Hallo friedrich I,
Ich habe eine Tochter
[…]
Wie sie heute meiner Partnerrin berichtete habe sie
hohen Blutdruck. 150/xxx. Der hohe Blutdruck sei Medikamenten
bedingt.
Dies läßt sich mit einer weiteren Pille (Betablocker) beheben, wird bei meinem medikamentenbedingten Bluthochdruck auch so behandelt. Problemlos.
[…]
Ziel der
Befragung war es, von meiner Tochter das Einverständnis zur
Sterilisation zu erhalten. Das bedrückt meine Tochter sehr.
Darum soll sie auch mit niemand darüber sprechen.
Also ist man auf das OK Deiner Tochter angewiesen. Sag ihr, daß ohne ihr Einverständnis in der Richtung nichts unternommen werden kann, vor allem vermittel ihr das sichere Gefühl keinesfalls zustimmen zu müssen, egal was passiert.
Die Hausleitung ist darüber noch nicht informiert.
Sprich mit der Hausleitung, am besten im Beisein Deiner Tochter und einer weiteren neutralen Person. Bringe klar zum Ausdruck, daß Deine Tochter so etwas keinesfall möchte. Bestätige das Gespräch anschließend schriftlich. Schicke die Bestätigung per Einschreiben oder lasse sie gleich von einem Notar schreiben und schicken.
Meine Frage: Kann man das einfach so machen?
Nein, kann man nicht. Deshalb ist man auch so hinter dem OK Deiner Tochter her. Offensichtlich geht ohne ihre Zustimmung gar nichts.
Könnte man sich auch andere Lösungen vorstellen ?
Natürlich. Wenn die Pille nicht vertragen wird, kann man (wenns dann chemisch sein soll) die 3 Monatsspritze geben. Ansonsten die Spirale. Und zusätzlich kann man ja noch mechanisch verhüten und/oder über Körpertemperatur die fruchtbaren/unfruchtbaren Tage feststellen. Das kann Deine Tochter sicher auch. Außerdem könnte das auch, zumindest solange sie noch betreut wird, auch von dort mit übernommen werden. Die Pille und ihre Medikamente werden ihr ja momentan auch verabreicht.
Ich bin über dieses Vorgehen verärgert und noch mehr um meine
Tochter besorgt. So kann man meiner Meinung nach nicht mit ihr
umgehen.
Da bin ich der gleichen Meinung. Sprich mal mit Deinem Hausarzt, der wird Dir dazu auch was sagen können, wahrscheinlich mehr, als Du vermutest.
Was kann ich in diesem Fall tun ? Bevor das Kind in den
Brunnen gefallen ist.
Schnell und überlegt handeln. Gegenüber den Verantwortlichen mit Veröffentlichung drohen. Alle Beteiligten schriftlich informieren. Alles für den Fall der Fälle beweisbar machen. Schon vorher Schuldzuweisungen machen und Mitteilen, wen Du im Falle eines Falles verantwortlich machen wirst.
Wenn schon im Vorfeld schwere Konsequenzen für den Fall der Fälle angedroht werden, wird sich die Risikobereitschaft der ggf. ausführenden Organe verringern. Man weiß dann, daß Mauscheleien nicht vertuscht werden können. Es hat endlich kein Arzt den Mumm was gegen Euren Willen zu unternehmen, weil er genau weiß, was dann auf ihn zukommt, letztlich riskiert er den Verlust seiner Zulassung.
Gruß
GB