ich hab nun mal eine Frage. Was genau setzt man denn nun von den Steuern ab. Jeder kennt ja „das setzt ich von den Steuern ab“. Aber was genau heißt das?
Angenommen ich bezahle 400€ Lohnsteuer im Monat (4800€ im Jahr). So jetzt kaufe ich mir einen Anzug für die Arbeit für Brutto 300€ und rein theoretisch noch ein paar Sachen und hab am Ende des Jahres für 4800€ Kassenzettel.
Was genau kann ich denn nun absetzen? Die 19%Mwst die auf die jeweiligen Sachen sind oder die 81% netto von den Artikeln oder den vollen Bruttowert?
Könnte ich theoretisch am Ende des Jahres (Anfang des nächsten) die vollen 4800€ wieder bekommen oder wie sieht das aus? Oder bin ich jetzt komplett falsch mit Lohnsteuerjahresausgleich und absetzen? Hilfe!
Ich kenne mich leider überhaupt nicht so aus und hab auch schon ein bisschen was nachgelesen, aber leider hab ich nie die Antwort gesucht die ich mir erhofft hatte.
Es würde mich sehr freuen wenn mir jemand Antworten könnte oder mir Artikel zeigen kann wo ich das nachlesen könnte.
ich hab nun mal eine Frage. Was genau setzt man denn nun von
den Steuern ab. Jeder kennt ja „das setzt ich von den Steuern
ab“. Aber was genau heißt das?
hallo,
das ist eigentlich umgangssprachlich und bedeutet, dass man sein einkommen durch entsprechende steuerlich zu berücksichtigende ausgaben mindert und damit entsprechend seine steuerlast reduziert
Angenommen ich bezahle 400€ Lohnsteuer im Monat (4800€ im
Jahr). So jetzt kaufe ich mir einen Anzug für die Arbeit für
Brutto 300€ und rein theoretisch noch ein paar Sachen
einen anzug für die arbeit gibt es nicht - zumindest nicht aus steuerlicher sicht… stichwort: private lebenssphäre -> keine steuerliche würdigung
und hab
am Ende des Jahres für 4800€ Kassenzettel.
klingt nach aldi, hertie und latscha… kommt drauf an was es war…
Was genau kann ich denn nun absetzen? Die 19%Mwst die auf die
jeweiligen Sachen sind oder die 81% netto von den Artikeln
oder den vollen Bruttowert?
…den vollen bruttowert
Könnte ich theoretisch am Ende des Jahres (Anfang des
nächsten) die vollen 4800€ wieder bekommen oder wie sieht das
aus? Oder bin ich jetzt komplett falsch
…das bist du…
du minderst dadurch dein einkommen und damit auch die steuerlast - wenn dein grenzsteuersatz der letzten 4800€ z.b. bei 25% liegt, dann bekommst du ca. 1200 öcken raus…
Lohnsteuerjahresausgleich
…heisst seit ca. 15 jahren einkommensteuererklärung
den Anzug kannst du, soviel ich weiß, nicht von der Steuer absetzen. (Leider, möchte ich fast sagen - denn elegante Kleidung kann ganz schön ins Geld gehen und man kauft sie sich ja nicht zum Spaß.) Berufskleidung, das ist nur sowas wie ein Blaumann oder ein weißer Kittel für Ärzte.
Was man genau von der Steuer absetzen kann, kommt darauf an, was man beruflich macht - ob man also selbständig oder angestellt ist. Aber nur um einmal ein Beispiel zu nennen: Du hast nun ein Fachbuch gekauft, um dich beruflich fortzubilden. Von diesem Fachbuch hast du die Rechnung. Wenn du dieses Fachbuch von der Steuer absetzen kannst, dann nimmst du dafür den gesamten Betrag, den das Buch gekostet hat. Sagen wir, das Buch hat EUR 19,90 gekostet. Und diese EUR 19,90 ziehst du von dem zu versteuernden Einkommen ab. Es ist also, als hättest du um EUR 19,90 weniger verdient.
Nun beträgt dein Steuersatz, nun sagen wir mal 50%, ok? Rechnet sich leichter so. Und du hast nun ja „um EUR 19,90 weniger verdient“. Das sind also EUR 19,90, die du nicht versteuern musst. Da dein Steuersatz ja 50% beträgt, sind das EUR 9,95 die du nachher dadurch, dass du das Fachbuch von der Steuer abgesetzt hast, mehr in der Tasche hast.
Das mit der MwSt ist was ganz anderes. Die kann man bei freiberuflicher Tätigkeit u.U. als „Vorsteuer“ geltend machen. Das hat aber mit dem „von der Steuer absetzen“, das „jeder kennt“ nichts zu tun.
führ Dir vor Augen: Zimmer unterm Dach in den „Deux Chateaux“ in Windstein, ein Septembermorgen, unten im Tal hängt noch die Milchsuppe, und darüber, auf Augenhöhe, über den schwarzen Fichten ein Morgen ganz aus Blau und Gold…
Gehts wieder?
Lass die Expertinnen und Experten ihren Wissensschatz heben, wo immer sie wollen, auch aus der Güllegrube - wenns schee macht?
Solang das Forum nicht mit den Ergebnissen dieses schöpferischen Vorgangs verschmutzt wird, darf das jeder halten wie er mag; man kann sich dann ja mit eigenen Beiträgen, die vielleicht weniger griffig und eingängig ausfallen wie die des ehrenwerten Herrn Konz, ein wenig zurückhalten. Wenn das Bier in einer Kneipe nicht mehr schmeckt, schaut man halt nach einer anderen.
darf ich bescheiden fragen, was Du gerade an dieser
Literaturquelle besonders wertvoll findest?
darf ich fragen, warum du diese Quelle für jemanden, der offensichtlich Null Ahnung hat (Sorry an den Fragesteller) ablehnen würdest?
Ich finde, daß es eine relativ allgemeinverständliche und teilweise amüsant geschriebene Einleitung in das Thema Einkommensteuer ist. Das Ding aber von vorne bis hinten durchzulesen, könnte ich mir auch nicht vorstellen - genausowenig, wie übrigens die einschlägigen Gesetze und Kommentare.
darf ich fragen, warum du diese Quelle für jemanden, der
offensichtlich Null Ahnung hat (Sorry an den Fragesteller)
ablehnen würdest?
Als Einsteigerliteratur völlig ungeeignet, weil:
unsystematisch, so daß man als Einsteiger keinerlei Überblick bekommen kann, wie das Ganze funktioniert
ohne brauchbare Quellenangaben, somit ohne nachvollziehbare Argumentation
im Zusammenhang damit: der Leser wird völlig im Unklaren darüber gelassen, ob sich der Text im jeweiligen Augenblick auf der Ebene geltenden Rechts, Verwaltungsauffassung (selten bei K.), Minderheitenmeinung oder bruchstückhaft zitierter Rechtsprechung befindet. Er kann also nicht autonom entscheiden, welches Risiko und welchen Aufwand er für welches Ergebnis in Kauf nehmen will - wenn er sich wegen irgendeines Minibetrages von der Ebene geltenden Rechts und gängiger Praxis ohne es zu wissen auf irgendeinen vorgeschobenen Posten bewegt, der vielleicht wegen irgendeines mehr oder weniger dünn belegten Urteils grade noch haltbar scheint, merkt er das erst, wenn er damit überfordert wird, ein Einspruchsverfahren durchzuziehen. Ein seriöser Ratgeber stellt in so einem Fall die verschiedenen Alternativen, die es gibt, nachvollziehbar dar.
vor allem:
Dem Leser wird von Anfang an suggeriert, er befinde sich als Steuerpflichtiger in einer Art dauerndem Krieg mit dem Feind Fiskus. Das ist eine schlechte Ausgangsposition für einen Einsteiger, weil er mit jeder Aktion für ihn völlig unberechenbare Folgen lostreten kann.
Das schwerwiegendste ist die Abwesenheit jeder Systematik: An den Mutmaßungen, die die Empfehlerin hier und im Existenzgründerbrett hie und da äußert, ist die Handschrift von K. zu erkennen: Wer sich mit dieser Lektüre einen Einblick in die Grundlagen verschaffen will, kommt unweigerlich ins Schwimmen.
Es geht nicht in erster Linie drum, Gesetzestexte und Kommentare zu studieren. Es geht drum, sich der Materie strukturiert zu nähern. Dazu gehört, dass sich z.B. ein Selbständiger in seiner Lektüre ganz anders orientiert als ein Angestellter. „Passend für alle“ passt für niemanden.
Deshalb empfehle ich die Steuertipps für Angestellte bzw. für Selbständige der Akademischen Arbeitsgemeinschaft.
Diese erklären das Steuerrecht systematisch, erklären die Verwaltungsauffassung und weisen auf Rechtsprechungstendenzen hin. Es ist immer legal, aber unter Ausnutzung der optimalen Möglichkeiten, was die empfehlen. Fehler habe ich noch nicht in den beiden Werken gefunden.
Wenn man weniger ausgeben will, kann man vieles auch im beigefügten Buch Steuerkompass bei der Steuersparerklärung (PC Programm) finden. Das erklärt auch systematisch, wie die Steuer funktioniert. Die Loseblattwerke bleiben halt immer auf dem neuesten Stand.
Es gibt also eine Alternative, wie Laien sich in die Materie Steuerrecht einlesen können und ganz ohne Kriegserklärung gegen das Finanzamt…
Jeder meckert hier nur über meine Antwort …
… aber ich habe bislang keinen wirklichen Versuch der anderen Schreiber erkennen können, dem TE zu erklären, was das denn bedeutet, wenn man etwas „von der Steuer absetzt“.
Auch wurden die Ratgeber, die so viel besser sind als der Konz, nicht genannt. Vielleicht sind sie besser. Ich kenne sie aber nicht und konnte sie daher auch nicht empfehlen.
… aber ich habe bislang keinen wirklichen Versuch der
anderen Schreiber erkennen können, dem TE zu erklären, was das
denn bedeutet, wenn man etwas „von der Steuer absetzt“.
Auch wurden die Ratgeber, die so viel besser sind als der
Konz, nicht genannt.
das wollte ich Cirwalda überlassen, die den besseren Überblick in Literatur hat, und sie hat ja jetzt auch gute Hinweise eingestellt.
Für Selbständige noch eine Ergänzung:
Helmut Segebrecht, „Die Einnahmen-Überschussrechnung nach § 4 Abs 3 EStG“ - Standardliteratur seit etwa 40 Jahren and still goin’ strong.
Das Meckern über Deine Empfehlung hängt damit zusammen, dass diese Quelle hier relativ häufig diskutiert wird, vor allem unter dem Aspekt, dass Beiträge im Forum, die aus dieser Quelle gespeist sind, häufig unter aller Kanone sind und weder dem Fragesteller noch dem Forum helfen.
Dass außer Deinem (löblichen!) Versuch einer globalen Antwort auf die globale Frage zur Frage selbst wenig gesagt wurde, hängt damit zusammen, dass man, um dem Fragenden gerecht zu werden, einen ziemlichen Aufsatz schreiben müsste, der letztlich das Rad neu erfände, so dass der Verweis auf Einführungsliteratur tatsächlich die beste Antwort ist, die man geben kann.
Ich habe grade eine vergleichbare Frage als Expertenanfrage vorliegen; sie ist höflich und intelligent formuliert, ich will den Fragesteller nicht sitzen lassen, und ich grüble jetzt, wie ich den Inhalt von einigen Jahren Ausbildung und vielen Jahren Berufspraxis mal eben in eine e-mail packen könnte…
scheinbar habe ich da wohl ein kleines Gefecht angefangen und es tut mir Leid, dass es deswegen Unstimmigkeiten gab. Ich werde mich einfach mal ein bisschen in die Steuergeschichten einarbeiten müssen und es mir nicht einfach machen indem ich einfach mal faul im Forum hier erwarte, dass mir meine Frage perfekt beantwortet wird.
Ich bedanke mich bei allen die mir ein bisschen weiterhelfen konnten.
zum Gefecht hast Du selber allenfalls den Anlass gegeben, nicht die Ursache. Es ist halt, dass hier derzeit einiges in Richtung Chat mit Soße abrutscht - das kommt nicht von Deiner Anfrage. Wir waren schon besser, und wir werdens auch wieder.