Statistik: 4 korrelierte UVn/Prädiktoren / SDT

Hallo,

Sorry - muss die ähnliche Frage erneut posten, da ich inzwischen schon weitergekommen bin.

Fragestellung: „Bedeutung von Sensitivität und Kriteriumsneigung für Aberglaube.“

Die SDT - Variablen werden mit dichotischem Hören und visuellem Halbfeld gemessen.

Es interessieren 4 Variablen:

  • ein Lateralitätsindex für die Kriteriumsneigung beta (Differenz rechtes linkes Ohr)
  • ein Lateralitätsindex für die Sensitivität d’ ("…")
  • die generelle Kriteriumsneigung unabhängig vom Ohr
  • die generelle Sensitivität unabhängig vom Ohr
    d.h. wir haben 4 oder auf Grund der beiden Messmethoden eigentlich 8 UVn.
    dabei geht es vor allem darum, ob die Sensitivität und/oder Kriteriumsneigung als Indizien der Lateralität Aberglaube vorhersagen können sowie ob die Kriteriumsneigung (und/oder Sensitivität) Aberglaube vorhersagen kann.
    AV ist der Aberglaube.

Wir haben nun das Problem, dass diese UVn ja nicht unbedeutend korrelieren dürften, da sie eigentlich sehr ähnliches messen.

Habt ihr Anregungen wie/mit welcher Methode man diese Fragestellung dennoch lösen könnte?

ANOVA ist nicht zu verwenden?
Können die Prädiktoren bei Berechnung mit multipler Regressionsanalyse korreliert sein?
Wäre es sinnvoll 2 multiple Regressionsanalysen zu berechnen - für die beiden Messmethoden dichotisches Hören und visuelles Halbfeld, da diese ja hoch miteinander korrelieren sollten oder wäre es sinnvoller die Werte gleich mittels z-Transformation zusammenzufassen?

Es scheint irgendwie keine Methode optimal zu sein ?? :frowning:

Dankeschööön im Voraus für eure Hilfe!
Wär echt super, wenn ihr mir Tipps, Anregungen…geben könntet!

Lg,
Christiane

Hallo,

kann man nicht alles getrennt angehen und die Ergebnisse hinterher für multiples Testen korrigieren (Bonferroni)?

LG
Jochen

Hallo,

Wir haben nun das Problem, dass diese UVn ja nicht unbedeutend
korrelieren dürften, da sie eigentlich sehr ähnliches messen.

wie hoch korrelieren sie denn?

Habt ihr Anregungen wie/mit welcher Methode man diese
Fragestellung dennoch lösen könnte?

Ja, wie ich schon damals schrieb: multiple Regressionsanalyse.

Können die Prädiktoren bei Berechnung mit multipler
Regressionsanalyse korreliert sein?

Ja.

In SPSS kann man sich zusätzlich Maße dafür ausgeben lassen, ob die Interkorrelation der Prädiktoren zu hoch ist (Multikollinearitätsmaße: Toleranz, VIF; Kollinearitätsdiagnose: Eigenwerte, Konditionsindex).

Wäre es sinnvoll 2 multiple Regressionsanalysen zu berechnen -
für die beiden Messmethoden dichotisches Hören und visuelles
Halbfeld, da diese ja hoch miteinander korrelieren sollten

Wenn Interkorrelationen zu hoch sein sollten, könnte man versuchen, ein oder zwei Indizes zu basteln, mit deren Hilfe man Prädiktoren zusammenfassen könnte. Rein statistisch geht dies relativ einfach mit einer Faktorenanalyse. Man kann dann die Faktorscores als Prädiktoren verwenden.

oder wäre es sinnvoller die Werte gleich mittels
z-Transformation zusammenzufassen?

Mir ist neu, daß man mittels z-Transformation irgend etwas zusammenfassen kann. Damit standardisiert man Variablen.

Dankeschööön im Voraus für eure Hilfe!
Wär echt super, wenn ihr mir Tipps, Anregungen…geben
könntet!

No problema. Aber es wäre schön, wenn Du unsere Postings mit irgend einer Art von Feedback segnen könntest, nachdem wir Dir geantwortet haben. Das steigert die Motivation, eventuell später erneut zu antworten. Nur mal so als Denkanstoß.

Beste Grüße

Hallo,

bei allem Respekt,

Deine Vorschläge sind wohl korrekt, aber würde das die wiss. Frage beantworten?

Ich denke, gefragt war, ob man einen der Parameter A, B, … nutzen kann, um eine andere Größe vorherzusagen. Deine Faktoren mögen letzlich eine bessere Vorhersage liefern als ein einzelner Prädiktor (A, B, …), aber das war doch nicht die Frage…

oder schwimme ich im Dunkeln? :smile:

LG
Jochen

No problema. Aber es wäre schön, wenn Du unsere Postings mit
irgend einer Art von Feedback segnen könntest, nachdem wir Dir
geantwortet haben. Das steigert die Motivation, eventuell
später erneut zu antworten. Nur mal so als Denkanstoß.

Da schließe ich mich an!

Hallo,

Ich denke, gefragt war, ob man einen der Parameter A, B, …
nutzen kann, um eine andere Größe vorherzusagen. Deine
Faktoren mögen letzlich eine bessere Vorhersage liefern als
ein einzelner Prädiktor (A, B, …), aber das war doch nicht
die Frage…

die Fragestellung ist „Bedeutung von Sensitivität und Kriteriumsneigung“ für Aberglaube. Wenn man nun mehrere Indikatoren für Sensitivität und mehrere für Kriteriumsneigung habt, dann steckt der Psychometriker diese Indikatoren u.U. in eine Faktorenanalyse und extrahiert zwei Faktoren A „Sensitivität“ und B „Kriteriumsneigung“. Auf Faktor A laden die Indikatoren für Sensitivität hoch, auf Faktor B die für Kriteriumsneigung. Mit den Faktoren kann man dann weiterrechnen. Habe ich selbst schon gemacht, klappte prima, kann man nachlesen.

Der Vorteil der multiplen Regression ist zudem, daß man den Effekt eines einzelnen Prädiktors auf das Kriterium bereinigt um den Effekt aller anderen Prädiktoren bekommt.

Und man könnte das Ganze auch latent machen (das habe ich gemacht). Da hat man dann noch Meßfehlereffekte - so gut es geht - rausgerechnet.

Beste Grüße