Stent/Plavix u. Aspirin/neue OP/Heparin u. Clexane

Hi,
folgendes:
Habe letztes Jahr einen Stent bekommen und nehme seitdem Plavix, Aspirin, Bisoprolol, Ramipiril und Simvahexal.
Nun soll ich beschnitten werden.
Der Urologe schickt mich wegen OP-vorbereitender Untersuchung wieder zum Hausarzt und sagt, Plavix und Aspirin müssen 10 Tage vor OP abgesetzt werden, und dafür Heparin gespritzt werden. Hausarzt solle EKG, aber nicht Bluttest machen, dass mache er selbst.

Hausarzt sagt,das kann nicht sein, denn EKG kann er nicht abrechnen (da ich unter 41 J.), deshalb macht er auch den Bluttest. Medikamentenumstellung solle aber der Urologe in Absprache mit den Anästhesisten machen. Aber Plavix müsse man gar nicht und das Aspirin erst 3 Tage vor OP absetzen. Ich also zum Urologen…

Urologe sagt(eigentlich die Angestellte beim Arzt, da Arzt keine Zeit um mit mir persönlich zu sprechen), ich sei wegen der Stentgeschichte doch beim Hausarzt in Behandlung und der müsse doch wissen, was ich genau einnehme und wie man das wegen der OP umstellen muss. Er kann nichts machen. Aber auf jeden Fall beides 10 Tage vor OP absetzen. Ich also zum Hausarzt…

Hausarzt sagt, das eine hätte nichts mit dem anderen zu tun. Das kann nicht sein, dass der Uro die OP macht und der Hausarzt das mit den Medikamenten und dafür auch noch die Verantwortung übernimmt. Ich also zum Urologen…nein, ab jetzt nur noch telefonisch.

Urologe sagt(nicht zu mir persönlich, hat er schriftlich in meinen Unterlagen notiert), er DÜRFE Heparin gar nicht verschreiben, er kann das nur privat verordnen, er könne nichts machen. Ausserdem müsse Plavix und Aspirin 7 Tage vor OP abgesetzt werden. Und das sagt er mir heute, Tag 6 (!) vor der OP. Also Anruf beim Hausarzt…

Hausarzt sagt, das stimme alles gar nicht, ich solle zur KV gehen und mich über Uro beschweren. Aber er hätte jetzt die Faxen dick, ich solle vorbei kommen. Er gibt mir dann 5 Spritzen Clexane und sagt, Plavix nicht absetzen und Aspirin 3 Tage vor OP und mit den Spritzen 4 Tage vor OP beginnen.

Das ist der momentane Stand. Nun bin ich also gut informiert und über alles aufgeklärt worden, so wie man sich das vorstellt…
10 Tage, 7 Tage, 3 Tage? Plavix auch absetzen, oder nur Aspirin? Ist Clexane gleich/schlechter/besser/anders als Heparin?

Habe ich nur Pech mit den Ärzten oder ist das inzwischen Standard?

Was mache ich jetzt? Habt ihr Tipps oder Empfehlungen?

Grüße
Didi
der eh schon genug Schiss vor der ganzen Sache hat…

Hi also:

  1. Laut aktueller Studienlage solltest du nach einem Stent nur noch Plavix als Monotherapie einsetzen (caprie Studie), da es bei Kombination beider medis ein erhöhtes blutungsrisiko besteht , ausser das Risiko eines Verschlusser überwieget das risiko einer Blutung( Was ich nicht glaube, dann würdest du marcumar nehmen).
  2. beide Medis gehöfen laut Herstellerempfehlung 7 (!) Tage vorher abgesetzt.
  3. seid wann ist eine Beschneidung eine Risen-OP mit immensen Blutverlust? hier aml eine Auflistung der
    CMAJ-Studie (1): Kombinationen von antithrombotischen und antiphlogistischen Medikamenten führt zu einem höheren GI-Blutungsrisiko als Monotherapie. Beispiele für Blutungsrisiko unter Monotherapie und Kombinationstherapie sind:
    · Monotherapien für verschiedene Medikamente: ca. 1.5 bis 2 Mal erhöhtes Risiko.
    · Warfarin (in Deutschland wird Marcumar® verwendet) plus ASS (Aspirin®): ca. 6 Mal erhöhtes Risiko
    · Warfarin plus ein NSAID (in Deutschland häufig Diclofenac oder Ibuprofen): ca. 5 Mal erhöhtes Risiko
    · Clopidogrel (Plavix®) plus ASS (Aspirin®): ca. 4 Mal erhöhtes Risiko
    · Clopidogrel (Plavix®) plus ein NSAID: ca. 3 Mal erhöhtes Risiko
    · Cox-2-Hemmer: GI-Blutungsrisiko für Cox-2-Hemmer verhielt sich ähnlich wie das von NSAID, unabhängig davon als Monotherapie oder als Kombinationstherapie.

das heist: wenn das o.g. berücksichtigt werden würde würde sich fast keiner mehr operieren lassen

mein Tipp:frowning: wenn ich selbst bestroffen wäre) alles (ass und plavix) 5 tage vorher absetzen, dann clexane einaml abends,dann zwei bis ein Tag vor OP eine Gerinnung abnehmen lassen.diese dem urologen zeigen.
heparin, clxane, Monoembolex… ist eigentlich egal wirkt alles im prinzip gleich , bei allergischen Reaktionen wird dann rum probiert welches mann nimmt.

ich persönlich sehe die kleine OP sehr gelassen gegenüber …

michel

Hi,

folgendes:
Habe letztes Jahr einen Stent bekommen und nehme seitdem
Plavix, Aspirin, Bisoprolol, Ramipiril und Simvahexal.
Nun soll ich beschnitten werden.
Der Urologe schickt mich wegen OP-vorbereitender Untersuchung
wieder zum Hausarzt und sagt, Plavix und Aspirin müssen 10
Tage vor OP abgesetzt werden, und dafür Heparin gespritzt
werden. Hausarzt solle EKG, aber nicht Bluttest machen, dass
mache er selbst.

Hausarzt sagt,das kann nicht sein, denn EKG kann er nicht
abrechnen (da ich unter 41 J.), deshalb macht er auch den
Bluttest. Medikamentenumstellung solle aber der Urologe in
Absprache mit den Anästhesisten machen. Aber Plavix müsse man
gar nicht und das Aspirin erst 3 Tage vor OP absetzen. Ich
also zum Urologen…

Urologe sagt(eigentlich die Angestellte beim Arzt, da Arzt
keine Zeit um mit mir persönlich zu sprechen), ich sei wegen
der Stentgeschichte doch beim Hausarzt in Behandlung und der
müsse doch wissen, was ich genau einnehme und wie man das
wegen der OP umstellen muss. Er kann nichts machen. Aber auf
jeden Fall beides 10 Tage vor OP absetzen. Ich also zum
Hausarzt…

Hausarzt sagt, das eine hätte nichts mit dem anderen zu tun.
Das kann nicht sein, dass der Uro die OP macht und der
Hausarzt das mit den Medikamenten und dafür auch noch die
Verantwortung übernimmt. Ich also zum Urologen…nein, ab
jetzt nur noch telefonisch.

Urologe sagt(nicht zu mir persönlich, hat er schriftlich in
meinen Unterlagen notiert), er DÜRFE Heparin gar nicht
verschreiben, er kann das nur privat verordnen, er könne
nichts machen. Ausserdem müsse Plavix und Aspirin 7 Tage vor
OP abgesetzt werden. Und das sagt er mir heute, Tag 6 (!) vor
der OP. Also Anruf beim Hausarzt…

Hausarzt sagt, das stimme alles gar nicht, ich solle zur KV
gehen und mich über Uro beschweren. Aber er hätte jetzt die
Faxen dick, ich solle vorbei kommen. Er gibt mir dann 5
Spritzen Clexane und sagt, Plavix nicht absetzen und Aspirin 3
Tage vor OP und mit den Spritzen 4 Tage vor OP beginnen.

Das ist der momentane Stand. Nun bin ich also gut informiert
und über alles aufgeklärt worden, so wie man sich das
vorstellt…
10 Tage, 7 Tage, 3 Tage? Plavix auch absetzen, oder nur
Aspirin? Ist Clexane gleich/schlechter/besser/anders als
Heparin?

Habe ich nur Pech mit den Ärzten oder ist das inzwischen
Standard?

Was mache ich jetzt? Habt ihr Tipps oder Empfehlungen?

Grüße
Didi
der eh schon genug Schiss vor der ganzen Sache hat…

Hi klamicheldoc!

Generell stimme ich Dir zu aber die konventionelle Gerinnungsbestimmung ist bei Verwendung eines Thrombozytenaggregationshemmers nicht verläßlich.

Gruß
Peter

Richtig,

aber die übrigen laborchemischen Untersuchungen würde kein Hausarzt verordnen --zu teuer–

Hallo klamicheldoc,

  1. Laut aktueller Studienlage solltest du nach einem Stent nur noch Plavix als Monotherapie einsetzen (caprie Studie), da es bei Kombination beider medis ein erhöhtes blutungsrisiko

In sechs Wochen habe ich das Plavix 1 Jahr genommen und darf es dann
eh absetzen. Dafür ASS lebenslänglich.

  1. seid wann ist eine Beschneidung eine Risen-OP mit immensen
    Blutverlust?

Also für mich ist das schon ein Riesending. Das erlebe ich halt nicht jeden Tag, dass ich eine Vollnarkose bekomme und mir was von meinem Körper weggeschnitten wird, mit dem ich die letzten 40 Jahre eigentlich ganz gut ausgekommen bin. :wink:
Deswegen habe ich da echt einen Mordsbammel davor, falls das nicht richtig verheilt oder sonstwas passiert. Deshalb auch meine Unsicherheit. Ist halt doch mein „beschtes Stückle“.

Ich kenne mich in diesem Bereich einfach nicht aus und weiß deshalb auch nicht so richtig, was wichtig ist und was ich die Ärzte fragen muss. Hätte heute wieder in der Praxis angerufen und gefragt, wann ich die Spritzen überhaupt nehmen soll. Hätten die mir aber auch sagen können.

Manchmal glaube ich, die Ärzte setzen voraus, dass man als Patient mindestens 2 Semester Medizin studiert hat…

Deine Antwort hat mir jedenfalls sehr geholfen. Vielen Dank dafür!!

Grüße
Didi