Hallo
Ich bin seit ca 8 Monaten in einer Kurzzeit Psychotherapie. Ich habe 1 Mal die Woche 1 Std. In der ganzen Zeit hatte ich zwar ein gutes Gefühl bei der Therapie,aber auch irgendwie auch das Gefühl das die alleine nicht ausreicht um meine Probleme in den Griff zu bekommen.
Dies habe ich meiner Psychologin auch mitgeteilt. Sie kann aber aufgrund anderer Termine meine Therapiezeiten nicht ausweiten.
Tatsächlich hat sich meine Situation auch Zwischenzeit verschlechtert.
Deshalb die Frage gibt es evtl. etwas das stärker wirkt?
Klinikaufenthalt? Pillen? oder was auch immer ?
Ich habe Depressionen und starke Einsamkeitsgefühle und Probleme eine Beziehung zu führen.
Für Tipps bin ich euch dankbar 
Hallo Uwe!
Sehr gut finde ich, dass Du das Thema bei der Therapeutin angesprochen hast. Da gehört es letztlich auch hin. Da du aber nicht schreibst, welche Richtung (also z.B. Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Gestalttherapie) die Therapie hat bzw. welche Ziele ihr eigentlich in der Therapie gesetzt habt, ist eine Antwort so kaum möglich. Mir erscheint z.B. rätselhaft, wie 8 Monate eine „Kurzzeittherapie“ sein können… Aus Sicht eines Psychoanalytikers vielleicht, aber aus Sicht der Verhaltenstherapie wäre das eine ganze Ewigkeit… Ich will damit nicht sagen, dass es nicht sinnvoll sein kann solange eine Therapie zu machen. Nur finde ich es halt auffällig. Nicht selten werden solche Fragen dann gestellt oder thematisiert, wenn es auf das Ende der Therapie an sich zugeht und man sich über den Erfolg oder Misserfolg klarwerden sollte.
Ich kann wiederum nur für mich sprechen, wenn ich aber eine Zielsetzung der Therapie als wesentliche Grundbedingung ansehe. Also sollte möglichst von Anfang an klar sein, welche Problembereiche in einem begrenzten Zeitraum von xx genehmigten oder abgesprochenen Stunden zu bearbeiten ist (und was nicht). Wenn nun ein Patient meint, dass „mehr“ Therapie notwendig ist, so sollte dies zum Thema der nächsten Stunde gemacht werden. Manchmal steckt man da nämlich Mitten in einer Grundproblematik des Patienten, dann muss man schauen, ob man dies zunächst zum Thema macht. Klar ist jedenfalls, dass Psychotherapie nicht als „Beziehungsersatz“ oder beliebige Möglichkeit zum Besprechen aller Probleme des Lebens dienen kann. Sonst wäre sie unendlich und nicht zielführend.
Weitere Grundbedingung (aus meiner subjektiven Sicht) einer ambulanten Psychotherapie ist es, dass der Patient zwischen zwei Therapiesitzungen ausreichend stabil ist, um ohne Hilfe des Therapeuten klar zu kommen. Dabei ist der Abstand von einer Woche (zumindest bei Verhaltenstherapeuten) die Regel.
Nun kann es sein, dass Kriseninterventionen erforderlich werden. Etwa wenn besondere Erlebnisse oder aber auch besondere emotionale oder sonstige Dinge in der Therapie dies akut erforderlich machen. Krisenintervention heisst aber auch, dass dies die Ausnahme und nicht die Regel ist. Wie nun diese Ausnahme definiert ist, hängt wieder sehr von den Vereinbarungen mit deiner Therapeutin ab. Ich kann dazu natürlich überhaupt nicht spekulieren. Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass sie möglicherweise entweder keine Kapazität oder aber auch keine Notwendigkeit (oder Sinn) darin sieht, ja sogar eine zusätzliche Therapiestunde als ungeeignet einschätzen würde.
Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten oder Hilfsangebote. Diese solltest Du dann mit der Therapeutin zum Thema machen. Seien es medikamentöse Optionen, eine tagesklinische Behandlung, stationäre Behandlungen oder eben insbesondere Selbsthilfemöglichkeiten. Wenn Du dich akut gefährdest siehst, solltest und kannst Du natülich auch jederzeit direkt Kontakt mit einer psychiatrischen Abteilung, dem Notdienst oder aber auch bei akuter Suizidalität der Polizei aufnehmen. Ich wünsche Dir aber, dass es nicht soweit komm und Du gemeinsam mit der Therapeutin einen Weg findest.
Hallo
Ich bin seit ca 8 Monaten in einer Kurzzeit Psychotherapie.
Ich habe 1 Mal die Woche 1 Std. In der ganzen Zeit hatte ich
zwar ein gutes Gefühl bei der Therapie,aber auch irgendwie
auch das Gefühl das die alleine nicht ausreicht um meine
Probleme in den Griff zu bekommen.
Dies habe ich meiner Psychologin auch mitgeteilt. Sie kann
aber aufgrund anderer Termine meine Therapiezeitennicht
ausweiten.
Tatsächlich hat sich meine Situation auch Zwischenzeit
verschlechtert.
Deshalb die Frage gibt es evtl. etwas das stärker wirkt?
Klinikaufenthalt? Pillen? oder was auch immer ?
Ich habe Depressionen und starke Einsamkeitsgefühle und
Probleme eine Beziehung zu führen.
Für Tipps bin ich euch dankbar
Danke erstmal für die gute Auskunft
Es handelt sich um eine Gesprächstherapie.
Richtung ist wohl Tiefenpsychologie - Glaube ich.Es wurde ein Kindheitstrauma bei mir diagnostiziert.
Mein erstes Ziel war mal eine glückliche und längere Beziehung zu einem Partner zu haben.Mitlerweile bin ich davon aber ab und wäre schon froh wenn es gelänge das ich Depressionsfrei und glücklich leben könnte.
Kurzzeittherapie geht bis zu 1 Jahr.Aber meine Therapie wird sich wohl verlängern, hat meine Psychologin gesagt.Wie gesagt hat sich meine Situation verschlimmert.
Ob ich zwischen den Sitzungen stabil bin ,kann ich schlecht sagen.Ich bin hart im nehmen und habe schon viel mitgemacht
Aber es geht mir schon manchmal zwischen den Stunden schlecht.
Für Selbsthilfemöglichkeiten würde ich mich interessieren,da ich gerne selber "wieder auf die Beine"kommen würde.
Hallo Uwe,
es gibt sehr unterschiedliche Psychologen und Psychotherapeuten, deswegen ist es vielleicht hilfreich, wenn Du mal abwägst, was ein Therapeutenwechsel für Dich bedeuten würde und ob Du das auf Dich nehmen willst. Ich möchte nicht durch die Hintertüre sagen, daß Du wechseln sollst, sondern ich denke, wenn Du Dich damit beschäftigst, machst Du Dir die Punkte, die Dir wichtig sind, nochmal bewußt. Diese solltest Du dann in einer der nächsten Sitzungen einbringen. Ich bin kein Experte, aber meiner Meinung ist in einer Gesprächstherapie wichtig, daß Du immer die Möglichkeit bekommst, darauf zu achten, nicht zu kurz zu kommen.
Ich kann Dir nichts raten zur „Steigerung“, dafür müßte sich ja eigentlich Dein Therapeut zuständig fühlen. Manche reden sich da auch möglicherweise ein Stück weit raus, neben vorgeschobenen Terminen haben diese aber völlig unterschiedliche Maschen, sich selber abzugrenzen. Es ist hier in Deutschland ja lobenswert, mit Stärke zuzusehen, wie einer von der Brücke springt, ohne Selbstzweifel zu bekommen. Helfen ist in unseren Breitengraden dagegen nicht sehr beliebt.
Dennoch verstehe ich, was Du mit „Steigerung“ meinst und kann es auch nachvollziehen. Vielleicht gerade deshalb, weil ich nicht „Experte“ bin.
Es gab des öfteren in diesem Forum, sich an einen Psychiater zu wenden. Ich könnte mir vorstellen, daß Dir das helfen könnte. Er könnte Dich vielleicht medikamentös einstellen oder so, gehe einfach mal zu einem hin. Die beißen ja nicht. Es gibt in der Tat mir bekannte Fälle, wo eine Depression auf Stoffwechselstörungen beruhte.
Vielleicht erzählst Du in Deinen Therapiestunden zu viel und stellst zu wenig Fragen. Frage doch mal, wie Du mit Deinen Problemen umgehen kannst und was Du konkret tun kannst, um nicht wieder das eine oder andere Problem zu bekommen. In der nächsten Stunde berichtest Du dann, was Du probiert hast, wie erfolgreich Du damit warst und fragst, was Du anders/besser machen könntest und was davon richtig war. So irgendwie würde ich es machen.
Meine Therapeutin hat mir letztens irgendwas erzählt von Tiefenpsychologischem Krimskrams, vielleicht hat jemand hier den Fachbegriff parat. Sie meinte das wäre auf jeden Fall zwei bis dreimal wöchentlich auf der Couch liegen und sich ganz seinen Gefühlen hingeben. Fand ich sehr interessant.
Es gibt Infos im Internet und Selbsthilfegruppen wie Sand am Meer. Einmal angefangen hörst Du nicht mehr auf. Ich würde mir vielleicht sagen „Das bin ich, ich bin mies drauf, und ich habe auch allen Grund dazu. Darüberhinaus versteht kein Mensch, warum ich so mies drauf bin und das bringt mich noch mieser drauf.“ Dann würde ich mal in allen Nuancen durchspielen, wie mies ich drauf sein kann und dann voll Selbstironie durchspielen, wie geschickt ich bin, die anderen nicht merken zu lassen, wie mies ich drauf bin und dir Fröhlichkeit in Person spielen. Warum sollst Du nicht mal mies drauf sein? Warum soll es denn keiner merken? Warum soll es denn jeder merken?
Zur Beziehungsfähigkeit ist es vielleicht wichtig zu wissen, daß es nicht schadet, wenn man, zumindest eine Zeit lang, sich selbst aktiv aufrafft, Beziehungen zu pflegen. Hier meine ich auch Freunde oder Menschen, die einem in geewisser Weise wichtig sind, z.B. Vermieter, Nachbarn, Eltern, oder auch flüchtige Bekannte von irgendwelchen Partys. Gute Freunde, jetzt fall nicht um, kann man wöchentlich treffen, weniger bedeutende monatlich oder zweimonatlich. Also regelmäßig anrufen und auch hinterhertelefonieren. Deine Autowerkstatt ruft Dich auch nicht an, trotzdem bist Du zufrieden damit. Warum soll also ein Mensch anrufen, der Dir wichtig ist? Du kannst ihn ja anrufen.
Na das soll erst mal reichen. Ich denke ein paar Denkanstöße sind hilfreich, und wenn Du sagen kannst „Das will ich für mein Leben nicht“ hat es Dir auch geholfen.
Gruß, AndyM
hi
Kurzzeittherapie geht bis zu 1 Jahr.
wenn ich mich nicht irre geht es bei kurzzeittherapie um 25 therapiestunden und
bei die längere variante liegt bei 50 stunden, dazu kann dann natürlich immer
noch verlängert werden… zumindest werden so die anträge auf kostenübernahme
gestellt…
wenn dir die therapie scheinbar nicht weiterhilft und die psychologin auch
keine anstalten macht daran etwas zu ändern, dann würde ich die psychologin
wechseln… ein guter psychologe sollte den zustand seiner patienten
einschätzen können und bei bedarf auch auf andere therapieformen hinweisen
(verhaltenstherapie, medikamentengabe, etc)…
bist du vielleicht privatpatient? vielleicht lässt sie dich ja deshalb nicht so
gerne gehen 
mfg
jj