Statistische Interpretation einer Meßreihe

Hallo zusammen,

ich schreibe gerad eine medizinische Doktorarbeit und muß die entsprechenden Meßwerte statistisch auswerten, was mir ein wenig Schwierigkeiten bereitet.

Wenn mir jemand einen Tipp oder eine Hilfestellung geben könnte wäre ich Euch wirklich sehr dankbar.

Folgendes habe ich gemacht:

Ich habe bei 100 Probanden an jeweils 16 Stellen die Dicke des Zahnfleisches bestimmt. Und das mit jeweils 2 verschiedenen Ultraschall-Meßgeräten.

Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, daß das eine Meßgerät berührungslos arbeitet und das andere nicht, weswegen eins immer etwas kleinere Werte liefert wegen des Anpreßdrucks.

Jetzt habe ich eine riesengroße Excel-Tabelle mit ner Menge Werten und soll folgende Fragen bearbeiten:

  1. Kann man es messen ?
    -haben schon viele Voruntersucher bestätigt und meine Vorstudie (1000 Messungen mit beiden Geräten an einem Modell) bestätigt das auch

  2. Wie dick ist das Zahnfleisch durchschnittlich ?

  3. Wie groß ist die intra- und die interindividuelle Schwankungsbreite ?

Zusätzlich habe ich noch erhoben ob die jeweiligen Probanden männlich/weiblich, Raucher/Nichtraucher sind und wie alt sie sind.

Da es mit Durchschnitt und Standardabweichung wohl kaum getan ist, wüßte ich gerne wie ich die Daten (wenn möglich relativ einfach) weiter aufbereiten muß. Signifikanz ist ziemlich wichtig, nur bin ich mit der Berechnung etwas aufgeschmissen.

Wer weiß Rat ?

Vielen Dank im Voraus,

Marcel

Statistikbücher
Hallo!

Du solltest in Statistikbücher schauen: Ein ganz Gutes ist der Hays (Statistics for the Social Sciences). So schwierig sind Deine Fragen nicht, als daß Du sie nicht durch Lesen von Büchern selbst beantworten könntest. Und für ´nen Doktortitel muß das drin sein! (wünschte in meinem Fach wäre es so einfach, wie es das bei euch Medizinern anscheinend ist).

Gruß,

Oliver

Hi Marcel!
Oliver hat schon recht und am besten besorgst du dir - wen das nicht schon in deinem Institut vorliegt - ein Statistik-Programm, denn derartige Werte per Hand auszurechenen ist wirklich vertane Zeit.

Hallo zusammen,

ich schreibe gerad eine medizinische Doktorarbeit und muß die
entsprechenden Meßwerte statistisch auswerten, was mir ein
wenig Schwierigkeiten bereitet.

Wenn mir jemand einen Tipp oder eine Hilfestellung geben
könnte wäre ich Euch wirklich sehr dankbar.

Folgendes habe ich gemacht:

Ich habe bei 100 Probanden an jeweils 16 Stellen die Dicke des
Zahnfleisches bestimmt. Und das mit jeweils 2 verschiedenen
Ultraschall-Meßgeräten.

Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, daß das eine Meßgerät
berührungslos arbeitet und das andere nicht, weswegen eins
immer etwas kleinere Werte liefert wegen des Anpreßdrucks.

Jetzt habe ich eine riesengroße Excel-Tabelle mit ner Menge
Werten und soll folgende Fragen bearbeiten:

  1. Kann man es messen ?

Nun, was denn überhaupt? Logischerweise kann man nahand der Daten nur die Zahnfleischdicke der entsprechenden Stellen messen. Ob sich das repräsentativ für das gesamte Zahnfleisch ist, kannst du mit deinem Fachwissen begründen.

-haben schon viele Voruntersucher bestätigt und meine
Vorstudie (1000 Messungen mit beiden Geräten an einem Modell)
bestätigt das auch

  1. Wie dick ist das Zahnfleisch durchschnittlich ?

Hier kannst du verscheidenen Mittelwerte bilden: Von allen Patienten (3200 Daten) von einem Patienten (32 Daten) oder von allen möglichen Untergruppen der Patienten (Raucher, Nichtraucher, Clusterung nach Alter, Geschlecht - sogar nach weiblichen Rauchern, die jünger als 15 sind o.ä.). Wichtig ist nur, daß die Gruppen nicht zu klein wenrden. Prinzipiell läßt sich sagen, daß 30 Personen Miminum sein sollten.

  1. Wie groß ist die intra- und die interindividuelle
    Schwankungsbreite ?

Die Varianz, bzw. Standardabweichung. Die Intraindividuelle Standardabweichung ist der Streuungsparameter für jeden einzelnen Patienten, der Interindividuelle der über eine Gruppe von Personen (s.o.).
Diese können stark voneinander abweichen.

Zusätzlich habe ich noch erhoben ob die jeweiligen Probanden
männlich/weiblich, Raucher/Nichtraucher sind und wie alt sie
sind.

Da es mit Durchschnitt und Standardabweichung wohl kaum getan
ist, wüßte ich gerne wie ich die Daten (wenn möglich relativ
einfach) weiter aufbereiten muß. Signifikanz ist ziemlich
wichtig, nur bin ich mit der Berechnung etwas aufgeschmissen.

Sinnvoll ist immer eine Überprüfung, ob deine Meßwerte normalverteilt sind, oder nicht, außerdem solltest du in der Arbeit das vorliegende Skalenniveau erwähnen. Als Schmankerl kannst du vielleicht noch den Korrekturterm zwischen den beiden Meßgeräten berechnen.
Die Signifikanzen werden i.a. von den statistik-Programmen zu den entsprechenden Kenngrößen mitberechnet.

Gruß
TYll