Statistikfrage (signifikanz)

hallo,
kann mir einer folgende statistikfrage beantworten?

ich habe zwei datenreihen von einer reihe von personen (daten sind metrisch, normalverteilt). also:

person 1 - meßwert a, meßwert b
person 2 - meßwert a, meßwert b
person 3 - meßwert a, meßwert b usw.

wie kann man das berechnen, ob ein mittelwertunterschied bei a und b signifikant ist?

ich benutze excel, kann man das damit berechnen? wenn ja, wie?
danke für eure hilfe
hbx

ergänzungsfrage
hallo,
ich habe gerade gesehen, dass nicht alle datenreihen normalverteilt sind wie a und b, also wie kann ich zB eine signifikanz (zB für die mittelwerte von d und e) nachweisen, wenn diese merkmale eine andere verteilungsform haben? wäre eine weitere frage.
danke
hbx

Hallo!

Wenn Du zwei normalverteilte Meßreihen vorliegen hast, die voneinander abhängig sind (z.B. wenn sie an den gleichen Personen erhoben wurden wie in Deinem Fall), dann kannst Du den t-Test für abhängige Stichproben benutzen.

Wenn die Meßreihen nicht normalverteilt sind, dann gibt es mehrere nonparametrische Verfahren, die Du verwenden kannst. Zu nennen sind z.B. der Wilcoxon-Text und der Vorzeichen (Sign)-Test.

Ob Du das mit Excel rechnen kannst, weiß ich nicht, da ich SPSS verwende. Schau doch einfach mal in einem Statistik-Buch nach, dann kannst Du die angegebenen Formeln benutzen und die Rechenarbeit per Computer durchführen.

Freundliche Grüße,

Oliver

Tests für abhängige Stichproben in excel
danke.
der t-test für abh- stichproben ist in excel vorhanden.
der wilcoxon leider nicht glaube ich.
hbx

der t-test für abh. stichproben ist in excel vorhanden.
der wilcoxon leider nicht glaube ich.

Macht auch nix. Wenn deine Datenreihen normalverteilt sind, dann ist der t-Test besser.

Tyll

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sobald eine von zwei (oder mehreren) Reihen nicht normalverteilt ist, mußt du nichtparametrisch testen.
Zudem kommt es wieder darauf an, ob sie abh. sind oder nicht. Im ersteren Fall kannst du den Vorzeichentest oder den Wilcoxon-Vorzeichenrang-Test machen, letzterer hat aber den Nachteil, daß die Differenzen der Paare symmterisch sein müssen (also Schiefe nicht zu arg).
Für unabh. Reihen kannst du den Mann-Whitney-U-Test oder den Mediantest verwenden - je nachdem, ob die Verteilungen ähnlich sind, oder nicht.
Welche davon in Excel möglich sind, weiß ich aber nicht. Sonst mach es, wie Oliver vorgeschlagen hat und: Viel Spaß beim Tabellengucken.
Recht gut in diesem Zusammenhang ist „Verteilungsfreie Methoden in der Biostatistik“ von Bortz, Springer, 2000, da hättest du dann auch eine große Anzhal von Tabellen drin.

Gruß
Tyll

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danke und nachfrage
danke nochmal.
und noch eine nicht-mathematiker-frage hinterher:
woher weiß ich eigentlich, dass daten normalverteilt sind?
bei manchen sachen ist es ja bekannt, aber wennn nicht? was dann?

bzw. was ich auch nicht weiß:
muss ich diese verteilung in meiner stichprobe nachweisen (also an meinen daten), oder muss nur das merkmal in der in der gesamtpopulation gaussverteilt sein?

sorry wenn euch die fragen albern vorkommen, ich kenne zwar das prinzip von signifikanztests ganz gut, kann sie mit excel (so vorhanden) auch berechnen und interpretieren, aber ich weiß halt immer nicht, welcher test richtig ist bzw. wie ich die voraussetzungen für den test definieren muss.

danke
hbx

danke nochmal.
und noch eine nicht-mathematiker-frage hinterher:
woher weiß ich eigentlich, dass daten normalverteilt sind?
bei manchen sachen ist es ja bekannt, aber wennn nicht? was
dann?

Bei den bekannten ist ein Umfang von mehr 50 in der regel ausreichend, um von einer Normalverteilung ausgehen zu können.
Bei den unbekannten gibt es natürlich Tests, mit denen man nachprüfen kann, ob nur eine zufällige oder eine signifikante Abweichung von einer Normalverteilung vorliegt. Der bekannteste (und beste) ist der Kolmogoroff-Smirnov-(Anpassungs-)Test. Als Alternative gibt es den (Chi)²-Test.

bzw. was ich auch nicht weiß:
muss ich diese verteilung in meiner stichprobe nachweisen
(also an meinen daten), oder muss nur das merkmal in der in
der gesamtpopulation gaussverteilt sein?

In den Daten. Also, die Stichprobe muß normalverteilt sein. wenn du aber weißt, daß dein Merkmal normalv. ist (wie z.B. Körpergröße) und hast eben mehr als 50 Werte, dann kannst du davon ausgehen, daß deine Stichprobe auch normalverteilt ist.

sorry wenn euch die fragen albern vorkommen, ich kenne zwar
das prinzip von signifikanztests ganz gut, kann sie mit excel
(so vorhanden) auch berechnen und interpretieren, aber ich
weiß halt immer nicht, welcher test richtig ist bzw. wie ich
die voraussetzungen für den test definieren muss.

Zur Testauswahl kann ich z.B.
http://www.psych.uni-halle.de/~sven/baum.html
empfehlen, ansonsten eben Statistik-Bücher.

Gruß
Tyll

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danke,
das hat mir sehr geholfen, und erspart mir erstmal die lektüre von statistikbüchern!!!
hbx