Wieso ist der Grundgedanke hier im konkreten Fall nachvollziehbar?
Im Gegenteil wird der Grundgedanke, Veranwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, hier doch gerade konterkarriert!
Gehandelt - der besser nicht gehandelt - hat nämlich hier das Pflegepersonal, das sich seiner Verantwortung entzieht. Und nun ist es ausgerechnet das Opfer bzw. der Geschädigte, der eins auf die Nuss bekommt?
Ganz offensichtlich hat das Krankenhaus nach dem Sturz nicht angemessen reagiert, denn sonst wäre der Vorfall längst der BG gemeldet worden! Das Melden eines Sturzunfalls im Zuge eines Kreislaufkollaps im Krankenhaus hat nämlich auch nichts mit Selbstverantwortung des Patienten zu tun!
Es wird sogar noch mehr ein umgekehrter Schuh draus: Die Meldung bei der Unfallversicherung dient nämlich nur zum einen Teil dem Opfer direkt und unmittelbar. Daran hängt nämlich ein ganzer Rattenschwanz: So hat die BG ein Interesse, dass der Patient nach so einem Unfall so versorgt wird (wozu er übrigens auch zur Mitwirkung verpflichtet ist!), dass er schnellstmöglich wieder arbeiten kann, also etwas, was im Interesse der Allgemeinheit ist. In dem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, dass eine Gehirnerschütterung in den allermeisten Fällen zwar komplikationslos verläuft, aber eben nicht immer. Also gehört das kompetent! versorgt und beobachtet.
Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Aspekt ist das, was durch die Meldung und die Erfassung an sich passiert. Wenn sich nämlich derartige Unfälle an einem Ort häufen, dann wird die BG aktiv, darauf hinzuwirken, dass solche Unfälle künftig vermieden werden (möglicherweise auch, weil der Verantwortliche, hier das KH, in der Vergangenheit eben nicht seiner Verantwortung gerecht wurde - s.o.). Auch daran hat die Allgemeinheit ein Interesse!
Was Peppy hier macht, ist eindeutig: nämlich aus Frust wogegen auch immer vorschnell ohne Hintergrundkenntnis auf denjenigen Einzukloppen, der das schwächste Glied in der Kette ist und ohnehin schon den Schaden hat - und das auch noch ohne auch nur mal ein wenig nachzudenken, was Folgen sein könnten.
Also ganz klar: Verantwortungslos wäre es, das NICHT der BG zu melden und verantwortungslos haben sich, wenn sie tatsächlich noch nicht einmal nach dem Sturz unternommen haben, ganz eindeutig die Mitarbeiter des KH!