gebührenVO und zukunft der StB!
Daraus schlufolgere ich: wenn der Steuerberater im Sinne des
Steuerpflichtigen tätig wird, nämlich so wenig wie möglich
Steuern zu zahlen, schmälert er sein eigenes Einkommen, und
umgekehrt: je mehr Steuern der Steuerpflichtige zahlt, um so
höher ist das Honorar des Steuerberaters.
hallo,
nein, sinn und zweck der regelung war vielmehr auch ein soziales anliegen. der kleine bürger soll sich rechtsanwalt, notar und steuerberater auch leisten können. wer viel verdient und somit viel gegenstandswert hat, soll ordentlich zahlen, wer wenig hat, weniger. der steuerberater ist somit gehalten möglichst „großkupfert“ kunden zu haben und kleine krauter abzuwehren (bsp. eckkneipe = viele belege, geringer umsatz, kein gewinn --> viel arbeit kaum honorar). sicher, in gewissem maße arbeitet der berater gegen seine gebühren, aber seine berufspflicht zur ordnungsgemäßen arbeit verpflichtet ihn zur abfrage aller ausgaben. wenn der berater bei einer einkunftsermittlung aus vermietung die schuldzinsen weglässt, hat er vielleich mehr gebühr, aber der mandant hat einen schaden und das ist schlecht.
insoweit kompensiert sich auch alles, für gute beratung vorher (welche ausgaben und einnahmen muss der mandant wie steuern), gibt es beratungshonorare und pauschalvereinbarungen. diese sind lukrativer (in EUR) als der verlust an gegenstandswerten in der zukunft.
–> was war (steuererklärung für vorjahr) kann der berater nicht mehr beeinflußen (legal), deshalb hier tabelle
–> was wird (gestaltung für zukunft) kann der berater beeinflußen, deshalb hier pauschalen, zeitwerte etc.
nebenthema: jaja, die berater haben es schon schwer mit den ganzen „bösen“ bilanzbuchhaltern…? ich mags nicht mehr hören. ein vernünftiger berater mag doch gar nicht die arbeit eines buchführungsbüros haben bzw. arbeitet schon mit einem BiBu zusammen. ich habe im steuerbüro lohnrechnung, buchhaltung etc. gehaßt wie die pest. kreatives arbeiten: fehlanzeige. m.E. würden auch steuerberater von einer liberalisierung dieses marktes profitieren. natürlich auch nur „diese“, die was von ihrem handwerk verstehen. der StB der schon heute sein geld nur mit buchhaltungen, 4/3rechnungen und antragsveranlagungen verdient, der macht was falsch und hat in der tat angst zu haben. der berater, der wirklich dass macht, was sein beruf ausmacht, der kann beruhigt in die zukunft sehen. es ist in allen berufen so. auch in der anwaltschaft gibt es solche und solche (feld-wald-wiesen-flur anwälte = arbeitsrecht, familienrecht und allg. zivilrecht) bzw. spezialisierte…
der trend ist sichtbar, wer sich nicht rührt geht unter. frei nach dem motto: die chinesen warten schon… und irgendwo hatte ich erst letztens eine werbung gesehen: „wir übernehmen ihre buchführungsarbeiten, kreditoren und debitorenbuchhaltung und datenerfassung“… war eine firma aus polen!
mfg vom
showbee