In einem Altbau gibt es in einem Kellerraum eine Lampe, aber keine Steckdose. Nun habe ich mir eine Feuchtraumsteckdose (so eine mit Klappe, Aufputz) besorgt, und möchte ausgehend von der Verteilerdose das Ding anschließen.
Als ich die Verteilerdose öffnete, stellte ich fest, dass es nur 2 Leitungen, also keine echte Erdung (gelb-grün) gibt.
Bedeutet es nun eine große Gefahr, wenn man die Steckdose nur mit den vorhandenen Leitungen anschließt, also ohne eine Erdung??
An die Dose soll evtl ein einfaches Radio oder eine Bohrmaschine oder Stichsäge angeschlossen werden. Alles nur kurzzeitig, keine Dauernutzung.
Bitte keine Hinweise von wegen ‚Hände weg, lass das einen Elektriker machen‘. Ich weiß was ich tue, bin in der Hinsicht fit und kein Laie.
An die Dose soll evtl ein einfaches Radio oder eine
Bohrmaschine oder Stichsäge angeschlossen werden. Alles nur
kurzzeitig, keine Dauernutzung.
Wenn Du eine Schukosteckdose an die Wand schraubst, muss jeder Verbraucher mit passendem Stecker sicher und im Dauerbetrieb anschließbar sein. Eine Schukosteckdose mit in der Luft hängendem Schutzkontakt ist unzulässig. Notfalls muss eben eine neue Strippe ab Zähler gelegt werden.
Mir ist schon klar, dass einschlägige Vorschriften die eine Welt sind und das, was manche Leute tatsächlich machen, eine ganz andere. Früher war mal je nach EVU die Nullung an der Steckdose erlaubt. Dabei wird in der Steckdose eine Brücke zwischen Schutzleiter und Nulleiter gelegt. Mindestens theoretisch ist es möglich, dass der Kreis, an den Du die Steckdose anschließen möchtest, über einen Fehlerstromschutzschalter läuft. In solchem Fall ist es zwar nicht erlaubt, aber immerhin vertretbar, den Schuko in der Steckdose nicht anzuschließen.
Was auch immer Du treibst, wenn etwas passiert, bist Du dran. Je näher Du qua Ausbildung oder beruflich an der Elektrotechnik bist, desto „dranner“.
bei derartigen Installationen besteht immer die Gefahr, dass entgegen allen Planungen und Vorsichtsmaßnahmen eben doch einmal etwas angeschlossen wird, was unbedingt einen Schutzleiter braucht. Musst ja auch nicht Du sein, der dann zappelt. Willst Du das riskieren? Verboten ist es sowieso.
Hallo Markus
Die steckdose darf auf keinen Fall an einer 2 Aderigen Leitung angeschlossen werden . Solltest du eigentlich wissen Wenn du ein Fachmann bist .
Aber es dürfte für dich ja kein Problem sein vom Potenzialausgleich einen Schutzleiter 1 mal 2,5 mm Quadraht zu legen
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deine Steckdose darfst du nicht mit 2 Leitern anschliessen!
Damals gab es die klassische Nullung, die aber heute verboten ist!
Varante 1: eine neue Strippe zu legen zum Verteilerkasten.
Variante 2: eine Strippe zum PA ziehen und sich da den Schutzleiter besorgen.
Variante 3: Das Thema war sehr umstritten und oft diskutiert hier … und zwar geht es da um Bestandsschutz die besagt das alles was neu gemacht wird der DIN VDE entsprechen muss, aber in den teilen die schon bestehen, du deine neue Anlage an die bestehende anbinden kannst.
In dem Falle würde das bedeuten das du in der Verteilerdose eine Stromlose Mininullung machen koenntest!
Das bedeutet aber im ungünstigsten Fehlerfalle ( Nullleiter schmort weg und kein Schutzisoliertes Geraet) du dann die volle last zu spüren bekommst wenn du das geraet einschaltest. Deswegen wurde auch die klassische nullung verboten.
Mir war es vor allem wichtig zu wissen, ob eine solche Konstruktion heutzutage erlaubt ist.
Ich hatte sowieso überlegt, die ganze Kabellage (auch die der Lampen) auf 3-Adrigkeit umzubauen.
In Wohnräumen hab ich das schon gemacht.
@Peter(TOO): Weil ich zwar ein Ingenieurstudium habe (und dadurch eine gewisse Erfahrung, auch in der Elektrik), aber kein ausgebildeter Elektiker bin, weswegen ich die (aktuellen) Vorschriften nicht kenne.
@H.Kollmeyer:
Solltest du eigentlich wissen wenn du ein Fachmann bist.
Ich bin kein Fachmann (für Elektrik), sonst würde ich in der Tat nicht die Frage stellen.