hallo,
meine leidensgeschichte ist schon relativ lang für mein alter, auf grund von unglücklichen ereignissen und familienproblemen haben sich bei mir traumatas breit gemacht als ich noch in der pupertät war. heuer werde ich 21 und habe weder einen, meiner intelligenz gerechtwerdenden, schulabschluss, noch eine abgeschlossene ausbildung oder jahrelange berufserfahrung.
sehr früh (mit 4J) wurde bei mir adhs diagnostiziert, was sich nicht wie so häufig „verwachsen“ hat. unter depressionen leide ich auch schon relativ lange (ca. 6 Jahre) und heute wird bei mir ein „hang zum borderline syndrom“ gedeutet.
erst vor 2 wochen konnte ich, mit hilfe meines liebevollen und wirklich fürsorglichen freundes, erkennen wie „krank“ ich wirklich bin. ich habe nie medikamente genommen, ausser in meiner kindheit das berühmt-berüchtigte ritalin.
im moment erlebe ich häufig ausbrüche. hat vllt damit zu tun das ich kurz davor bin meine 2. angefangene ausbildungsstelle zu verlieren ohne eine schuld zu tragen. ich habe einfach das gefühl, dass egal was ich anfange alles zerbricht. meine kraft ressourcen sind komplettaufgebraucht und ich komme aus heulkrämpfen nichtmehr raus. ich gebe mir in diesen momenten die schuld an _allem_ und mein selbsthass geht soweit das ich wieder suizidgedanken bekomme.
mit einer therapie habe ich viel zu spät angefangen, ich habe das gefühl, dass eine sitzung in der woche nicht effektiv genug ist. ich wollte gestern mit einer medikation anfangen allerdings habe ich ein sedatives antidepressivum bekommen und meiner meinung nach (das bestätigt auch mein freund) brauche ich ein stimulantes antidepressivum, da ich mich schon durchgängig müde und erschöpft fühle, ausserdem bin ich sehr lethargisch.
mir fehlt die kraft und das selbstwertgefühl für dieses leben da draußen und viel zeit gibt es nicht, ich bin gefährdet, denn jeder ausbruch den ich habe kann das ende bedeuten. mein freund macht sich sorgen und ist aber auch überfordert was man ihm wirklich nicht vorwerfen kann.
ich spiele mit dem gedanken mich stationär aufnehmen zu lassen, weil ich meine „ausbrüche“ nicht mehr verantworten kann. und mir momentan die fähigkeit fehlt mein leben ohne professionelle betreuung in den griff zu bekommen. ich muss diese psychosen weg kriegen sonst kann ich mir keine zukunft aufbauen.
kann mir jemand einen ratschlag geben? freue mich über jede antwort.
danke, Kira