Statik für Quelle Fertighaus Typ Z117 LW28 dringend gesucht

Suche die Statik für das Quelle Fertighaus Typ Z117 LW28.
Dies ist ein Ziegelfertighaus Baujahr 1973 in Bungalow Form mit Walmdach.
Ich möchte das Haus aufstocken und benötige deshalb die Statik des Bestandes.
Vielen Dank für jeden Tipp!

Tach.
Wenn alle Stricke reissen, probiere eine freundliche Anfrage beim zuständigen Bauamt. U.U. bekommst du eine Kopie der damaligen Antragsunterlagen.

Gruß.

B

Hallo belo2401,

danke für deine Antwort. Beim Bauamt war ich schon, die hatten allerlei Pläne, Ansichten aber leider keine Statik des Gebäudes.

Viele Grüße,
Robert

Tach.

Einer meiner Scherze: Abreißen und neu bauen.

In den 70ern Hausbau ohne Statik? Die auf den Ämtern waren eigentlich ganz versessen auf die Prüfung und die „grünen“ Häkchen an den Berechnungen.

Statik hin, oder her: der Bestand muss eh vom Statiker bewertet und gerechnet werden. Die Abführung der vertikalen Lasten aus der Aufstockung dürften unproblematisch sein. Und wenn das Walmdach runter ist, kommt als EG Decke ein Deckel drauf. Hier rein packt man die zusätzlichen Windlasten aus dem OG. Für Statiker eigentlich ´ne leichte Übung.

Abschließend noch eine Frage, nur so in den Raum gestellt: Woher weiß man eigentlich, dass das Ziegelmauerwerk tragend sein könnte? Ich tippe eher auf Skelettbauweise.

Gruß.

B

Natürlich.
Oder hast Du je davon gehört, es gab Fertighäuser,die mit einer Ziegelfassade angeliefert wurden ?
Riemchen vielleicht.

Und tragend ist nur das innenliegende Rahmenfachwerk.

Und das kann man sicherlich vom Dachboden aus begutachten und abmessen.
Dann würde eine Statiker das versuchen nachzuvollziehen und nachzurechnen. Dann ergibt sich, ob die Konstruktion Reserven für eine Aufstockung hat.
Eher nicht. Denn warum sollte man die Querschnite unnötig groß wählen. Man selbst wird keine 2 Geschosse angeboten haben.

Aber man kann dann berechnen, ob man es anders losen kann und wie man die neuen Lasten zum Fundament hin abtragen kann.

Nimm Kontakt zu einem Statiker auf und bestelle ihn vor Ort (wenn es eine Besichtigungsmöglichkeit vom Dachboden aus gibt. Es mag sein, wegen des niedrigen Walmdachs kann man nicht bis zu den Außenwänden hinkriechen.
Dann müsste man eher von außen einen Teil des Daches traufseitig abdecken um da reinzusteigen und zu schauen.
Man kann sicher auch ohne viel abzubauen von außen an den Fußschwellen einiges von der Konstruktion ersehen.

MfG
duck313

Die Wände sehen sehr stabil aus. Ich habe mal eine geöffnet. Die Wände sind aus Ziegen, im Abstand von ca. 30-40 cm ist jeweils senkrecht ein Armierungseisen daumendick vorhanden. In der waagerechten sind über jeder Ziegelreihe zwei Armierungseisen, etwas dünner (6-8mm) vorhanden.
Die Wände wurden damals am Stück per Tieflader geliefert und direkt mit einem Kran zusammengestellt. Ich habe dazu ein paar alte Bilder gefunden.
Die Decke ist eine Ziegeleinhängedecke.

Das Haus gab es laut unserer Baubeschreibung als einstöckige und als zweistöckige Variante. Zusätzlich gab es die Wahl zwischen Walmdach oder Flachdach. Da wäre die Frage, ob ein Fertigbauer hier die Wände/Decken tatsächlich für die verschiedenen Varianten auch unterschiedlich ausgelegt hat.

Gruß, Robert

Tach.
Ein letzter Kommentar. :angry:
Bis in die 70er war einschaliges 24er MW als Außenhaut erlaubt. Von daher hat man ungewollt die Außenwände für den tatsächlichen Lastfall überdimensioniert. Gleiches galt auch für die Dimensionierung der Fundamente. Nur bei der Fundamentiefe wurde schonmal gepfuscht. Und vergraben wurde auch so manches in den Fundamenten, was da eigentlich nicht rein gehört. Wenn heutzutage das tragende MW über 2 Geschosse bei 15 cm schon ausreichend ist, …
Ungeachtet von Druckfestigkeit der Ziegel, Untergrundbeschaffenheit, Stampfbeton in den Streifenfundamenten, etc. verträgt dein Bungalow eine Aufstockung.
Dein Statiker gibt dir vor, mit welchem Baustoffen (u.U. Porenbeton) die Wände im OG zu bauen sind und welcher Deckel draufkommt.

Gruß.

B