Hallo!
Wie müsste das Unternehmen nun die 100 Euro verbuchen und wie
sähe die Rechnung aus?
Verbuchung als erhaltene Anzahlung (Passiva)
Ich las von einem Geldtransitkonto. Wie funktioniert das?
Ist ein Verrechnungskonto, man sollte organisatorisch alle erhaltenen
Anzahlungen auf einem Buchungskonto sammeln und wegen der internen
Verwaltung dazu Kundendetaillierte Aufzeichnungen haben.
Sollte es eine Rechnung nur über die pro Monat verbrauchten
Guthabenseinheiten stellen?
Ja, das wäre das Optimum, also eine Quittung über erhaltene
Anzahlung, bei Zahlung (bsp. Cash) wäre möglich, aber wohl nur im
Interesse des Kunden. Erst bei Verbrauch der Gelder dann auch eine
Rng. Bsp.
„Erhaltene Leistungen xxx am xxx 100,- Euro (incl. 19% USt), davon
bereits erhaltene Anzahlung 100,- Euro. Ihr Restguthaben beträgt noch
… Euro.“
Oder stellt man besser die gesamte Summe gleich in Rechnung?
Wie wird die Differenz zwischen aufgeladenem und verbrauchtem
Guthaben intern behandelt?
Man muss sie sich merken! Die internen Listen sollten mit dem
Buchungskonto in der Bfg übereinstimmen, also ständig auf dem
laufenden halten und buchen, sonst kommt man ins schwimmen.
Muss eine Rechnung an Endverbraucher gestellt werden?
Nö!
Muss ein solches Guthabenkonto in irgendeiner Form abgesichert
sein?
Nö, nur solange der Kunde keine Leistung erhalten hat, kann er auch
die Anzahlung zurückverlangen. Also sollte man den obligatorischen
Satz „Auszahlung in Euro nicht möglich“ nicht vergessen. Der gilt
natürlich nur solange, wie auch Leistungen erbringbar sind. In der
Insolvenz wären das normale Forderungen der Kunden an die Pleite-
Unternehmung. Eine Extra-Absicherung von Kundengeldern ist nicht
zwingend, wäre aber schön, wenn man bspw. bei hohen Summen diese auf
einem anderen Konto lagert um gar nicht erst in die „Versuchung“ zu
kommen.
Kann das Unternehmen ohne weiteres eine eigene „Währung“
lancieren? Z.B. 1 Euro ist gleich 1 Skype-Nugget…?
Klar!
Was ist bei einer solchen Phantasiewährung zu beachten? Gibt
es Vorteile gegenüber der Führung des Kontos in Euro?
Die gilt nur intern, macht also die Führung noch schwerer, wenn man
also immer noch mit dem Kunden in Nuggets abrechnet, muss man für die
interne Buchhaltung in Euro umrechnen und extern (in der Bilanz)
natürlich auch.
Mfg vom
showbee