Steuern bei Direktversicherung?

Hallo,
gestern hab’ ich ein Angebot von der LVM bekommen.
Ein Penionsfond, wo die fett geschrieben Zahlen gut
ausschauen :wink:
100 € / Monat Einzahlung

  • 35 € Lohnsteuereinsparung
  • 20 € Sozialversich.-ersparnis
    = nur 45 € Nettoaufwand
    Wäre ja toll so, nur heißt es irgendwo dazwischen:
    „…lebenslange Rente ausgezahlt…und erst dann versteuert“.
    Was ist das? Etwa so 'ne Art Riester-Anlage.
    Dann kam mir die Idee mit den Direktversicherungen und ich fragte
    mich, ob diese auch später versteuert werden,
    womit der Vorteil (Abzug vor Steuern) ja wieder futsch wäre?
    Danke für Aufklärung,
    Erik

Hallo,
gestern hab’ ich ein Angebot von der LVM bekommen.
Ein Penionsfond, wo die fett geschrieben Zahlen gut
ausschauen :wink:
100 € / Monat Einzahlung

  • 35 € Lohnsteuereinsparung
  • 20 € Sozialversich.-ersparnis
    = nur 45 € Nettoaufwand
    Wäre ja toll so, nur heißt es irgendwo dazwischen:
    „…lebenslange Rente ausgezahlt…und erst dann versteuert“.
    Was ist das? Etwa so 'ne Art Riester-Anlage.
    Dann kam mir die Idee mit den Direktversicherungen und ich
    fragte
    mich, ob diese auch später versteuert werden,
    womit der Vorteil (Abzug vor Steuern) ja wieder futsch wäre?
    Danke für Aufklärung,

hallom Erik,
natürlich musst Du Deine Renten versteuern: mit dem Ertragsanteil! Das ist weit weniger, als wenn Du eine normale Kapitalanlage versteuern müsstest.
auch sollen diese Gehaltsverwendungen keine kapitalanlage zum autokauf sein, sondern eine Ergänzung zur Altersrente. also sind so gewissen Klauseln damit verbunden. Dass Du keine kräftigen Steuergeschenke bekommst, um dann genügend Geld für einen parisurlaub mit Bums und Musik zu finanzieren, dürfte doch klar sein, oder?
Zur Versteuerung: mit 65 jahren zahlst Du noch 27 % des Ertragsanteils. Das sinkt jedes Jahr um 1 % .Kannst Dir dann ausrechnen, wann Du nichts mehr zahlst.
Dass Dir der Staat keine Geschenke macht, ohne zumindest ein klein wenig daran zu zupfen, das dürfte Dirtdoch inzwischen klar sein. :smile:
Steuerfrei sind z.Zt. Spekulationsgewinne aus Aktiengeschäften (Zeitklausel). Doch auch da sägen sie schon. Auch bekommst Du keine Steuergeschenke für Aktienspekulationen.
Grüße
Raimund

Hallo Erik,

meines Wissens nach entfallen bei mtl. Zahlungen die Vorteile der Pauschalsteuer und Sozialabgabenfreiheit. Hier muss das nämlich alles gezahlt werden.
Außerdem gilt die Sozialabgabenfreiheit derzeit nur bis zum Jahr 2008.

Die Steuerfreiheit (durch Pauschalsteuer = 20 % ersetzt) gilt nur auf Zahlungen aus Einmalzahlungen.
Da macht es auch nur Sinn.

Gruß
Marco

Hallo Raimund,

Zur Versteuerung: mit 65 jahren zahlst Du noch 27 % des
Ertragsanteils. Das sinkt jedes Jahr um 1 % .Kannst Dir dann
ausrechnen, wann Du nichts mehr zahlst.

Das würde ja einem normalen Steuersatz entsprechen. :smile: Nimmt der Staat nicht vielmehr an, dass 27% der Rente Ertragsanteil sind und eben dieser Ertragsanteil zu versteuern ist? *grübel*

Da man im Alter aber eh weniger Einnahmen hat, hat man in der Regel dort auch wenige rSteuern zu entirchten.

Gruß
Marco

na aber klar!
war wohl etwas dumm geschrieben!
Entschuldige!

Der Erteagsanteil einer Leibrente beträgt im Alter von… Jahren xxx% (§ 22 EStG)

Wenn Du dann 97 bist, beträgt der Ertragsanteil, also den, den Du versteuern musst, 2 %
Grüße und freeudige Erwartung
Raimund

Hallo Raimund,

was ist denn mit Dir los? Du drückst Dich zur Zeit etwas unpräzise aus. Ist man von Dir eigentlich gar nicht gewöhnt.

Wenn man Deine Antort (siehe unten) liest, könnte man meinen, dass der Ertragsanteil mit jedem Jahr sinkt, auch wenn man bereits die Rente bereits bezieht.

Tatsächlich ist aber allein das Alter bei Beginn der Rentenzahlung maßgeblich. Wenn man ab 65 eine Rente bekommt ist man mit 97 wahrscheinlich gut bedient (man hat ja dann 32 Jahre lang kasiert - dürfte damit im Vergleich zu den Einzahlungen ganz gut liegen), aber der Ertragsanteil ist immer noch 27%.

Dass die Rentenzahlungen erst mit 97 einsetzen (dann wöre der Ertragsanteil tatsächlich bei 2%) ist zwar theoretisch möglich, dürfte aber in der Praxis doch wohl eher selten vorkommen.

Gruß
Werner

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Hallo Erik,
kurz gesagt fällt immer ne Steuer an, die Frage ist wann und in welcher Höhe.
Direktversicherung: Du zahlst auf die Beiträge nur eine Pauschalsteuer (und sie sind ggf. sozialversicherungsfrei), dafür erhälst Du die Ablaufleistung steuerfrei bzw. steuervergünstigt (Kapitalleistung steuerfrei, Rente nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern).

Bei einem Pensionsfonds sind die Beiträge steuerfrei, gehen also von Deinem Brutto ab, mindern damit die Steuer und die Sozialversicherungsabgaben. Dafür werden die Renten daraus VOLL mit deinem Steuersatz in Rentnerjahren versteuert. Der ist natürlich i.d.R. niedriger als im Berufsleben, da es auch spezielle Freibeträge gibt.

Andreas
P.S. gesetzliche Grundlagen: $40b EStG oder § 3 Nr.63 EStG

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Hallo nochmal,
jetzt weiß ich wieder, wieso ich beim Kurs „BWL, Steuern,
Recht“ so kläglich versagt habe. Weil ich etwa 30 % nachvollziehen
konnte…dachte ich :wink:
Vielleicht habe ich zu unkonkret gefragt.
Ist so ein Pensionsfond nun als Rentenaufbesserung geeignet,
oder wäre wegen der günstigen Steuergeschichte eine
Direktversicherung (jährlicher Beitrag) besser/genau so gut?
Mit x % von Unbekannt kann ich nix anfangen.
cu,
Erik

Hallo Erik,
tja das ist nicht pauschal zu sagen. Es hängt von Deinem Einkommen und von Deinem Steuersatz ab. Als „Trend“ kann man sagen, dass bei höheren Einkommen die Direktversicherung vorteilhafter wird. Ich lasse mal die Renditen außer Acht, bei einem Pensionsfonds könnte ja eine bessere Rendite rauskommen, allerdings bei gleichzeitig höherem Risiko.

Da Du ja einen gesetzlichen Anspruch hast 2448 Euro umzuwandeln (Jahr 2003) und Du bei einer Direktversicherung i.d.R. maximal 1752 Euro umwandeln kannst, kannst du auch Direktversicherung UND Pensionsfonds (696 Euro) machen, falls Dir beide Durchführungswege vom Arbeitgeber angeboten werden.

Andreas

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