Steuerberater oder Steuersotware?

Hallo Zusammen,

ich mache mich zum Jahresanfang 2009 selbstständig.
Ich werde ein 1-Mann Unternehmen gründen und nicht der Bilanzierung unterliegen.

Meine Frage hier ist, ob jemand Erfahrungen gesammelt hat, ob man besser einen Steuerberater zum Anfang (oder generell)nehmen sollte oder es mit einer Steuersoftware versuchen sollte?

Vielleicht hat ja noch einer von Ihnen/Euch einen guten Tipp für eine gute Steuersoftware.

Vielen dank für alle Antworten.

Gruß Axel

Vielleicht hat ja noch einer von Ihnen/Euch einen guten Tipp
für eine gute Steuersoftware.

Ich würde mich erst mal in das Thema einlesen. Dann ist vielleicht klarer, was benötigt wird.

Lesestoff und Links: http://www.klicktipps.de/js-frame.htm

Gruß JK

Meine Frage hier ist, ob jemand Erfahrungen gesammelt hat, ob
man besser einen Steuerberater zum Anfang (oder
generell)nehmen sollte oder es mit einer Steuersoftware versuchen sollte?

Das hängt sehr vom eigenen Wissen und von der Bereitschaft, sich in die Materie einzuarbeiten, ab. Ich komme sehr gut ohne Steuerberater aus, aber ich mache meine Steuererklärungen seit meinem 18. Lebensjahr selber. Im Endeffekt mußt Du selber wissen, ob Du Dir das zutraust oder ob Du Dir zumindest für die erste Zeit professionelle Hilfe holst.

Hi !

Wie die anderen Antwortenden, gehe ich auch davon aus, dass vieles davon abhängt, wieviel Vorkenntnisse du mitbringst. Sollten die Vorkenntnisse eher gering sein, sollte zumindest in der Anfangsphase mit einem Erfahrenen zusammengearbeitet werden. Dies könnte neben einem Steuerberater auch ein (selbständiger) Buchführungshelfer sein. Wenn mit diesem vereinbart wird, dass während der Erstellung immer weiter von beiden Seiten darauf hingearbeitet wird, dass Buchführung, Jahresabschluss und Steuererklärungen irgdendwann selbständig erstellt werden können, kann dies auch von Vorteil sein.

Ein anderes nicht zu vernachlässigendes Kriterium ist die Anzahl der zu erwartenden Buchungssätze. Wird es bei etwa 20 Buchungssätzen im Monat bleiben, dürfte die Betrachtung eine andere sein, als bei 10.000 Buchungssätzen.

Wird es ein international operierendes Unternehmen, stellen sich häufig umsatzsteuerliche Fragen. Diese kann man natürlich einmal von einem Experten durchprüfen lassen und dann dauerhaft diese Antworten umsetzen. Rechtsänderungen könnten dann aber verpasst werden.

Auch sollte nicht vernachlässigt werden, dass in einigen Bereichen Testate oder ähnliches von Steuerberatern/Wirtschaftsprüfern und anderen verlangt werden. Als Beispiele sei nur hingewiesen auf Vermieter, die bei Abschluss eines Wohnraummietvertrages auf eines Nachweis bestehen oder das Amt für Güterkraftverkehr, das auch regelmäßig bestätigte Nachweise erwartet. Es gibt sicherlich unzählige weitere Beispiele.

Wenn nach dem oben genannten die Inanspruchnahme eines Steuerberaters nicht notwendig erscheint, kommt es wohl nur noch auf die Frage der Software an. Diese richtet sich wieder danach, was man selber kann und was man selber will.
Soll mit der Buchhaltungssoftware auch gleich die Umsatzsteuer-Voranmeldung abgegeben, die Lohnsteuer und Sozialversicherung berechnet und angemeldet, die Steuererklärungen gemacht werden, dürfte die Wahl eine andere werden, als wenn es nur um eine klitzekleine EÜR geht, deren Werte händisch nach ELSTER (http://www.elster.de) übertragen werden können.
Auch die Fragen, ob mit dem Programm gleich Rechnungen geschrieben und gemanagt, die Warenwirtschaft kontrolliert und ein Controlling (inkl. Kosten- und Leistungsrechnung) installiert werden sollen, dürfte zu sehr unterschiedlichen Entscheidungen führen.

Für steuerliche und buchhalterische Laien haben sich lexware, wiso, starmoney einen guten Namen gemacht. Als steuerlicher Experte kommt man an Programmen wie DATeV, Simba, WAGO und ähnlichen wohl nicht vorbei.

BARUL76

Hallo Axel,

ich muss nun schon den zweiten Steuerberater „abschießen“, weil er einfach meinen Erwartungen von einen Steuerberater hinterherhinkt und immer dann auch nicht greifbar ist, wenn man ihn braucht (zum Jahresende hat er z.B. Urlaub!!!), Fristen versäumt (ich muss ihn daran erinnern!), weil er zu viele Mandanten hat usw. usw… Vom sportlichen Honorar ganz zu schweigen, dafür gibt es aber „Preislisten“, die sind gesetzlich geregelt. Der Berater muss solche Honorare verlangen, weil er sich ständig qualifizieren muss und nicht dauerhaft beraten kann…

Was ich damit sagen will! In aller Regel musst Du den Steuerberater kontrollieren und da es so ist, wie es ist, eigne Dir das Steuer-Wissen an (Du brauchst es eh!) und mache es selbst, so wie oben beschrieben! Und scheue Dich nicht den Berater in Regress zu nehmen, wenn er Falschberatungen macht, das ist zwar wieder teuer, aber zeigt Grenzen auf! Zeichne deshalb alles auf und lasse Dir alles schriftlich geben. Telefonate sind nicht hilfreich für Dich, da hast Du die Beweislast, das ist schwierig!

Es sind ausschließlich meine Erfahrungen mit Steuerberatern, damit behaupte ich nicht, dass alle Berater dieses Niveau haben. Ich möchte auch niemanden damit angreifen! Es gibt sicher gute und sehr gute Berater, nur ich habe sie noch nicht gefunden. Ev. habe ich auch einen zu großen Anspruch an diesen Berufsstand.

Viel Erfolg wünsche ich Dir!
SODMaster