Habe leider nur eine automatische Kamera, mit der ich allerdings auch langzeitbelichtungen machen kann.
Habe schon mal versucht Nachtaufnahmen besonders von Sternen zu machen. Dabei ist der Rest des Himmels auf dem Foto nachher aber nicht so schwarz wie ich das haben möchte sondern „grobgekörnt grau“.
Habe einen 200 Film verwendet
was kann ich machen um mit der „schlechten Ausrüstung“ doch noch gute Fotos zu bekommen ???
Was willst Du auf den Bildern erkennen? Mehr als kleine Lichtpunkte wirst Du ohne Spezialausrüstung nicht bekommen (Astronomisches Fernrohr mit Kameraanschluss…). Um den Lauf der Sterne zu zeigen (kreisförmige Lichtbahnen um den Polarstern als Zentrum herum), solltest Du vielleicht eine mittlere bis kleine Blende nehmen (ca. 11 od. 16), den Verschluss auf B stellen und eine halbe Stunde, Stunde oder sogar noch länger geöffnet halten. Experimentieren ist auf jeden Fall notwendig. Das funktioniert aber nur in den Bergen oder sonstwo, wo es kein Streulicht gibt und der Himmel wirklich rabenschwarz ist (in der Nähe von Ortschaften mit Straßenbeleuchtung ist es leider zu flau und hell). Da, wo man die Milchstraße gut erkennt und es einem vorkommt, als seien da viel mehr Sterne als üblich, ist es geeignet. Als Film ist wahrscheinlich Diafilm besser (50 oder 100 ASA). Bei Negativfilmen versucht das Labor immer, das Gesamtmotiv irgendwie mittelhell hinzukriegen, deswegen Dein Resultat aus dem Labor. Mit einer automatischen Kamera wirst Du aber bei der Aktion kein Glück haben.
wenn Du die Sterne scharf als Punkte abgebildet haben möchtest, brauchst Du meiner Ansicht nach nicht unbedingt lange belichten. Schon bei einer Belichtungszeit von bspw. zehn Sekunden werden die Sterne sich soweit bewegt haben, dass ihr Abbild verwischt ist (es sei denn, das ist so beabsichtigt). Das zweite Problem ist der Papierfilm. Zwischen dem dunklen Himmel und den hellen Sternen besteht ein sehr hoher Kontrast. Diesen hohen Kontrastumfang besitzt Papier i.d.R. nicht. Man muesste beim Entwickeln der Positive um einiges länger belichten. Solche speziellen Geschichten werden aber im Gross-massen-abfertigungslabor nicht beruecksichtigt. Gehe zu einem Fotogeschaeft, welches ein eigenes Labor hat und sag` denen, dass sie Deine Negative laenger belichten sollen und eventuell Papier mit steiler Gradation nehmen. Oder versuch’s mal mit einem Diafilm. Ansonsten kann ich mich nur meinem Vorredner anschliessen, das Fotografieren des naechtlichen Sternenhimmels ist eine sehr spezielle Sache und erfordert spezielle Ausruestung.
Hallo, unter http://www.uni-essen.de/initiative/astro/
findest du einen Astrofotographie Workshop, vielleicht kannst du da nähere Infos finden.
Bei einem 50mm Objektiv und Blende 2,8 solltest du bei 10-30 s Belichtung schon ordentliche Ergebnisse erzielen. Film: 100-200 ASA.
Gruß
Alex
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