Stellenangebote vom AA, wie verhalten?

Hallo, ich bräuchte mal einen Tipp von Euch. Ich habe mich arbeitssuchend ab 15.0.4.2004 gemeldet. Bislang werde ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Geld bekommen, da meine Kündigung immer noch nicht da ist (AG geschlossen, da Insolvenz).
Nun mein Problem: heute kommen mit der Post zwei Arbeitsangebote vom AA und ich soll mich da melden. Das Problem, die eine Stelle ist für 120 Std/monatlich, ich kann aber höchstens 80 Std/monatlich arbeiten und das AA weiss das. Die 2. Stelle liegt etwa 1 Fahrtstunde entfernt und das bei 20 Stunden in der Woche, ist auch nicht so doll. Nun wollte ich beim AA anfragen, ob das mit der 120 Std.-Stelle ein Irrtum war, aber da geht um diese Zeit freitags keiner mehr dran. *logo*
Hinten auf den Angeboten steht natürlich auch gleich die Belehrung, dass ich eine Sperre kriege, wenn ich mich nicht melde.
Was tun?
Außerdem ist ein Urlaub im Juni gebucht, der nicht zu verscheiben ist ohne große finanzielle Einbußen. Die Dame auf dem AA hat dazu nichts gesagt, wie auch in den weiteren Fragen, sie war einfach nur inkompetent.
Danke für Antworten.
Gruß

Frauke

Hallo Frauke,

Nun mein Problem: heute kommen mit der Post zwei
Arbeitsangebote vom AA und ich soll mich da melden. Das
Problem, die eine Stelle ist für 120 Std/monatlich, ich kann
aber höchstens 80 Std/monatlich arbeiten und das AA weiss das.

Hier fängt die Schaukelei schon an - es wird sicherlich objektive Gründe dafür geben, dass Du nicht mehr als 80h verfügbar bist; klarer als eigene Spekulation mit der Zumutbarkeit ist ein Vorstellungsgespräch, in dem dieser Sachverhalt nochmal kurz diskutiert wird, und das dann natürlich zur Nichteinstellung führt. Kostet alle Beteiligten Zeit und Geld, aber bringt dem „Vermittler“ bei der Agentur für Arbeit eine saubere Akte.

Die 2. Stelle liegt etwa 1 Fahrtstunde entfernt und das bei 20
Stunden in der Woche, ist auch nicht so doll.

Zwei Stunden Wegezeit sind bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger zumutbar. Wenn ortsüblich länger gependelt wird, auch längere Zeiten. Auch hier gilt: Vorstellen und absagen lassen, weil der Arbeitgeber mit jemandem, der so weit weg wohnt, natürlich nichts anfangen kann.

Hinten auf den Angeboten steht natürlich auch gleich die
Belehrung, dass ich eine Sperre kriege, wenn ich mich nicht
melde.

Die kriegst Du dann. Aber wenn Du Dich vorstellst, den Zettel zurückschickst und draufschreibst, warum Dich die Arbeitgeber nicht einstellen wollten, kriegst Du keine.

Außerdem ist ein Urlaub im Juni gebucht.

Mach Dir um den Urlaub jetzt die allergeringsten Sorgen.

Zum Thema Urlaub steht einiges in den Unterlagen, die Du vom AA bekommen hast. Glaub einem, der im Leben nicht damit gerechnet hätte, irgendwann einmal Langzeitarbeitsloser zu sein: Wenn Du es tatsächlich schaffen solltest, schon jetzt, im Juni 2004, einen Job zu haben, dann ist das viele Urlaube und viele Stornogebühren wert. Zum Skiurlaub im Februar wirst Du anderenfalls, fürchte ich, weder das nötige Kleingeld noch die Lust haben. Die Seele verschlammt sehr schnell in diesem Zustand, auch bei stabilen Naturen.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Außerdem ist ein Urlaub im Juni gebucht, der nicht zu
verscheiben ist ohne große finanzielle Einbußen.

dazu habe ich mal ein Frage.
Wenn dir jetzt eine für dich zumutbare und zufriedenstellende Arbeitsstelle angeboten wird, wie verhältst du dich dann?
Nach 6 Monaten steht dir erst Urlaub zu und dein Arbeitgeber in Spe lässt auch nicht mit sich reden, ist der Urlaub dann immer noch nicht zu verschieben, nimmst du die finanziellen Einbußen dann in Kauf oder nimmst du die Stelle nicht an?

Neugierige Grüße
roland

Hallo,
das Ganze ist etwas komplizierter, es hat nicht nur mit finanziellen Einbußen (aber auch) zu tun. Mein Mann bekommt nicht anders Urlaub, meine Tochter kommt in die Schule im Augsut, also wenn wir nicht im Juni fahren, dann wird es dieses Jahr nichts mehr. Da ich, als wir gebucht haben, nicht ahnen konnten, dass es so mit meinem AG endet, werde ich versuchen auch einen Weg zu finden, diesen Urlaub zu nehmen. Wie das im einzelenen aussieht, hängt vom zukünftigen AG ab.
Verrätst Du mir, wieso Dich das so interessiert?
Gruß Frauke

Danke für die Antwort! o.w.T.

Hallo,

natürlich verrate ich dir das.
Mich hat es interessiert, wo du bei der Arbeitssuche deine Prioritäten setzt. Da es bereits April ist, dürfte es für dich schier unmöglich sein, die Urlaubsreise anzutreten, denn im Juni bist du erst knapp drei Monate beim neuen Arbeitgeber.
Ich wollte wissen, ob die Arbeit nicht so wichtig ist oder ob du sie dringend benötigst.
Im ersten Fall würde ich verstehen, das andere Dinge wichtiger sind und du Argumente suchst, um die angebotene Arbeit nicht antreten zu müssen.

Gruß
roland