapp 4Mia IP-Adressen möglich. Deshalb sind die IPs knapp geworden.

Als es noch keine Flatrates gab und man pro eingelogter Zeit bezahlt hat, war kaum jemand länger im Netz als nötig.

Wenn du 300 Kunden hast benötigst du bei einer festen IP auch 300 unterschiedliche IPs.
Wenn jetzt aber jeder deiner Kunden immer nur 8h pro Tag im Internet ist, wird diese IP 18h pro Tag gar nicht genutzt.

Wenn wir jetzt der Einfachheit halber annehmen, dass sich die Benutzung gleichmässig über 24h verteilt sind immer nur 100 User gleichzeitig im Netz. Mit dynamischer IP-Vergabe brachst du dann als Provider nur 100 unterschiedliche IPs für deine 300 Kunden.
Zu Zeiten als sich noch alle per DFü über die Telefonleitung einwählen mussten, hat das auch ganz gut geklappt, weil die IP dem prividerseitigen Modem zugeordnet war. Weil du bei jeder Einwahl mit einem anderen Modem verbunden wurdest, wechselte auch deine IP. Damit war es einem User gar nicht Möglich selber Dienste im Web zur Verfügung zu stellen.

Seit DSL und Flatrates sieht das technisch etwas anders aus.
Einerseits wurden die IPs noch etwas knapper und andererseits haben die Provider nicht mehr das Monopol um Web-Dienste anzubieten.
Mit dem IP-Wechsel hat der Provider eigentlich nur alle Modems abgeworfen und nur die aktiven haben sich dann gleich wieder eingelogt und eine neu IP bezogen.

Die meisten Provider haben sich deshalb eine feste IP gesondert bezahlen lassen.

Mit DynDNS kann man das Problem mit der wechselnden IP aber umgehen und trotzdem auch als User Web-Dienste anbieten.

Mit der dynamischen Vergabe über DHCP ist aber auch der Verwaltungsaufwand für den Provider einfacher. Er muss nur den Account im System für den User Einrichten, die Zuteilung der IP übernimmt dann der DHCP-Server.

Bei der Vergabe von festen IPs muss die Verwaltung pingeliger durchgeführt werden. Karteileichen belegen dir eine, eigentlich freie, IP und wenn man die selbe IP zweimal vergibt hast du zwei verärgerte Kunden, wenn diese Zeitgleich ins Netz wollen.

MfG Peter(TOO)

Wenn jetzt aber jeder deiner Kunden immer nur 8h pro Tag im
Internet ist, wird diese IP 18h pro Tag gar nicht genutzt.

Jajaa, die Tage werden wieder länger…

SCNR
Schorsch

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