in einer Übersetzung, die ich aus dem Schwedischen ins Deutsche und
Englische machen muss, kommt eine steinzeitliche Axt vor. Sie stammt
aus der Jägersteinzeit umd ist vom sogenannten „Limhamnstyp“. Gibt es
das Wort „Limhamnstyp“ auf deutsch auch oder wie ist die korrekte
Übersetzung? Vielleicht weisst du auch zufällig das englische Wort?
Das Material, aus dem die Axt ist, heisst - aus dem Schwedischen
wörtlich übersetzt - „Grünstein“. Ich habe herausgefunden, dass
Grünstein im deutschen ein Diabas ist. Das haute aber nicht mit der
Erklärung hin, die ich im Schwedischen gefunden habe (Diorit,
Quarzdiorit, Amfibolit u.a.).
vorsicht: Vielleicht gibt es auch einen Ort Namens Limhamn, bei dem die erste Axt dieses Typs gefunden wurde und nach dem nun solche Äxte benannt werden.
Hallo, Manfred und Martina,
klar gibt es den Ort Limhamn. er liegt in der Nähe von Malmö und der Steinbruch der auf dieser Seite gezeigt wird http://connywww.tg.lth.se/BergFKDokument/Limhamn.html
Sie zeigt auch eine Schicht mit in den Kalkstein eingebetteten Feuersteinknollen. Vielleicht sind daraus auch Steinzeitäxte hergestellt worden. Leider ist die Seite nur in schwedisch.
Beste Grüße
Eckard.
ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass Limhamn bei Malmö der Namensgeber für diesen Axttyp ist. Der Typ ist nämlich in Dänemark (heutzutage direkt mit Limhamn durch die Öresundbrücke verbunden), Schonen (wo Limhamn liegt) und Blekinge („Bundesland“ in direkter Nachbarschaft zu Limhamn) gefunden worden. Aber WIE HEISST DAS DANN AUF DEUTSCH? Sagt man da auch „Limhamnstyp“?
Hoffe weiterhin auf Hilfe,
Martina
P.S.: Auf der Webseite war übrigens kein Hinweis zur Steinzeit oder Archäologie.
Aber WIE HEISST DAS DANN AUF DEUTSCH? Sagt
man da auch „Limhamnstyp“?
Hallo, Martina,
sicher, denn viele Geräte und andere Funde aus der Frühzeit werden nach ihrem Fundort benannt. Denke doch nur mal an den Neandertaler!
Und wenn dieses in der Nähe des Ortes Limhamn gefundene (oder aus dem dort zu findenden Stein hergestellte) Beil besondere charakteristische Merkmale aufweist, ist es nur gerechtfertigt von einem „Beil des Limhamn-Typus“ zu sprechen.
P.S.: Auf der Webseite war übrigens kein Hinweis zur Steinzeit
oder Archäologie.
Das hatte ich auch nicht behauptet. Die Tatsache aber, dass es dort ein bedeutendes Vorkommen von Flintsteinknollen gibt, erschien mir im Zusammenhang mit Deiner Frage und Steinzeitbeilen doch bemerkenswert.