Stellungnahme zu Vorfall an Arbeit verfassen?

Vorgeschichten:

1.) Person B wurde aufgrund betriebsinterner Gründe vorübergehend in einem anderen Aufgabenbereich eingesetzt. Person A war zu der Zeit sein Vorgesetzter. B kam morgens zur Arbeit und A hatte B die zu erledigenden Aufgaben vorbereitet. B war damit nicht einverstanden, da er über das Wochenende mit Person D geklärt hat, dass er andere Aufgaben erledigen soll und stellte sich quer, die Aufgaben von A zu erledigen. A wusste nichts von dieser Absprache und forderte B auf, die Arbeit von A zu machen. B wollte D sprechen. Dieser war nicht erreichbar. A verlangte von B, dass dieser seine Kompetenzen und seine Autorität nicht in Frage stellen und untergraben soll und forderte B erneut auf, die Aufgaben zu erledigen. B sagte zu A, „Gut, (förmliche Anrede) … Sie sind der Vorgesetzte.“ B hatte vorher A nie gesiezt, geschweige denn beim Nachnamen angeredet und andersrum auch nicht. A fragte B, warum B A auf einmal siezt und wieso er in einem solchen Ton mit ihm reden würde. Der Ton von beiden wurde lauter. Aber der Tenor der Sätze beider Seiten war immer derselbe. Es gab keine Beleidigungen oder sonstigen verbalen Ausfälle. In der Tür begegneten sich beide und berührten sich unabsichtlich. Aus dieser „Berührung“ wie sie von den Personen C und E an den Chef herangetragen wurde, wurde eine „Fastschlägerei“ gemacht. A und B sprachen danach miteinander und „vertrugen“ sich. Auch in einer Besprechung mit dem Chef und Kollegen wurde dieser Vorfall besprochen und soweit bereinigt.

A wurde mittlerweile auf Dauer versetzt und B ist der Vorgesetzte von A.

2.) A begrüßte B ein wenig überschwänglich, als A die Firma betrat, aber nicht überzogen, sondern eben sehr freundlich und gut gelaunt. B sagte A, dass A nicht in diesem Ton so mit ihm reden solle. A erwiderte, dass er sich seine gute Laune von B nicht vermiesen lassen würde und fragte, warum B auf einmal so schlecht gelaunt sei, zumal beide ca. 20 Minuten vorher miteinander telefoniert haben und B freundlich A gegenüber war und auch zu einem Scherz aufgelegt war. A nutzte diesen „Guten-Mooorgen-Ton“ und begrüßte Person F. B schüttelte mit dem Kopf und meinte, dass A kindisch wäre und sagte leise „Trottel“ vor sich hin. A stand B ca. 50 cm gegenüber und hörte dieses Wort. A fragte B daraufhin, was er gesagt habe. B entgegnete, dass er nichts gesagt habe. Zeuge von B, Person C, hat auch nichts gehört und stand ein wenig weiter weg als A („Ich habe nicht gehört, dass B so etwas gesagt hat.“). A ruft B eine halbe Stunde später an und möchte, nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, dass B sich für das Wort „Trottel“ entschuldigt. B sagt, „dass er sich nicht erinnern kann, so etwas gesagt zu haben“. A erwidert, „dass er nichts für seine geistige Umnachtung kann“ und verlangt Person D. A klärt D über den Sachverhalt auf und möchte, da sich B nicht entschuldigt hat, dass dieser Vorfall dem Chef vorgetragen wird. Zu einer weiteren Aussprache kommt es nicht.
Aktueller Vorfall:

Einige Tage später fragt A B, wo sich der Schlüssel befindet, den er für die Erledigung eines Arbeitsweges benötigt, da dieser von A nicht an der Stelle vorzufinden ist, wo sich dieser befinden sollte. B sagt, dass der Schlüssel nicht da wäre. A fragt ein zweites Mal, da diese Antwort für ihn unbefriedigend ist. B erwidert wieder, dass der Schlüssel nicht da wäre. A kommt sich ein wenig veralbert vor und sagt, dass er gerne wissen möchte, wo sich der Schlüssel befindet, da er diesen benötigt und verlangt von B eine zufriedenstellende Antwort. B antwortet, dass er sich vor A nicht rechtfertigen muss. A sagt, dass es nicht um Rechtfertigungen gehen würde, sondern lediglich um eine ganz banale, aber konkrete Antwort, die er gerne haben möchte und fragt im gleichen Atemzug, ob B nicht in der Lage dazu sei und ob B etwas gegen ihn hat bzw. ein Problem mit ihm hat. Darauf erhält A keine Antwort, sondern lediglich die Anweisung, dass A B siezen soll. A versteht nicht, was B zu dieser unpassenden und unbegründeten Aufforderung bewegt und fragt B, was das solle und er könne ihn sehr wohl siezen und sagte „Sie Arsch, meiner Meinung nach.“ Das „meiner Meinung“, damit nichts in den falschen Hals gerät und es sich hierbei um meine Meinung handelt und nicht um eine allgemeingültige Aussage und Feststellung.“ B erwiderte, dass A ihn mit dieser Äußerung in die Karten spielen würde. C ist mittlerweile Vorort und möchte als Vorgesetzter wissen, was geschehen sei. A sagte C, dass ihn das nichts anginge und eine Sache zwischen A und B sei. C möchte dennoch wissen, was los ist und hakt nach. A fragt C, ob er sich erinnern kann, dass B zu A vor einiger Zeit „Trottel“ gesagt hat. C verneint diese Frage („Ich habe das von B nicht gehört.“). A zu C, „Dann hat sichs für dich erledigt.“ B fordert A auf, vorliegende Unterlagen mitzunehmen. A sagt zu B, dass er diese nicht mitnimmt, da er diese nicht benötigt, weil er aufgrund des fehlenden Schlüssels seine Arbeit nicht erledigen kann. B fragt A, ob dass eine Arbeitsverweigerung wäre. C sagt B, dass A nun einmal ohne diesen Schlüssel nicht den Job erledigen kann und er diese Unterlagen nicht mitnehmen muss. A fragt B, was er eigentlich meinte mit „in die Karten spielen“. Ob B A aus der Firma haben möchte. A zu B, dass dieser Vorfall ja passt, zumal in der Chefetage erzählt wird, dass sich A und B fast geschlagen hätten. Darauf B, dass A B fast geschlagen hätte. A kann sich nicht mehr zurückhalten und fragt B, wieso dieser lügt und ob er denn jetzt eine für diese Lüge haben möchte. B geht ihm entgegen und sagt, „Dann komm doch.“ Personen C und F gehen dazwischen und A ist fassungslos, dass B über eine längst abgehakte Angelegenheit eine Lüge verbreitet. A kann nicht mehr an sich halten und beleidigt B mit mehreren Kraftausdrücken, wobei A immer sagt, dass es sich dabei um seine Meinung handelt. C berichtet D von diesem Vorfall. F sagt beiden unabhängig voneinander, dass die Situation total kindisch war und diese nicht geschehen wäre, wenn B A eine konkrete Antwort gegeben hätte und ihn nicht provoziert hätte. Zu A sagt F, dass die Beleidigungen falsch waren.

A sieht ein, dass sein Benehmen einer ihm unwürdig war. Zumal er sich sonst in solchen Stresssituationen zurückhalten kann und sich nicht provozieren lässt und sich nicht auf ein solches Niveau herablässt. Zwei Tag nach dem Vorfall geht A zu B in Anwesenheit von C und F und sagt ihm, „Ich möchte, dass wir bezüglich der Arbeit vernünftig miteinander kommunizieren können. Persönliche Meinungsverschiedenheiten oder dergleichen und Privates bleiben außen vor. Ich entschuldige mich für die Beleidigungen.“ B erwidert, dass er kein Interesse daran hat. A sagt abschließend, dass er nicht diskutieren möchte und B ihn ansonsten in Ruhe lassen soll und er ihn nicht provozieren und beleidigen soll.

Zu dem Vorfall soll eine Stellungnahme von A und B geschrieben werden.
Wie würdet ihr aus Sicht von A eine Stellungnahme schreiben, worin die Wahrheit steht und auch zugegeben wird, dass A sich im Ton und in den Wörtern vergriffen hat, aber A nicht sooo schlecht dabei wegkommt, wie man erst denkt?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

Freches Klößchen

Uff… A bis F sollten vielleicht einfach mal zusammen bowlen gehen und zwei / drei Bierchen zischen. Vielleicht wird denen dann klar, dass das da kein Kindergarten ist. Oder ist das einer?

Meine Güte, die armen Kollegen. Was für ein unprofessionelles, kindisches Benehmen.

Im dargestellten fiktiven Fall würde ich an C’s Stelle formelle Ermahnungen aussprechen, und zwar nach geschilderter Sachlage an beide.

Aber zum Thema:

An As und Bs Stelle würde ich eine Abhandlung entsprechend kurz halten (unter weitgehend Vermeidung von „und dann hat er gesagt und dann habe ich gesagt und dann hat er gesagt - und das war gelooogen!!“).

Ich würde in drei Sätzen beschreiben dass die Beziehung zwischen A und B aufgrund vorangegangener Vorfälle und nicht zuletzt auch durch den Hierarchiewechsel angespannt war, dass man das Vorgefallene sehr bedauere und die mangelnde Professionalität nun erkenne und zwischenzeitlich ein klärendes Gespräch geführt habe in dem die Maßnahmen x, y und z vereinbart wurden, die sicherstellen, dass so etwas nie wieder vorfällt.

Gruß

Ramona

An As und Bs Stelle würde ich eine Abhandlung entsprechend
kurz halten (unter weitgehend Vermeidung von „und dann hat er
gesagt und dann habe ich gesagt und dann hat er gesagt - und
das war gelooogen!!“).

Ich würde in drei Sätzen beschreiben dass die Beziehung
zwischen A und B aufgrund vorangegangener Vorfälle und nicht
zuletzt auch durch den Hierarchiewechsel angespannt war, dass
man das Vorgefallene sehr bedauere und die mangelnde
Professionalität nun erkenne und zwischenzeitlich ein
klärendes Gespräch geführt habe in dem die Maßnahmen x, y und
z vereinbart wurden, die sicherstellen, dass so etwas nie
wieder vorfällt.

Was genau würdest du an As Stelle schreiben?

A ist zwar kann sich zwar verbal und auch non-verbal gut ausdrücken, aber er hat (berechtigte) Angst, dass jedes geschriebene Wort ihm im Munde rumgedreht wird.

A möchte natürlich auch, dass klar wird, dass er aufgrund der unprofessionellen Art (unentschuldigte Beleidigung in der Vergangenheit und Provokationen) von B entsprechend (falsch) reagiert hat.

Vielen Dank nochmals.

Schöne Grüße

Was genau würdest du an As Stelle schreiben?

Konkrete Antworten würden m.E. schon Rechtsberatung darstellen und die ist hier nicht gestattet. Daran würde dann auch kein A oder B mehr was ändern.

MfG