Hallo zusammen,
seit gestern Nachmittag habe ich heftiges Stechen im Nacken. Dieses Stechen tritt sporadisch auf und hält immer nur ein paar Sekunden an. Der Schmerz sitzt ganz oben im Nacken, fast am Kopfansatz.
Ich weiß, ich sollte zum Arzt gehen. Da ich aber desöfteren mal einen Tag unergründliche Schmerzen an den unterschiedlichsten Körperstellen haben, die dann genauso schnell wieder weg sind wie sie gekommen sind, wollte ich noch bis morgen mit dem Arztbesuch warten. Allerdings machen mir die Schmerzen schon ein bischen Angst, da sie recht doll sind und so nah am Kopfbereich auftreten.
Ich muss dazu sagen, dass ich schon seit Jahren Probleme mit dem Nacken und dem Rücken habe. Mir ist genau an der Stelle, die jetzt wehtut schon ein paar Mal ein Wirbel rausgesprungen und ich habe des öfteren an dieser Stelle Schmerzen, die aber völlig anders sind als die Schmerzen jetzt (Nervenentzündungen). Das wurde auch schon vom Orthopäden abgecheckt und mit den Worten „Ich solle mich nicht so anstellen.“ Man könnte halt nichts machen, da ich eine leichte Schiefstellung der Hüfte habe. Der Orthopäde hat nur den Nackenbereich geröngt, sonst keine weiteren Checks wie wie CT o.ä. gemacht.
Ich habe gestern übrigens kein Sport oder ähnliches gemacht, der die Schmerzen ausgelöst haben könnte.
Was könnte das sein?
Viele Grüße
Samira
Mesotherapie
Hallo zusammen,
war gerade beim Arzt und habe wohl eine Entzündung der Nervenwurzeln (Radikulopathie) im Nackenbereich. So langsam habe ich keine Lust mehr auf den ganzen Mist *grummel*
Ich bekomme jetzt eine Mesotherapie, heute war die erste Behandlung. Hat jemand von euch schonmal etwas davon gehört? Ich habe der Behandlung zugestimmt, da ich die Schmerzen loswerden möchte. Bin mir aber nicht sicher ob das wirklich hilft. Hinzukommt, dass es von der Krankenkasse nicht übernommen wird. Habt ihr schon Erfahrungen mit dieser Therapie gemacht?
Gruß
Samira
[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!
Servus Samira,
jetzt lehne ich mich als Zahnarzt weit aus dem Fenster - mir scheint nur, daß hier sehr schnell (vor einer ausreichenden Differentialdiagnose) auf eine IGEL-Leistung eingeschwenkt worden ist. Mit anderen Worten: "Jetzt fangen wir mal eine - kostenpflichtige - Behandlung an. Wenn sie hilft, haben wir ja auch schon die Diagnose. Genaueres findest Du beim Googeln nach „Diagnose ex juvantibus“ und/oder bei Wikipedia.
Es gehört aber erst eine ordentliche Diagnose her, weil unter Umständen eine Borreliose dahinter stehen kann. Eine ausführliche, wahrscheinlich zu fachliche Erläuterung zur Radikulitis findest Du hier:
http://www.dgn.org/141.0.html?&no_cache=1&sword_list…
Daraus geht IMHO hervor, daß ein Neurologe besucht werden sollte. Auch Röntgenaufnahmen sind wahrscheinlich nötig. Hast Du keinen Hausarzt, der Dich zum Neurologen schicken könte und bei dem auch die Stränge zusammenlaufen sollten, wenn sich verschiedene Disziplinen mit Dir abgegeben haben?
Meine Nase sagt mir, daß hier ein diagnostischer Schnellschuss zu einer lukrativen Therapieform geführt hat, deren Hauptnutznießer der Arzt ist. Die Patientin sollte aber schon auch etwas davon haben :-/
Was sagen denn die allgemeinärztlichen Kollegen - Peter?
Kai
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Hallo Kai,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mir schon so etwas gedacht. Leider bin ich mit meiner Hausärztin (bei der ich heute auch war und die mir diese Therapie verordnet hat) nicht wirklich zufrieden. Sie ist noch recht jung und kommt glaube ich gerade erst von der Uni. Sie stellt meiner Meinung nach immer ziemlich schnell einfach irgendeine Diagnose. Sehr unbefriedigend. Das Problem ist nur, dass wir seit einem in diesem Dorf leben, in dem es keinen anderen Arzt gibt.
Nach deiner Antwort werde ich jetzt zu meiner alten Hausärztin gehen und ihr die Sache schildern.
Gruß
Samira
Ich muss mir mal Luft machen
Puh, bin gerade mal wieder echt wütend auf Ärzte. Klar, dass ist gerade ein Rundumschlag, aber bis jetzt habe ich leider oft schlechte Erfahrungen gemacht.
So heute wieder. Ich war ja heute Mittag wegen der oben genannten Schmerzen beim Arzt. Die Therapie, die die Ärztin mir verpasst hat, hilft überhaupt nichts, obwohl sie behauptet hat, dass es beim ersten Mal schon anschlägt. Die ersten drei Stunden war auch alles ok, kein Wunder ist ja auch eine Art Betäubungsmittel enthalten. Jetzt geht es wieder los und zwar noch schlimmer als vorher.
Ich weiß mir langsam echt keinen Rat mehr. Bin momentan einfach nur noch wütend. Wofür machen Ärzte eigentlich ein Studium? Sorry an alle Ärzte, die ihren Beruf kompetent ausüben.
Gruß
Samira
Ach, Samira!
Ach, Samira!
Was glaubst Du, wie oft wir über die IT’ler fluchen?
Ungehemmter Gebrauch der Fachsprache auch Laien gegenüber, unhinterfragtes Wirken nach Gutdünken und Kohle ohne Ende — ihr seid die neuen Halbgötter in weiß.
Aber das nur am Rande. Ist schon mal Akupunktur gegen Deine Beschwerden versucht worden?
Gruß
Peter
Hallo Samira,
was meinst Du mit Schiefstellung der Hüfte?
Ist es eine Hüftdysplasie, eine Steilhüfte oder einfach nur ein Beckenschiefstand?
Bei ersteren beiden kann man zumindest lindern und damit Deine Statik unterstützen, beim letzteren kann man richtig was dagegen tun und die Auswirkungen auf den Rest, wie z.b. den Nacken, lindern.
Hast Du Physio bekommen, warst Du mal beim Osteopathen, Chiropraktiker (einem, der das Jahrelang studiert hat und nicht nur Wochenendekurse) oder ähnlichem, was hat der Orthopäde gegen Deine Schiefe Hüfte unternommen?
Du bräuchtest evtl jetzt einmal akut Hilfe, die Stelle im Nacken wieder zu beruhigen und auf Dauer eine Behandlung Deiner schiefen Hüfte!
Gruß
Kathy
Ach, Samira!
Was glaubst Du, wie oft wir über die IT’ler fluchen?
Ungehemmter Gebrauch der Fachsprache auch Laien gegenüber,
unhinterfragtes Wirken nach Gutdünken und Kohle ohne Ende —
ihr seid die neuen Halbgötter in weiß.
Der war gut
) Übrigens, das mit den neuen Halbgöttern in weiß war in der IT-Branche vor ca. 10 Jahren der Fall. Diese Phase ist bei uns nun leider auch vorbei 
Aber das nur am Rande. Ist schon mal Akupunktur gegen Deine
Beschwerden versucht worden?
Ja ist es und es hat nichts gebracht.
Gruß
Peter
Gruß
Samira
Hallo Kathy,
was meinst Du mit Schiefstellung der Hüfte?
Ist es eine Hüftdysplasie, eine Steilhüfte oder einfach nur
ein Beckenschiefstand?
Genauer gesagt ist ein Bein bei mir minimal länger als das andere und das führt zu einer schiefen Hüfte. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Bei ersteren beiden kann man zumindest lindern und damit Deine
Statik unterstützen, beim letzteren kann man richtig was
dagegen tun und die Auswirkungen auf den Rest, wie z.b. den
Nacken, lindern.
Hast Du Physio bekommen, warst Du mal beim Osteopathen,
Chiropraktiker (einem, der das Jahrelang studiert hat und
nicht nur Wochenendekurse) oder ähnlichem, was hat der
Orthopäde gegen Deine Schiefe Hüfte unternommen?
Nein war ich alles nicht. Der Orthopäde hat mich, wie andere vorher auch schon nur müde belächelt und gemeint „ich solle mich nicht so anstellen, es könne ja nicht so schlimm sein.“ Verschrieben hat er mir eine Einlage für die Schuhe, die aber alles nur noch schlimmer gemacht hat. Ach ja Akkupunktur habe ich auch bekommen - hat aber nichts geholfen.
Du bräuchtest evtl jetzt einmal akut Hilfe, die Stelle im
Nacken wieder zu beruhigen und auf Dauer eine Behandlung
Deiner schiefen Hüfte!
Wie würde denn eine akute Hilfe aussehen? Meine Ärztin scheint das nicht zu wissen.
Gruß
Kathy
Hallo,
vorab: Ich bin kein Arzt oder sonstwie Mediziner.
Aber ich bin noch nie von der Vorstellung ausgegangen, dass Medizin eine exakte Wissenschaft ist. Wir wissen z.B., dass Placebo-Effekt funktioniert, aber nicht genau wie bzw. nicht quantifizierbar.
Ich habe viel zu viel Respekt vor meinem Körper oder der Natur an sich, um zu erwarten, dass das nach Schema F funktioniert.
Also: Arzt guckt und testet --> gesicherte Diagnose --> Mittel A,B oder C hilft.
So einfach ist die Welt nunmal nicht gestrickt.
Gruß
eklastic
Hallo Elke,
das ist mir schon klar, das habe ich auch nie erwartet. Es kommt vielleicht in meinem Beitrag etwas anders rüber, weil ich gestern mal wieder nach dem xten Arztbesuch, der mir nicht weiterhilft ziemlich verzweifelt war.
Weißt du, ich renne schon Jahrelang zu Ärten. Jeder sagt etwas anderes. Du kommst dir nicht ernst genommen vor und das kann echt frustrierend sein. Ich habe jeden Tag Schmerzen, da ist das Ganze noch frustrierender.
Gruß
Samira
Hallo Samira,
Genauer gesagt ist ein Bein bei mir minimal länger als das
andere und das führt zu einer schiefen Hüfte. Mehr kann ich
dazu nicht sagen.
Mit anderen Worten: ein sog. Beckenschiefstand. Der kann verschiedenste Gründe haben und die können zwischen Füßen und Kopf liegen und er kann sich auf den Nacken auswirken und anders herum.
Nein war ich alles nicht. Der Orthopäde hat mich, wie andere
vorher auch schon nur müde belächelt und gemeint „ich solle
mich nicht so anstellen, es könne ja nicht so schlimm sein.“
Verschrieben hat er mir eine Einlage für die Schuhe, die aber
alles nur noch schlimmer gemacht hat. Ach ja Akkupunktur habe
ich auch bekommen - hat aber nichts geholfen.
OK. Dann wäre es evtl an der Zeit einen guten Manualtherapeuten, Osteopathen, Physio aufzusuchen (Für den Manualth. und Physio brauchst Du ein Rezept. Wenn Dein Orthop. Dir keines geben möchte, frag ihn nach einer privaten Verschreibung, musst Du dann zwar auch selbst bezahlen, erlaubt dem Physio aber, Dich zu untersuchen und zu behandeln.
Wie würde denn eine akute Hilfe aussehen? Meine Ärztin scheint
das nicht zu wissen.
Angenommen Du wärst jetzt vor mir in meiner Praxis, dann würde ich folgendes tun:
Ich würde Dich 1. genau befragen, nennt man Anamnese, u.a. um ernsthafte Dinge wie z.b. einen Bandscheibenvorfall eher auszuschließen, dann 2. würde ich Dich untersuchen, mit meinen Händen und ein paar Tests.
Die genaue Behandlung ergibt sich dann aus dem, was ich vorfinde und aus der Anamnese.
Ziel für die akute und erste Behandlung wäre Deinen Schmerz im Nacken stark zu lindern oder wegzubekommen.
Wenn ich dafür von unten erst Deinen Beckenschiefstand bearbeiten muss, können meine Tests darauf hinweisen. Also eine Kombination aus Becken gerade richten und Nacken direkt behandeln. Da kann man viel tun, manchmal reicht es schon die Muskeln zu entspannen. Erst mal Ruhe reinkriegen und die körpereigenen Schmerzmittel zu der richtigen Stelle.
Akute Schmerzen sind immer wieder Gründe für Patienten uns aufzusuchen und im allgemeinen kann man sagen, dass sie die Praxis doch recht hoffnungsvoll wieder verlassen. Nach ein paar Tagen Muskelkater gehts dann meist deutlich besser.
Einen Versuch wäre es evtl Wert.
Gute Besserung!
Kathy