Als Teil meiner Diplomarbeit werte ich Fragebögen über die Photovoltaik (PV)-Branche aus. Dabei werden überwiegend bayrische Firmen angeschrieben. Ich muss beweisen, dass die Ergebnisse auf die ganze PV-Branche in Bayern übertragen werden können. Bei einer Recherche habe ich gefunden, dass man dies mittels einer Hochrechnung machen kann. Allerdings habe ich hierzu keine mathematische Vorgehensweise gefunden.
Im Studium habe ich zwar Statistik belegt, aber meine Vorlesungsunterlagen habe ich leider nicht mehr. Wahrscheinlich haben wir da sowas gemacht, aber ich weiss nicht mehr, wie es geht.
Die Fragebögen sehen so aus: Bei einigen Fragen können mehrere Kästchen angekreuzt werden und bei einer Frage sind in mehreren Beurteilungspunkten die Kästchen „sehr“, „mittel“, „etwas“ oder „nicht“ anzukreuzen, hier ist also nur eine Auswahl möglich. Für die Auswertung der Bögen, habe ich in einer Excel-Tabelle die Anzahl der Ankreuzungen gebildet, darunter die Anzahl der ausgefüllten Fragebögen und daraus den prozentualen Anteil der Ankreuzungen an den gesamten ausgefüllten Bögen gebildet. Ankreuzungen / ausgefüllte Bögen = prozentualer Anteil.
Wenn ich nun die Anzahl der ausgefüllten Bögen, die einzelnen Prozentwerte und die Anzahl der bayrischen Firmen in der PV-Branche habe, wie kann ich die Ergebnisse auf die ganze Branche übertragen? Ich suche also die mathematische Erklärung hierfür.
Hallo stephen26,
Als Teil meiner Diplomarbeit werte ich Fragebögen über die
Photovoltaik (PV)-Branche aus. Dabei werden überwiegend
bayrische Firmen angeschrieben. Ich muss beweisen, dass die
Ergebnisse auf die ganze PV-Branche in Bayern übertragen
werden können.
Das kannst du nur beweisen, wenn du die Ergebnisse für D kennst - aber dann brauchst du deine Fragebögen ja nicht mehr … Richtig ist die Aussage: Du willst die Ergebnisse von Bayern auf D übertragen.
Bei einer Recherche habe ich gefunden, dass man
dies mittels einer Hochrechnung machen kann. Allerdings habe
ich hierzu keine mathematische Vorgehensweise gefunden.
Im Studium habe ich zwar Statistik belegt, aber meine
Vorlesungsunterlagen habe ich leider nicht mehr.
Wahrscheinlich haben wir da sowas gemacht, aber ich weiss
nicht mehr, wie es geht.
Der naivste Ansatz ist, die Ergebnisse 1:1 zu übertragen. Das passt aber nur, wenn deine Stichprobe ein genaues Abbild der PV-Unternehmen von D ist. Dies liegt aber nur dann vor, wenn es Unterscheidungsmerkmale zwischen den Unternehmen gibt, die Einfluss auf die Berantwortung der Fragen haben. In Frage kommen da z.B. Mitarbeiterzahl, Subventionsvolumen, Spezialisierung, Börsennotierung, Verhältnis Forschung / Produktion etc. Kommt ganz auf den Inhalt deiner Fragen an.
Nach diesen Kriterien kannst du deine Stichprobe unterteilen und erhälst einen Anteil von Firmen mit bestimmten Charakteristika innerhalb deine Stichprobe. Wenn diese Anteile den Anteilen von Firmen mit den gleichen Charakteristika in D entspricht, kannst du Ergebnisse deiner Studie :1 übertragen. Wenn nicht, musst du entsprechend gewichten.
Dies als Anfang, vielleicht hilft dir dieser Link weiter, der mathematisch eine Wahlhochrechnung beschreibt:
http://homepage.univie.ac.at/erich.neuwirth/papers/t…
Die Fragebögen sehen so aus: Bei einigen Fragen können mehrere
Kästchen angekreuzt werden und bei einer Frage sind in
mehreren Beurteilungspunkten die Kästchen „sehr“, „mittel“,
„etwas“ oder „nicht“ anzukreuzen, hier ist also nur eine
Auswahl möglich. Für die Auswertung der Bögen, habe ich in
einer Excel-Tabelle die Anzahl der Ankreuzungen gebildet,
darunter die Anzahl der ausgefüllten Fragebögen und daraus den
prozentualen Anteil der Ankreuzungen an den gesamten
ausgefüllten Bögen gebildet. Ankreuzungen / ausgefüllte Bögen
= prozentualer Anteil.
Wenn ich nun die Anzahl der ausgefüllten Bögen, die einzelnen
Prozentwerte und die Anzahl der bayrischen Firmen in der
PV-Branche habe, wie kann ich die Ergebnisse auf die ganze
Branche übertragen? Ich suche also die mathematische Erklärung
hierfür.
Wenn du das wirklich richtig machen willst, wirst du dich wohl von Excel verabschieden müssen; da du eine Dipl. machst müsste dir am Institut „ordentliche“ Software zur Verfügung stehen und dein Betreuer sollte dir ein paar Hinweise geben können, welche Bücher empfehlenswert sind.
Grüße,
JPL