Hi !
Wie die anderen Antwortenden, gehe ich auch davon aus, dass vieles davon abhängt, wieviel Vorkenntnisse du mitbringst. Sollten die Vorkenntnisse eher gering sein, sollte zumindest in der Anfangsphase mit einem Erfahrenen zusammengearbeitet werden. Dies könnte neben einem Steuerberater auch ein (selbständiger) Buchführungshelfer sein. Wenn mit diesem vereinbart wird, dass während der Erstellung immer weiter von beiden Seiten darauf hingearbeitet wird, dass Buchführung, Jahresabschluss und Steuererklärungen irgdendwann selbständig erstellt werden können, kann dies auch von Vorteil sein.
Ein anderes nicht zu vernachlässigendes Kriterium ist die Anzahl der zu erwartenden Buchungssätze. Wird es bei etwa 20 Buchungssätzen im Monat bleiben, dürfte die Betrachtung eine andere sein, als bei 10.000 Buchungssätzen.
Wird es ein international operierendes Unternehmen, stellen sich häufig umsatzsteuerliche Fragen. Diese kann man natürlich einmal von einem Experten durchprüfen lassen und dann dauerhaft diese Antworten umsetzen. Rechtsänderungen könnten dann aber verpasst werden.
Auch sollte nicht vernachlässigt werden, dass in einigen Bereichen Testate oder ähnliches von Steuerberatern/Wirtschaftsprüfern und anderen verlangt werden. Als Beispiele sei nur hingewiesen auf Vermieter, die bei Abschluss eines Wohnraummietvertrages auf eines Nachweis bestehen oder das Amt für Güterkraftverkehr, das auch regelmäßig bestätigte Nachweise erwartet. Es gibt sicherlich unzählige weitere Beispiele.
Wenn nach dem oben genannten die Inanspruchnahme eines Steuerberaters nicht notwendig erscheint, kommt es wohl nur noch auf die Frage der Software an. Diese richtet sich wieder danach, was man selber kann und was man selber will.
Soll mit der Buchhaltungssoftware auch gleich die Umsatzsteuer-Voranmeldung abgegeben, die Lohnsteuer und Sozialversicherung berechnet und angemeldet, die Steuererklärungen gemacht werden, dürfte die Wahl eine andere werden, als wenn es nur um eine klitzekleine EÜR geht, deren Werte händisch nach ELSTER (http://www.elster.de) übertragen werden können.
Auch die Fragen, ob mit dem Programm gleich Rechnungen geschrieben und gemanagt, die Warenwirtschaft kontrolliert und ein Controlling (inkl. Kosten- und Leistungsrechnung) installiert werden sollen, dürfte zu sehr unterschiedlichen Entscheidungen führen.
Für steuerliche und buchhalterische Laien haben sich lexware, wiso, starmoney einen guten Namen gemacht. Als steuerlicher Experte kommt man an Programmen wie DATeV, Simba, WAGO und ähnlichen wohl nicht vorbei.
BARUL76