Guten Tag,
hat jemand Ideen zu folgender Fallstellung
Ein Mann erhält heute einen 2. Steuerbescheid für seine Steuererklärung 2008.
Er hat im vergangenen Jahr geheiratet und war bis dieses Jahr im Juni noch mit 2 getrennten Haushalten (Hauptwohnsitz und 2. Wohnsitz wegen der Arbeit - doppelte Haushaltsführung) getrennt von seiner Frau wohnend gemeldet.
Er hat im Mai daher seine Steuererklärung elektronisch mit Elster abgeschickt und bei dem damals zuständigen Finanzamt unterschrieben ausgedruckt eingereicht (wie man das ohne elektronische Signatur ja machen muss die er damals noch nicht hatte).
Die Steuererklärung für seine Frau hat er getrennt eingereicht (getrennte Veranlagung im Jahr der Eheschliessung) bei dem für sie zuständigen Finanzamt. Jeweils eine Kopie der elektronischen Steuererklärung des Partners (wohlgemerkt eine Kopie ohne Unterschrift, kein Original) an die Erklärung des jeweils anderen mit angefügt worden. Auch ist der bevorstehende Umzug und die getrennte Einreichung bei zwei Finanzämtern schriftlich mit dargelegt worden.
Im Juli haben seine Frau und er dann ihre Bescheide bekommen. Bei seiner Frau war alles i.O. und ist voll erstattet worden. Seinen Bescheid erhielt er vom früher zuständigen Finanzamt, inzwischen ist er aber umgezogen. In dem Bescheid werden ihm nur rund 300 Euro anstelle von 840 Euro zugestanden - sieht also klar nach Widerspruch aus. Eine Info über seinen Umzug hatte er rund 4 Wochen bevor er den Bescheid erhielt per Fax an das alte Finanzamt geschickt.
Nun erhält seine Frau und er unter 2 neuen getrennten Steuernummern neue Bescheide am neuen gemeinsamen Wohnsitz vom dortigen Finanzamt. Der Bescheid von seiner Frau ist auch okay und enthält im Endefekt das gleiche was schon im alten steht, auch wird auf den alten Bescheid Bezug genommen und auch das der Betrag bereits erstattet wurde.
Sein Bescheid sieht jedoch anders aus, er bezieht sich nicht auf einen älteren Bescheid und es wird ihm auch mitgeteilt das er den vollen Betrag bekomme (840 Euro).
Jetzt hat er einmal rund 300 Euro vom alten Finanzamt bekommen und das neue zuständige Finanzamt überweist ihm nochmal 840 Euro - soviel wie er eigentlich insgesamt zurück erhalten sollte.
Wie sollte er jetzt juristisch / steuerrechtlich am besten und geschicktesten vorgehen?
Das er was zurückzahlen muss ist ziemlich klar, nur gefällt ihm der neuere Bescheid über 840 Euro klar besser als der über 300 Euro. Muss er trotzdem dem ersten Bescheid vom alten Finanzamt widersprechen weil der doppelte Bescheid gar nicht gilt oder wie sehr Ihr die rechtliche Lage?
Vielen herzlichen Dank schon mal an alle!