Sensorreinigung
Hi,
Beim recherchieren habe ich dann einige Meinungen gefunden,
die von schnell verschmutzenden Chips bei häufigen
Objektivwechsel reden.
Das kommt darauf an. Bei meiner Arbeitsweise (häufiger Objektivwechsel im Freien bei Wind und Wetter) muss ich den Sensor etwa alle 14 Tage bis 3 Wochen reinigen.
Kann man das durch bestimmte Handhabung beeinflussen?
definitiv. Bei Wind (hier fliegt viel Staub durch die Luft) das Objektiv nicht wechseln. Oder aber nicht bei großen Blenden arbeiten. Kleine Partikel sind bei Offenblende oder f/8 oft noch gar kein Problem und werden erst bei f/22 sichtbar.
Wo ist
der Unterschied zu einer analogen Kamera - warum verschmutzen
die nicht so (außer dass sie keine Chips haben - schon klar).
äh, Du siehst es bei den analogen nur selten, da der Dreck mit dem Film transportiert wird. Es kommt aber schon mal vor, dass ein Staubkorn einen ganzen Film verkratzt …
Es wird auch oft davon gereden, dass Sigma dieses Problem
wesentlich besser im Griff hat - wie haben die es gmacht?
Kann man die Reinigung eigentlöich selbst vornehmen,
ja - wie ich finde problemlos. Du brauchst allerdings eine ruhige Hand. Sowohl der Sensor als auch die Verschlusslamellen sind äußerst empfindlich.Der Verschluss ist zur Reinigung zwar geöffnet, man sollte deshalb nicht wild scheuern, grob „ausrutschen“ oder gar der Kamera mit einem Staubsauger brachial zu Leibe rücken. Es gibt im Netz Berichte von Leuten, die es geschafft haben, Verschlusslamellen herauszusaugen …
Ich nehme den Kinetronics Speckgrabber und tupfe den Sensor damit nur ab. Der Speckgrabber wird dann mit ultrareinem Wasser gereinigt. Aqua dest./ deionisiertes Wasser von der Tankstelle sollte aber auch reichen.
Pusten finde ich nicht so gut, da der Dreck nur im Gehäuse verteilt wird. Es gibt auch Lösungen zum Wischen (Sensorswabs von Microtools) mit Methanol (giftig!, Hautkontakt vermeiden). Mir ist dabei allerdings die Gefahr zu groß, dabei die Sensorabdeckung mit einem scharfkantigen Staubpartikel (Sand) zu verkratzten.
Noch einige Regeln aus der Reinraumarbeit:
Nie mit einer Dreck- äh Partikelquelle (besonders Kopf und Haare) direkt über eine emfindliche Oberfläche (Sensor) gehen. Dreck folgt der Schwerkraft und den Luftströmungen. Deshalb auch nicht in Richtung der Oberfläche ausatmen oder die emfindliche Fläche gar mit Fingern (Fettflecken) oder noch schlimmer spitzen Gegenständen (Pinzette) anfassen (Reinigungstücher mit Metallpinzetten sind ein No-no). Das klingt alles wunderbar logisch, wird dann aber oft im Eifer der Arbeit falsch gemacht.
Deshalb: Arbeiten am gestreckten Arm durchführen und nicht! mit dem Schuppenhaupt über die geöffnete Kamera gehen. Sonst hagelt es schneller Schuppen als Du wischen kannst. Wenn man das Gehäuse „visuell inspizieren“ willst und nah mit den Augen ran willst, dann immer von der Seite.
Bisher kamen die SIGMA-Kameras mir immer sehr viel schwerer
vor, weshalb sie nie in die engere Wahl gekommen sind bei mir.
Die haben ein zusätzliches Glas eingebaut. Wenn allerdings Abrieb vom Verschluß den Sensor verschmutzt, muß das Glas ausgebaut werden (auch das geht).
Ciao R.