Hallo!
Nehmen wir an, eine Umzugsfirma oder eine andere Firma, die eigentlich durch Fahrerei ihre Umsätze macht, hat Firmenfahrzeug und muss regelmäßig tanken. Dabei behält sie die Belege von der Tankstelle, führt aber kein Fahrtenbuch.
Also wenn das Fahrzeug für 10-15 € im Monat getankt wurde, dann kann man das noch akzeptieren. Aber wenn das Fahrzeug für 50-100 € im Monat getankt wurde und dabei hat man gar keine Umsätze gemacht? Ist das annehmbar?
Was ist zu tun, wenn der Firmeninhaber nicht wusste, dass er ein Fahrtenbuch zu führen hat? (Er schreibt nur die Adressen auf, wenn er einen Auftrag hat, sonst nicht)
Danke sehr
Anna
Servus Anna,
um das beurteilen zu können, sind wenigstens zwei weitere Angaben notwendig:
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Ist es denn zweifelhaft, ob das Fahrzeug überhaupt zu 10% oder mehr für das Unternehmen eingesetzt wird? In diesem Fall hängt von einem geeigneten Nachweis, sinnvollerweise Fahrtenbuch, die umsatzsteuerliche Behandlung ab.
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Ist das Fahrzeug von seiner Bauart her für private Nutzung gänzlich ungeeignet (z.B. Schwarzdeckenfertiger, Zuckerrübenvollernter)? In einem so gelagerten Fall wäre auch ohne Fahrtenbuch kein Geldwerter Vorteil der privaten Nutzung zu versteuern.
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Wie verhält sich denn der Wert der pauschal mit monatlich 1% des Listenpreises berechneten privaten Nutzung zu dem Wert, der bei Führung eines Fahrtenbuches in etwa nachweisbar wäre? Bringt das Fahrtenbuch überhaupt einen Vorteil, der zum Aufwand passt?
Schöne Grüße
MM
Hallo Martin,
Sie helfen mir ja immer wieder!
- Ist es denn zweifelhaft, ob das Fahrzeug überhaupt zu 10%
oder mehr für das Unternehmen eingesetzt wird?
- Ist das Fahrzeug von seiner Bauart her für private Nutzung
gänzlich ungeeignet (z.B. Schwarzdeckenfertiger,
Zuckerrübenvollernter)?
Das Fahrzeug wird überwiegend fürs Unternehmen eingesetzt. Es ist so ein quasi Lastwagen für 2-3 Personen vorne und Laderaum hinten.
- Wie verhält sich denn der Wert der pauschal mit monatlich 1%
des Listenpreises berechneten privaten Nutzung zu dem Wert,
der bei Führung eines Fahrtenbuches in etwa nachweisbar wäre?
Bringt das Fahrtenbuch überhaupt einen Vorteil, der zum
Aufwand passt?
Ein Fahrtenbuch bringt überhaupt kein Vorteil. Das einzige worüber wir uns Sorgen machen ist die Frage, was passiert, wenn ein Prüfer kommt und fragt: Sie haben in diesem Monat für 100 € getankt und kein einziges mal gearbeitet. Das waren zwar die ersten Beschäftigungsmonate für den Selbständigen, aber wir wollten einfach mal auf die Nummer sicher gehen.
Danke
Anna
Hallo Martin,
ich nerve wieder 
Eine kleine Frage: rein theoretisch weiss ich, dass wenn ich bei Lexware buche, dann sind die Ust, die vom Finanzamt erstattet werden oder die ans Finanzamt bezahlt werden, auf Konto 3820 zu buchen. Stimmt das oder irre ich mich?
Danke, schönes WE
Anna