Sterbehilfe in Deutschland

Hallo Wissende,

wie schaut es in Deutschland aktuell zum Thema Sterbehilfe aus?
Bahnt sich da was an oder müssen sich Sterbewillige weiterhin selbst in den Tod quälen?

Beste Grüße
Frank

Hallo,

wenns doch so einfach wäre…

hth

Hi,

hier eine Liste mit den verschiedenen Formen der Sterbehilfe. Worüber möchtest Du diskutieren?

http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/themen/gesells…

MFG

Hi!

hier eine Liste mit den verschiedenen Formen der Sterbehilfe.
Worüber möchtest Du diskutieren?

http://www.ejpd.admin.ch/ejpd/de/home/themen/gesells…

Eigentlich traurig zu lesen, dass sich hier seit 20 Jahren nichts mehr getan hat, von den Begriffen wie von den Gesetzen - das war damals mein Matura-Thema (Link nur zur Vervollständigung)

Vor allem ein Buchtitel beschreibt es mE ausgezeichnet: Leben müssen, sterben dürfen

Grüße,
Tomh

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Hi,

Hallo,

hier eine Liste mit den verschiedenen Formen der Sterbehilfe.
Worüber möchtest Du diskutieren?

Ich als Pirat bin ja für das selbstbestimmte Leben und dazu gehört imo auch der Tod.
Dazu habe ich eine Diskussion in diesem Piratenpad angestoßen:
https://meck-pom.piratenpad.de/Sterbehilfe
Ist es nicht ein bisschen peinlich, wenn Leute sich hinter Religionen verstecken und das Recht auf einen humanen und würdevollen Tod verneinen? Bzw. warum bestimmen andere Leute, die nicht mal wissen, dass ich existiere, über meinen Tod? Jedes Tier hat das Recht auf einen Gnadentod! Warum also nicht ein intelligentes Wesen (meistens) wie der Mensch?

„Nichts ist demütigender, als von anderen vorgeschrieben zu bekommen, wie man zu sterben habe.“ Ronald Dworkin
Ist es nicht genauso wie Ronald Dworkin sagt?

Liebe Grüße
Frank

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Hallo,

Ist es nicht ein bisschen peinlich, wenn Leute sich hinter
Religionen verstecken und das Recht auf einen humanen und
würdevollen Tod verneinen? Bzw. warum bestimmen andere Leute,
die nicht mal wissen, dass ich existiere, über meinen Tod?

diese fiesen Leute, die nicht wollen, daß Dir jemand auf eigenen Wunsch eine Kugel in den Kopf jagt, wollen auch nicht, daß Dir einer eine Kugel in den Kopf jagt und hinterher sagt „der hat das aber so gewollt“. Bildlich gesprochen.

Hinzu kommt, daß man den Erkrankten nicht nur vor Mord schützen will, sondern auch vor sich selbst. Was macht man beispielsweise mit einem depressiven Krebskranken? Daß der sich den Tod wünscht, mag auch durch die andere seiner beiden Krankheiten hervorgerufen werden.

Und das sind nur zwei der Probleme, für die man die Religion nicht einmal bemühen muß.

Gruß
C.

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Hinzu kommt, daß man den Erkrankten nicht nur vor Mord
schützen will, sondern auch vor sich selbst. Was macht man
beispielsweise mit einem depressiven Krebskranken? Daß der
sich den Tod wünscht, mag auch durch die andere seiner beiden
Krankheiten hervorgerufen werden.

Tja, genau das ist das Problem, es traut sich niemand so blöd es auch klingt Leitlinien zu erstellen. Da pummpt man die armen lieber in Hospizen mit Drogen voll bis sie dahin raffen.

Gruß
C.

Gruß

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Hallo,

Hallo,

Ist es nicht ein bisschen peinlich, wenn Leute sich hinter
Religionen verstecken und das Recht auf einen humanen und
würdevollen Tod verneinen? Bzw. warum bestimmen andere Leute,
die nicht mal wissen, dass ich existiere, über meinen Tod?

diese fiesen Leute, die nicht wollen, daß Dir jemand auf
eigenen Wunsch eine Kugel in den Kopf jagt, wollen auch nicht,
daß Dir einer eine Kugel in den Kopf jagt und hinterher sagt
„der hat das aber so gewollt“. Bildlich gesprochen.

Das ist aber sehr bildlich… ^^

Hinzu kommt, daß man den Erkrankten nicht nur vor Mord
schützen will, sondern auch vor sich selbst. Was macht man
beispielsweise mit einem depressiven Krebskranken? Daß der
sich den Tod wünscht, mag auch durch die andere seiner beiden
Krankheiten hervorgerufen werden.

Warum ist jemand, der aus dem Leben scheiden will, immer gleich depressiv?

Und das sind nur zwei der Probleme, für die man die Religion
nicht einmal bemühen muß.

Was haben Sie in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, in den Bundesstaaten Oregon und Washington mit den Problemen gemacht?

Grüße
Frank

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Hallo,

Hinzu kommt, daß man den Erkrankten nicht nur vor Mord
schützen will, sondern auch vor sich selbst. Was macht man
beispielsweise mit einem depressiven Krebskranken? Daß der
sich den Tod wünscht, mag auch durch die andere seiner beiden
Krankheiten hervorgerufen werden.

Warum ist jemand, der aus dem Leben scheiden will, immer
gleich depressiv?

das habe ich weder gemeint noch geschrieben. In ganz einfachen Worten: jemand ist depressiv und der gleiche jemand erkrankt zusätzlich an einem unheilbaren Tumor. Woher kommt nun der Sterbewunsch?

Und das sind nur zwei der Probleme, für die man die Religion
nicht einmal bemühen muß.

Was haben Sie in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, in den
Bundesstaaten Oregon und Washington mit den Problemen gemacht?

Das spielt nicht wirklich eine Rolle.

Gruß
C.

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Hallo,

das habe ich weder gemeint noch geschrieben. In ganz einfachen
Worten: jemand ist depressiv und der gleiche jemand erkrankt
zusätzlich an einem unheilbaren Tumor. Woher kommt nun der
Sterbewunsch?

In so einem Fall ist es bestimmt nicht wichtig, woher der Sterbewunsch kommt.

Grüße
Frank

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Hallo,

das habe ich weder gemeint noch geschrieben. In ganz einfachen
Worten: jemand ist depressiv und der gleiche jemand erkrankt
zusätzlich an einem unheilbaren Tumor. Woher kommt nun der
Sterbewunsch?

In so einem Fall ist es bestimmt nicht wichtig, woher der
Sterbewunsch kommt.

besser als mit dieser Bemerkung hätte man kaum verdeutlichen können, wie relevant dieses Problem ist.

Gruß
C.

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Hallo Frank,

In so einem Fall ist es bestimmt nicht wichtig, woher der
Sterbewunsch kommt.

Vorschlag: Praktiziere einmal Sterbebegleitung bei einem krebskranken Angehörigen, dann wirst Du lernen, an welche Grenzen man stößt; und das ist nicht immer primär die Gesetzeslage, denn diese wird von Ärzten/Pflegedienst häufig nicht so ernst genommen wie das Leid der Sterbenden/Angehörigen.

Du brauchst eben immer einen „Entscheider“: Wenn es der Kranke nicht mehr ist, weil er sich ständig trotz Patientenverfügung widerspricht, wenn es die Angehörigen nicht sein wollen, da sie ob der Sprunghaftigkeit die Verantwortung nicht übernehmen können/wollen, bleiben doch nur Ärzte, die aber zumeist kein Gesamteindruck haben.

Ich könnte jetzt noch sehr viel schreiben, was aber ohnehin ob Verstoßes gegen die FAQs hier im Brett gelöscht wird.

Viele Grüße von

Kathleen, deren Mann im letzten Jahr elendig an Krebs krepiert ist

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Hallo,

besser als mit dieser Bemerkung hätte man kaum verdeutlichen
können, wie relevant dieses Problem ist.

Was willst du damit sagen? Wenn jemand sterben will, sollte man ihn imo sterben lassen! Und auch Depression ist nicht in jedem Fall heilbar. Lebenslange Depression ist dann wie lebenslange Folter!

Beste Grüße
Frank

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Hallo,

besser als mit dieser Bemerkung hätte man kaum verdeutlichen
können, wie relevant dieses Problem ist.

Was willst du damit sagen? Wenn jemand sterben will, sollte
man ihn imo sterben lassen!

und wann weißt Du, daß er das wirklich will? Daß der ausgesprochene Wunsch nicht nur einem aktuellen Schmerzschub oder Depressionsschub geschuldet ist?

Man kann doch nicht jedem, der den Wunsch zu sterben äußert, die Nadel in den Arm stechen. Es ist schon schwierig genug, den tatsächlichen Willen eines Menschens zu erforschen, der gesund und bei klarem Verstand ist. Und hier geht es nicht um die banale Frage, ob jemand lieber Fisch oder Fleisch zum Essen haben oder seine schwangere Verlobte heiraten möchte, sondern um die letzte Entscheidung überhaupt.

Gruß
C.

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Hallo,

Ich spreche von Menschen, die bei Bewusstsein und nur körperlich sehr stark beeinträchtigt sind. Diese können sich nicht selbst behelfen.

Man kann doch nicht jedem, der den Wunsch zu sterben äußert,
die Nadel in den Arm stechen.

Wenn dieser Wunsch oft wiederholt wird, sollte man ihn ernst nehmen und erfüllen. Direkt bis vor der Erfüllung seines Wunsches kann derjenige immer noch einen Rückzieher machen.

Es ist schon schwierig genug,
den tatsächlichen Willen eines Menschen zu erforschen, der
gesund und bei klarem Verstand ist.

Das dürfte ziemlich einfach sein: Ja heißt ja, nein heißt nein. FERTIG!

Und hier geht es nicht um
die banale Frage, ob jemand lieber Fisch oder Fleisch zum
Essen haben oder seine schwangere Verlobte heiraten möchte,
sondern um die letzte Entscheidung überhaupt.

Das ist den meisten Menschen ebenfalls bewusst. Deswegen wird dieser Wunsch auch nur von sehr Wenigen, nach reiflicher Überlegung geäußert.

Liebe Grüße
Frank

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Ich spreche von Menschen, die bei Bewusstsein und nur
körperlich sehr stark beeinträchtigt sind.

nein, das tust du eben grade nicht.

genau das ist ja das problem: niemand weiß, ob sie wirklich bei vollem bewusstsein sind. ob ihr wunsch nicht beeinflusst von der momentanen situation. ob nicht diese situation morgen eine ganz andere wäre.

Hallo,

Ich spreche von Menschen, die bei Bewusstsein und nur
körperlich sehr stark beeinträchtigt sind.

nein, das tust du eben grade nicht.

Doch, gerade das habe ich getan! Oder denkst du, dass nur bewusstlose einen Sterbewunsch haben?

genau das ist ja das problem: niemand weiß, ob sie wirklich
bei vollem bewusstsein sind. ob ihr wunsch nicht beeinflusst
von der momentanen situation. ob nicht diese situation morgen
eine ganz andere wäre.

Was wäre, wenn ein Mensch schon sehr lange (viiiiele Jahre) körperlich schwerst beeinträchtigt wäre und der Gesundheitszustand sich in diesem Leben nicht mehr verbessert, eher noch verschlechtert?

Beste Grüße
Frank

PS: WTH, wer sind SIE?

Hallo,

Deine Beiträge lassen erkennen, daß Du Dich mit den Aspekten der Sterbehilfe bestenfalls ansatzweise beschäftigt hast und Dir gar nicht klar ist, welche ethischen, medizinischen und rechtlichen Probleme einer Lösung bedürfen, bevor man die Sterbehilfe in Deutschland erlauben kann.

Aber auch ohne diese gesetzlichen Rahmenbedingungen findet Sterbehilfe statt: durch unterlassen und durch handeln des medizinischen und pflegenden Personals. Das wirft aber Probleme auf. Einerseits steht das Personal mit einem Bein im Gefägnis, wenn bspw. die Angehörigen die Lage anders beurteilen als Personal und Patient. Andererseits kommt es mangels definierter Kriterien und Abläufe zu Todesfällen, die nur unter sehr mühsamer Dehnung des Begriffes als Sterbehilfe bezeichnet werden können.

Insgesamt ist die Sterbehilfe eines der komplexesten ethisch-juristischen Probleme unserer Zeit, dem man mit Bemerkungen wie „wer sterben will, soll sterben dürfen“ in keinster Weise gerecht wird.

Gruß
C.

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Ich spreche von Menschen, die bei Bewusstsein und nur
körperlich sehr stark beeinträchtigt sind.

nein, das tust du eben grade nicht.

Doch, gerade das habe ich getan!

nein, hast du nicht. deine postings zeigen das ganz deutlich.

Oder denkst du, dass nur
bewusstlose einen Sterbewunsch haben?

das habe ich wo genau behauptet?
im gegenteil scheint dir in keiner weise klar zu sein, dass ein wunsch eben auch mal durch solche umstände beeinflusst sein kann, die dem patienten weder bewusst sind noch unveränderlich wären. noch nie was von schmerzen gehört, bei denen man lieber sterben würde? und was, wenn die schmerzen später beseitigt werden könnten? oder gar von allein verschwinden?

Was wäre, wenn ein Mensch schon sehr lange (viiiiele Jahre)
körperlich schwerst beeinträchtigt wäre und der
Gesundheitszustand sich in diesem Leben nicht mehr verbessert,
eher noch verschlechtert?

das sind aber eben nicht alle fälle, bei denen der wunsch besteht. aber schlag doch mal einen gesetzestext vor, der diese fälle berücksichtigt und andere außen vor lässt. der alle möglichkeiten berücksichtigt. definiere doch mal, wann genau der wunsch objektiv besteht und wann nicht. schlag doch mal vor, wie das ein arzt feststellen könnte. und nebenbei berücksichtige auch die fälle, in denen der wunsch gar nicht geäußert werden kann.

du machst es dir zu einfach!