Hallo,
eine Bekannte von mir ist nun endlich glücklich schwanger geworden, ist aber mittlerweile 38 und damit natürlich eindeutig im Risikobereich für Trisomie 21. Sie war vor einigen Monaten bereits einmal schwanger. Der Foetus ist allerdings abgestorben und mußte entfernt werden. Nach diesem traumatischen Erlebnis ist sie glücklich, die kritische Phase überstanden zu haben. Nun hat die Gynäkologin sie gefragt, ob sie eine Amniozentese machen lassen möchte, da die Blutwerte zwar nicht schlecht, aber auch nicht optimal seien. Allerdings erhöht das natürlich die Gefahr einer Fehlgeburt, einer Vorstellung, vor die die Frau verständlicherweise Panik hat. Mehr Informationen hat die Ärztin im Grunde nicht gegeben. Sie hat sich nun an mich gewandt, was ich aus genetischer Sicht davon hielte.
Ich habe nun leider keine verläßlichen Statistiken über die Gefahren. Die Wahrscheinlichkeit bei den Blutwerten liegt »nur« bei etwa 1:1000. Das ist nicht so fürchterlich hoch. Ich persönlich würde nun eine Amniozentese davon abhängig machen, wie hoch dabei das Risiko einer Fehlgeburt ist. Liegt das bei 1:100, würde ich die Finger davon lassen; liegt es hingegen bei 1:10 000 kann man darüber nachdenken (wobei das vermutlich auch immer vom Können des Arztes abhängt). Kennt jemand von Euch verläßliche Statistiken zu diesem Thema?
Im Voraus vielen Dank für alle Hinweise,
Christian