Steuerberaterkosten

Eine wichtige frage :

Eine Baufirma mit 2 Angestellten…also normale kleine
Firma.

Wie hoch könnten Schätzungsweise dafür die Steuerberaterkosten
monatlich sein.

Ich brauche nur in etwa einen Anhaltspunkt !

Freue mich über Eure Hilfe !

Vielen Dank !!!

Eine wichtige frage :

Eine Baufirma mit 2 Angestellten…also normale kleine
Firma.

Wie hoch könnten Schätzungsweise dafür die Steuerberaterkosten
monatlich sein.

Warum musst das ein Steuerberater sein ??Hat man als Existenzgründer nicht schon genug Ausgaben ??
Was hältst Du von Buchhalter/in .Günstiger als wenn man sofort den Steuerberater beauftragt.Meine Buchhalterin kostet mich 38 Euro im Monat .Hat 20 Jahre im Steuerbüro gearbeitet und hat sich vor 5 Jahren Selbstständig gemacht.Kann ich nur empfehlen.

Sylvia

hallo,

noch ne wichtige frage - und wer macht den jahresabschluss und die steuererklärungen ?

gruß inder

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Hallo!

Eine Baufirma mit 2 Angestellten…

Wie hoch könnten :Schätzungsweise dafür die :Steuerberaterkosten…

In einer Baufirma fällt i. d. R. Lohn- und Akkordabrechnung an. Solche Dinge außer Haus zu geben, ist träge und teuer. Vom Fahrzeug, über Kreissäge, Betonmischer, Gerüst bis zum Kompressor sind Anlagegegenstände vorhanden, die instand gehalten und abgeschrieben werden müssen. Es gibt Materialbestände von ein paar Paletten Steinen bis zu Leichtbauprofilen, die am Jahresende in der Inventur auftauchen, also bewertet werden müssen. Laufend findet Materialeinkauf statt, müssen Kleinwerkzeuge beschafft werden. Gelegentlich werden Hilfskräfte benötigt, die bei der BG anzumelden sind. Außerdem ist monatlich eine Vorsteueranmeldung zu machen. Detaillierte Angebote und ebenso detaillierte Rechnungen müssen geschrieben werden, auf angemessene Abschlagszahlungen der Kunden ist zu achten und der Geldeingang muß überwacht werden. Mitarbeiter schleppen gelegentlich „gelbe Scheine“ an, bekommen Kinder, lassen Freibeträge in die Lohnsteuerkarte eintragen und wollen diese bei der Lohnsteuer berücksichtigt wissen. Kurz: Es fällt ein Haufen Zeug an.

Viele Dinge sind nicht an Betriebsfremde delegierbar und wenn man es dennoch versucht, ist der eigene Aufwand so hoch, daß man die Arbeit lieber gleich selbst macht. Dabei hat man alle Akten bei der Hand und nicht die Hälfte außer Haus in einem fremden Büro. In einem Meisterbetrieb sollte die kaufmännische Abwicklung kein Problem sein, weil der Erwerb des Meisterbriefs die genannten Dinge beinhaltet. Dumm dran sind nur die Leute, die glauben, ohne ausreichende kaufmännische Kenntnisse ein Unternehmen führen zu können. Das aber ist ein grundlegender Irrtum, denn ein Steuerberater ist niemals Ersatz für ausreichende kaufmännische Kenntnisse des Inhabers.

Ein Steuerberater ist ein armer Teufel, wenn er aus dem Belegsammelsurium eines kaufmännisch Unbeleckten eine halbwegs brauchbare Buchführung zaubern soll. Da werden dann Tankquittungen präsentiert, auf denen neben einer Zeitung noch ein im Stehen verzehrtes Brötchen, ein Schokoriegel und eine Schachtel Zigaretten auftauchen. Solche und hunderterlei ähnliche „Spaßbringer“ läßt sich der Steuerberater teuer bezahlen, wie er sich selbstverständlich jedes Personalkonto und jede einzelne Meldung für wen und was auch immer bezahlen lassen muß. Auf diese Weise kommen leicht 1.000 €, 2.000 € oder auch deutlich mehr p. a. für einen Kleinstbetrieb allein für den Steuerberater zusammen, ohne daß überhaupt eine Steuerberatung stattgefunden hat. Letztlich werden nur Minimalanforderungen für Finanzamt und Sozialkassen erfüllt. Um eine Steuerberatung im Sinne des Wortes überhaupt in Anspruch zu nehmen, fehlt es solchem Geschäftsinhaber an elementaren kaufmännischen Kenntnissen.

Der Steuerberater kann nicht riechen, wie es im Betrieb seines Mandanten aussieht. Es kann z. B. nicht wissen, daß die teure, über mehrere Jahre abzuschreibende Putzmaschine schon längst das Zeitliche gesegnet hat und der Mandant ist unfähig, die Zahlen seines eigenen Betriebes zu verstehen. Der Mandant als kaufmännischer Analphabet weiß nicht, was sich über die Inventur alles steuern läßt und der Steuerberater kann auch nicht helfen, weil er für verschiedene Bewertungen etwas vom Geschäft des Mandanten verstehen müßte. Woher auch soll der Steuerberater wissen, daß die für einen irrwitzigen Preis eingekauften und auf Lager gelegten Baustahlmatten eine Risikovorsorge rechtfertigen, weil auf dem Stahlsektor gerade der Teufel los ist. Wie soll der Steuerberater ahnen, daß die offene Forderung gegen einen klammen Kunden eigentlich nichts mehr wert ist… usw. Der Steuerberater wird sich auf solche Spielchen, bei denen die Zahlen der Buchhaltung als betriebliches Steuerungs- und Kontrollinstrument u. a. für Nachkalkulationszwecke dienen, gar nicht erst einlassen. Er weiß, daß solche Dinge bei seinem Mandanten Perlen vor die Säue sind.

Vielleicht hast Du keine Putzmaschine, keine Leichtbauprofile und keine Baustahlmatten. Das ist in diesem Zusammenhang unwichtig. Ich wollte nur an Hand von Beispielen erläutern, daß Deine Fragestellung am Sachverhalt vorbei geht. Nicht „Was kostet der Steuerberater“ sollte die Frage lauten, sondern: „Was muß ich tun, um selbst über das erforderliche kaufmännische Wissen zu verfügen“.

Im optimalen Fall erwirbst Du den Meisterbrief. Dabei geht es entgegen landläufiger Meinung nicht um „Titel“, sondern um die Fähigkeit, einen Betrieb zu führen. So ganz nebenbei würden etliche Einschränkungen im Tätigkeitsgebiet entfallen, denen Du ohne Meisterbrief unterliegst. Wenn Dir der Meisterbrief entbehrlich erscheint, absolviere wenigstens Volkshochschulkurse über Buchhaltung und Jahresabschluß. Damit versetzt Du Dich in die Lage, überhaupt Fragen zu kaufmännischen Problemen zu stellen und die Antworten zu verstehen. Du kannst dann das gesamte kaufmännische Tagesgeschäft weitgehend selbständig erledigen, die Vorsteueranmeldungen und auch den Jahresabschluß selbst machen. Als Alternative übergibst Du Deinem Steuerberater am Jahresende nur noch eine Diskette Deiner Buchhaltungsdaten mit Datev-Schnittstelle, z. B. „Lexware-Buchhalter“. Bei zwischendurch auftretenden konkreten Fragen kannst Du im Büro des Steuerberaters anrufen oder Du fragst hier im Forum.

Immer wieder höre ich das Argument, statt Zeit mit kaufmännischen Dingen zu vergeuden, soll sich der Inhaber lieber um das Fachliche seines Betriebes kümmern. Solches Tun weckt in mir die Vorstellung von einem Autofahrer, der mit verbundenen Augen auf dem Fahrersitz Platz nimmt, für das gesamte Geschehen die Verantwortung trägt, aber den Beifahrer steuern und die Pedale bedienen läßt.

Und schließlich: Ein Baubetrieb aus tätigem Inhaber und 2 Mitarbeitern macht je nach Art der Tätigkeit 300 T€ bis zu einer halben Mio. € Umsatz p. a., also ein Haufen Geld, der bewegt wird. Jedenfalls genug Geld, um sich mit Fehlern das Genick zu brechen und viel zu viel Geld, um nicht genau wissen zu müssen, wo es geblieben ist. Allemal zu viel Geld, um es ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse auf gut Glück zu verwalten und Buchführung nur als lästige Pflichtübung fürs Finanzamt zu verstehen.

Gruß
Wolfgang

Warum musst das ein Steuerberater sein ??Hat man als
Existenzgründer nicht schon genug Ausgaben ??
Was hältst Du von Buchhalter/in .Günstiger als wenn man sofort
den Steuerberater beauftragt.Meine Buchhalterin kostet mich 38
Euro im Monat .Hat 20 Jahre im Steuerbüro gearbeitet und hat
sich vor 5 Jahren Selbstständig gemacht.Kann ich nur
empfehlen.

Sylvia

hallo,

noch ne wichtige frage - und wer macht den jahresabschluss und
die steuererklärungen ?

noch mehr wichtige Fragen - und wer macht die Umsatzsteuervoranmeldung und klärt über die immer mehr zunehmenden Komplikationen in der Bauwirtschaft auf, z.B. § 13b UStG, 48 ESTG?

Grüße
Chris

Und noch mehr wichtige Fragen - und wer macht die
Lohnabrechnung, Abrechnung mit Krankenkassen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft…

Grüße
André :wink:

Sicher kann man sich das Leben auch schwehr machen mit solchen „Dummen“ Fragen .Seit ein wenig Flexibler,Versuchsfreudiger .Nicht so engstirning .Ich weiss Selbständigkeit ist kein Zuckerschlecken , es muss alles 100% stimmen , aber man kann auch improvisieren , sich informieren und so auch Kosten sparen .Aber nicht an der falschen Stelle , das ist das A und O. Ein Steuerberater wird sich nie mit kleien „Fischen“ beschäftigen , das machen alles die Buchhalterinen und der SB unterschreibt.Habe in der Familie selber eine Steuerberaterin und ich könnte Euch hier einiges erzählen.

Aber jeder macht was Er oder Sie für richtig halten.

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Sicher kann man sich das Leben auch schwehr machen mit solchen
„Dummen“ Fragen .Seit ein wenig Flexibler,Versuchsfreudiger
.Nicht so engstirning .Ich weiss Selbständigkeit ist kein
Zuckerschlecken , es muss alles 100% stimmen , aber man kann
auch improvisieren , sich informieren und so auch Kosten
sparen .Aber nicht an der falschen Stelle , das ist das A und
O. Ein Steuerberater wird sich nie mit kleien „Fischen“
beschäftigen , das machen alles die Buchhalterinen und der SB
unterschreibt.Habe in der Familie selber eine Steuerberaterin
und ich könnte Euch hier einiges erzählen.

Aber jeder macht was Er oder Sie für richtig halten.

hallo,

schonmal über haftungsfragen nachgedacht, wenn man die buchhaltung von einer „kontierungsklitsche“ machen lässt - die geht gg. 0 - da hier nur mechanisch erfasst werden darf…

ferner sollte ein steuerberater, der seinen job ernst nimmt nicht irgendwas unterschreiben sondern auch ansehen - und selbst wenn was schief geht gibts immer noch eine haftpflichtversicherung…

ich habe schon des öfteren die ergüsse von sog. buchführungsbüros am jahresende in bilanzen/ EÜR verwandelt - hat dann den mandant u.u. insgesamt mehr gekostet, als wenn er gleich alles bei uns hätte machen lassen… und die die meinen sie könnten alles selbst erledigen kommen spätestens nach der ersten betriebsprüfung angedackelt - es ist dann immer eine große freude auszurechnen, was an steuern hätte gespart werden können, wenn sich von anfang an jemand gekümmert hätte, der sich damit auskennt…

gruß vom inder

Hallo Wolfgang,

Deine Meinung halte ich wie so oft für etwas extrem. Der Tag der meisten Unternehmer hat nur 24 h und in diese reichen oft nicht aus um ihre Kernaufgaben zu erledigen.

Eine Baufirma mit 2 Angestellten…

Wie hoch könnten :Schätzungsweise dafür die :Steuerberaterkosten…

In einer Baufirma fällt i. d. R. Lohn- und Akkordabrechnung
an. Solche Dinge außer Haus zu geben, ist träge und teuer.

Eine Lohnbuchalterin, diverse Fortbilungen und eine ordentliche Software mit jährlichem Update ist auch nicht billig. Ob träge oder nicht kommt ganz auf die Person an :smile:.

Vom
Fahrzeug, über Kreissäge, Betonmischer, Gerüst bis zum
Kompressor sind Anlagegegenstände vorhanden, die instand
gehalten und abgeschrieben werden müssen.
Es gibt
Materialbestände von ein paar Paletten Steinen bis zu
Leichtbauprofilen, die am Jahresende in der Inventur
auftauchen, also bewertet werden müssen.

Und wie sagt Dir der Steuerberater.

Laufend findet
Materialeinkauf statt, müssen Kleinwerkzeuge beschafft werden.
Gelegentlich werden Hilfskräfte benötigt, die bei der BG
anzumelden sind. Außerdem ist monatlich eine
Vorsteueranmeldung zu machen. Detaillierte Angebote und ebenso
detaillierte Rechnungen müssen geschrieben werden, auf
angemessene Abschlagszahlungen der Kunden ist zu achten und
der Geldeingang muß überwacht werden. Mitarbeiter schleppen
gelegentlich „gelbe Scheine“ an, bekommen Kinder, lassen
Freibeträge in die Lohnsteuerkarte eintragen und wollen diese
bei der Lohnsteuer berücksichtigt wissen. Kurz: Es fällt ein
Haufen Zeug an.

Womit wir wieder beim Zeitproblem wären.

Viele Dinge sind nicht an Betriebsfremde delegierbar und wenn
man es dennoch versucht, ist der eigene Aufwand so hoch, daß
man die Arbeit lieber gleich selbst macht.

Bei einer ordentlichen Organisation die mit dem Stb erarbeitet wird nicht unbedingt.

Dabei hat man alle
Akten bei der Hand und nicht die Hälfte außer Haus in einem
fremden Büro. In einem Meisterbetrieb sollte die kaufmännische
Abwicklung kein Problem sein, weil der Erwerb des
Meisterbriefs die genannten Dinge beinhaltet.

Soweit die Theorie, ich hör dann aber immer nur: „BWL war so langweilig und wissen tue ich überhaupt nichts mehr!“.
Das sind aber oft nicht die schlechtesten Unternehmer, die schlechtesten sind die, welche meinen nach ein paar Stunden BWL in der Meisterschule alles sleber zu können und besser zu wissen.

Dumm dran sind
nur die Leute, die glauben, ohne ausreichende kaufmännische
Kenntnisse ein Unternehmen führen zu können. Das aber ist ein
grundlegender Irrtum, denn ein Steuerberater ist niemals
Ersatz für ausreichende kaufmännische Kenntnisse des Inhabers.

Das ist schon richtig, er kann aber bei einer ordentlichen Betreuung, welche natürlich Geld kostet, ganz schön viel ausgleichen. Der Unternehmer kann sich auf das wirklich wichtige konzentrieren.

Ein Steuerberater ist ein armer Teufel, wenn er aus dem
Belegsammelsurium eines kaufmännisch Unbeleckten eine halbwegs
brauchbare Buchführung zaubern soll.

Oder aus der Buchführung eines solchen einen Jahresabschluss.

Da werden dann
Tankquittungen präsentiert, auf denen neben einer Zeitung noch
ein im Stehen verzehrtes Brötchen, ein Schokoriegel und eine
Schachtel Zigaretten auftauchen.

Aber nur einmal, dann wird das mit dem Mandanten geklärt und kommt im Regelfall nicht mehr vor.

Solche und hunderterlei
ähnliche „Spaßbringer“ läßt sich der Steuerberater teuer
bezahlen, wie er sich selbstverständlich jedes Personalkonto
und jede einzelne Meldung für wen und was auch immer bezahlen
lassen muß. Auf diese Weise kommen leicht 1.000 €, 2.000 €
oder auch deutlich mehr p. a. für einen Kleinstbetrieb allein
für den Steuerberater zusammen, ohne daß überhaupt eine
Steuerberatung stattgefunden hat.

Peanuts gegen das Gehalt einer zusätzlichen Bürokraft oder eines anderen der die Arbeit des U. amchen muss, weil der nur noch im Büro sitzt.

Letztlich werden nur
Minimalanforderungen für Finanzamt und Sozialkassen erfüllt.
Um eine Steuerberatung im Sinne des Wortes überhaupt in
Anspruch zu nehmen, fehlt es solchem Geschäftsinhaber an
elementaren kaufmännischen Kenntnissen.

Der Steuerberater kann nicht riechen, wie es im Betrieb seines
Mandanten aussieht. Es kann z. B. nicht wissen, daß die teure,
über mehrere Jahre abzuschreibende Putzmaschine schon längst
das Zeitliche gesegnet hat

Ein Stb sollte bei jedem JA nachfragen ob Gegenstände des AV noch alle vorhanden sind, im Notfall die Liste durchgehen.

und der Mandant ist unfähig, die
Zahlen seines eigenen Betriebes zu verstehen.

Der Stb wird es ihm erklären.

Der Mandant als
kaufmännischer Analphabet weiß nicht, was sich über die
Inventur alles steuern läßt und der Steuerberater kann auch
nicht helfen, weil er für verschiedene Bewertungen etwas vom
Geschäft des Mandanten verstehen müßte.

Im Regelfall tut er dies, sonst wird er von jedem Betriebsprüfer über den Tisch gezogen.

Woher auch soll der
Steuerberater wissen, daß die für einen irrwitzigen Preis
eingekauften und auf Lager gelegten Baustahlmatten eine
Risikovorsorge rechtfertigen, weil auf dem Stahlsektor gerade
der Teufel los ist.

Auch Stb leben nicht hinter dem Mond und lesen Zeitung, nützt allerdings rein steuerlich gesehen garnichts.

Wie soll der Steuerberater ahnen, daß die
offene Forderung gegen einen klammen Kunden eigentlich nichts
mehr wert ist… usw.

Wer in der Baubranchen nicht jede größere Forderung auf Werthaltigkeit prüft (bzw. nachfragt), sollte nicht Stb werden.

Weitere Kommentare erspar ich uns jetzt.

Fazit: Was Du willst ist der Mustersuperallroundunternehmer den es so selten geben wird aber nicht mal der wird ohne Steuerberater auskommen.

Ich möchte allerdings Deinen Beitrag hier nicht schlecht machen, Du hast im Kern der Sache nicht unrecht, nur ist es mir zu extrem und es passte eigentlich nicht zu der Frage.

Grüße
Chris

Hallo Wolfgang,

alles richtig. Aber:

Je nach Betriebsgröße muß man unterscheiden. Der Maler(meister), der allein rumwerkelt ist normalerweise damit beschäftigt seiner Arbeit nachzukommen, seinen einen Angestellten zur Arbeit zu treiben, Werbung zu machen und für Aufträge zu sorgen. Das, neben Einkauf und diversen Arbeiten für sich im betrieb (Pflege und Wartung Maschinen…), reicht für einen langen Arbeitstag.

Abends schreibt der arme Kerl noch seine Rechnungen, macht seine Überweisungen und streitet sich mit der Ehefrau rum, weil er wieder so lange arbeitet :wink:

Nun, die Buchhaltung incl. Lohn überläßt er dann doch dem Steuerberater. Hier geht es um Buchung seiner geordneten Belege, um Buchung seiner Kasse und um Erstellung der Unterlagen fürs Finanzamt/Krankenkasse etc. Am Jahresende macht unser Maler noch seine Einkommensteuererklärung aus den Zahlen, die er vom Steuerberater bekommt. Eventuell (bei mehreren Einkunftsarten empfehlenswert) macht auch die Einkommsteuererklärung sein Steuerberater. Dafür löhnt unser Maler gern.

Ist der Betrieb so groß, das die Buchhaltung im Haus gemacht werden kann, so soll das unser Maler ruhig tun. Nur wird er um eine steuerliche Beratung da wohl wirklich nicht mehr drumrumkommen.

Buchhaltung und das Verständnis dafür nimmt unserem maler auch der Steuerberater nicht ab. Und hier sind wir beim Vertrauensverhältnis. Wenn der Berater nicht nachfragt, bucht er in die Luft und am Geschäft vorbei. Wenn der Maler nichts von Buchhaltung kapiert, kann er seinen Betrieb nicht sinnvoll zum Erfolg führen. Also muß er mit seinem Steuerberater wirklich zusammenarbeiten und nicht jeder für sich.

Gruß
André