Ich bin gerade dabei, mir im Garten einen kleinen Bachlauf anzulegen, mit Folie, und stehe nun vor der Frage, wie ich die „Quelle“, den Pumpeneinlauf gestalten soll.
Ich denke an eine Art Hügel aus unbehauenen Steinen. Urgestein.
Von daher ergibt sich die Frage, ob man Steine mit Silikon verkleben kann.
Und ob das hält?
und genau deshlab (und weil ich auch finde, dass Silikon am „naturbelassenen“ Quellmäuerlein besch… aussieht…) würde ich den Haufen wie ne Trockenmauer aufbauen (stabil aber ohne was dazwischen…)
-> am besten flache Steine aufschichten, durch die grossen Flächen (viel Reibung) ist das ganz gut haltbar…
Also das soll im Prinzip schon eine Trockenmauer werden
Das Problem ist eigentlich, das Wasser, das zwischen den Steinen, nicht aus einem sichtbaren Rohr, heraus kommen soll, so zu leiten, dass es hörbar und sichtbar in den Quellteich plätschert und nicht irgendwo zwischen den Steinen versickert.
Wer es schon mal versucht hat, weiß, dass Wasser leicht dazu neigt, an der Unterkante eines Steines entlang, wieder zurück zu fließen.
Ich hab zwar einen passenden Stein mit einer Art Rinne, der hält aber leider nicht in passender Stellung, weil er zu kurz ist. Er müsste deswegen hinten beschwert werden.
Im Baumarkt raten sie bei derartigen Fragen natürlich zu Zement, der würde aber lange Zeit giftige Stoffe ans Wasser abgeben. Bei anderen Klebern weiß wieder niemand, ob die giftig sind, bzw. auch unter Wasser halten.
Hallo.
In meiner Jugendzeit (schon lange her) habe ich mal in einem Aquarium eine Rückwand mit Natursteinen gestaltet. Das Aquarium auf den Rücken gelegt, die Rückwand mit ca 2 cm dickem Zementmörtel, Eigenmischung 1:3, versehen und in dieses Mörtelbett Natursteinplatten gedrückt. Nach ca. einer Woche alles mehrmals gut abgespült und dann Wasser, Pflanzen und Fische rein. Irgendwelche Schäden habe ich damals nicht feststellen können. Besetzt war dieses Aquarium Jahrelang mit Zahnkarpfen und Barschen. Auf alle Fälle wars ein Hingucker.
Ich kann Dir empfehlen, für Deine Gestaltung mit den Steinen Zementmörtel zu verwenden. In meinem Bekanntenkreis haben einige ihren Gartenteich mit Beton gegossen und mit Pflanzen und Fischen besetzt ohne das bisher negative Dinge aufgetreten sind.
Gruss Peter
dass bei Nemo Misanthrop unten am Wasserlauf wahrscheinlich einige Tiere leben, die einigermaßen empfindlich auf die genannten Stoffe sind (von Cadmium war noch gar nicht die Rede), halte ich für höchst wahrscheinlich.
Ich glaube kaum, dass er sich mit ein paar Goldfischen zufrieden gibt.
Als Aquarianer vermeidet man halt einige Stoffe grundsätzlich. Zement genauso wie die wunderschön glänzenden Messingarmaturen, die mir im Baumarkt immer wieder angeboten werden.
Es wäre auch kontraproduktiv, da das ganze Ding hauptsächlich mit Regenwasser befüllt werden soll und sich, bei der hohen Verdunstungsrate an einem Bach, Schadstoffe sehr schnell anreichern würden.
Was da später mal drin leben soll, ist eigentlich noch vollkommen offen. Schaun wer mal, wer freiwillig kommt.
Gibt ja wohl kaum was Interessanteres, als etwas Biotop-ähnliches neu anzulegen und dann zu beobachten, was sich da so entwickelt.
Neulich hab ich in einem Waldbach hier in der Nähe Mühlkoppen entdeckt. (Kleine Sensation!) Interessant wäre es schon, aber für die ist der Bach, schon wieder mal, viel zu klein. Außerdem stehen sie unter Naturschutz.
So ein Ding hatte ich auch mal, vor ca. 40 Jahren. Es war ein Winkeleisengestell mit dicken Scheiben, hinten und unten noch Drahtglas. Der Vorbesitzer hatte da an der Rückwand Schotter vom Bahndamm einzementiert.
Das ganze Ding wog leer schon über zwei Zentner, wozu dann noch ca. 5 Zentner Wasser und Kies kamen.
Trotzdem, es war wunderschön, zumindest, als die Steine an der Rückwand veralgt waren. Damals hab ich Augenfleck-Buntbarsche darin gehalten, ich war halt noch Optimist.
Zur optischen Wirkung trug wesentlich bei, dass es im Verhältnis weit höher war, als die heute üblichen (zu flachen) Becken.
Zahnkarpfen brauchen hartes Wasser und die meisten Buntbarsche mögen es auch. Für die kann sowas also regelrecht nützlich sein. Weichwasserfische würde ich nicht darin halten, wobei Zement natürlich mit der Zeit auch auslaugt und nicht mehr soviel Schadstoffe abgibt, wie am Anfang.
zu den Mühlkoppen (was für eine Begegnung!) passt das grade weniger, aber generell wird eine (minimale) Absenkung des pH-Wertes wohl keine größeren Probleme bereiten. Vor diesem Hintergrund wäre es vorstellbar, die Steine anzubohren und mit Hartholz-Rundhölzern (4 oder 5 mm Durchmesser, ich weiß nicht, was da bei Baumarktware Standard ist) sozusagen miteinander zu verdübeln; wenn die Löcher nicht zu tief gehen, werden die Rundhölzer beim Aufquellen kaum die Kraft entwickeln, die zum Sprengen der Steine nötig ist, und sich eher längs, aus dem Loch raus, ausdehnen. Holz hat bei ständiger Feuchtigkeit zwar nicht grade das ewige Leben, aber Hartholz hält auch ohne jede Behandlung im Feuchten länger, als man glauben könnte - und wenn die Löcher einmal im richtigen Winkel am richtigen Ort sind, ist es auch keine große Aktion mehr, die Hölzer nach einigen Jahren auszutauschen, wo sie weggegammelt sind.
Heute muss ich Dir leider ein bisschen widersprechen
Holz dehnt sich bei Quellen fast nur in der Querrichtung aus (Fasern quellen in der Dicke, nicht in der Länge)…
Sofern komplett unter Wasser hält gerade Eichenholz Jahrhunderte lang! (vgl. Venedig = ist praktisch komplett auf Holzstämmen erbaut…)
Hier aber denke ich werden nur die wenigsten Deiner gedachten Verbindungen komplett im Wasser = da eine einzelne Stelle zu ersetzen (bei nur wenigen cm Stärke evtl. alle Jahre welche) hielte ich für ziemlich aufwendig - vom Aufbau ganz zu schweigen…
-> Mein Tip daher wie gesagt Trockenmauer und für die Wasserführung rinnenförmige Steine
wenn einer nicht reicht, dann ziegelartig mehrere, die sich auch direkt berühren (das Rohr kann ja bis fast zur Sichtbarkeitsgrenze liegen)…
(für das Trockenmäuerchen in meinem Garten hab ich mal hier mal dort einen Lesestein mitgenommen = jetzt ne schöne bunte Reihe…)
-> klar ist in der Trias einfacher als im Sander…
aber auch da: es gibt immer auch Kiesel die flach und ausgewaschen sind - oder vllt. sind mal welche zum Spalten geeignet (im Endeffekt brauchst Du ja nur einen wirklich guten „Spuckstein“ finden…)
-> mach halt mal Urlaub in einem „Steinland“ (Geologie Muschelkalk oder Sandstein ist IMHO ganz erfolgsversprechend…)
Nordrand Kohlenpott, also eigentlich Niederrhein/Münsterland, mein „Revier“ im weiteren Sinne, da, wo ich immer herum streune ist die „Hohe Mark“
Hier findet man, -selten-, eigentlich nur rund geschliffene Steine, meistens Sandstein.
Ich will aber unbehauene "Fels-"brocken. Hab ich ja auch schon. Nur eben nicht gerade viel.
und was für Turmhöhen willste denn erreichen?
halber Meter reicht, nur gut aussehen muss es halt.
(für das Trockenmäuerchen in meinem Garten hab ich mal hier
mal dort einen Lesestein mitgenommen = jetzt ne schöne bunte
Reihe…)
Da es „natürlich“ aussehen soll, geht bunt eben gerade nicht.
-> klar ist in der Trias einfacher als im Sander…
aber auch da: es gibt immer auch Kiesel die flach und
ausgewaschen sind - oder vllt. sind mal welche zum Spalten
geeignet (im Endeffekt brauchst Du ja nur einen wirklich guten
„Spuckstein“ finden…)
Große Kiesel könnte ich am Rhein finden, nur Kiesel sollen es eben nicht sein, Felswände aus Kieseln gibt es nicht.
-> mach halt mal Urlaub in einem „Steinland“ (Geologie
Muschelkalk oder Sandstein ist IMHO ganz
erfolgsversprechend…)
Irgendwann nächstes Jahr werde ich wieder ins (heißgeliebte) Allgäu fahren, nur bis dahin sollte der Bach eben schon fertig sein.
Und zwei Zentner Steine lädt man sich ja auch nicht so zum Spaß ins Auto. Da kommt kaufen dann schon billiger.
fang der Lesbarkeit wegen noch mal oben in der Reihe an,
ist aber ne Antwort auf Deinen letzten Beitrag weiter unten:
na Sandstein ist doch schon keine schlechte Sache…
(nur rundgeschliffen und Sandstein?..)
jedenfalls bei Sandstein könntest Du doch mal probieren, ein paar davon zu spalten zu versuchen = evtl. kommt dann die „rinnige“ Form von alleine raus… (den Ansatz vom Meisel an dernicht sichtbaren Rückseite…)
Alternativ - kommt auch etwas auf die Härte des Sandsteins an… - könnte man überlegen eine Rinne reinzuschleifen. muss ja nicht gleich ein Canyon sein, aber gerade Wasser und Sandstein (wo der abgeriebene Sand den Sandstein gleich weiterschmirgelt) gibt die wildesten Formen…
Mein Vorschlag der"Urlaubsmitbringesel" bezog sich nur auf die paar wenigen „rinnigen“ Stücke/Steine - den „Turm“/die Mauer sollst Du ja aus dem Gestein von vor Ort bauen - das finde ich immer eine gute Lösung… (aber ein paar einzelne Hilfssteine für das Wasser von woanders, warum nicht)
das alles ist wie gesagt nur meine Vorstellung, möchte Dir Mut machen, ein wenig zu experimentieren… - Kleben von Steinen ist (IMHO) aber eher ne theoretisch als praktisch erfolgreiche und aesthetisch gelungene Idee…
also frohes Steinekloppen - kannst ja auch mal ein paar Bilder einstellen, was Deine „Sandkiesel“ betrifft…